Mittwoch, 31. August 2016

[Rezension] Lily Oliver - Die Tage, die ich dir verspreche




Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426516764
ISBN-13: 978-3426516768
Originaltitel: .
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 3,4 x 19,2 cm

Inhalt gem. Knaur:
»Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.« Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist.

Zum Buch:
Gwen gehört zu den wenigen glücklichen Menschen, für die es ein Spenderherz gibt. Die Transplantation verläuft ohne Probleme und sie müsste eigentlich glücklich sein, wieder Dinge tun zu können, die schon lange nicht mehr für sie machbar waren. 
Aber sie ist es nicht. Selbst nach einer Reha, die länger als gewöhnlich war, geht sie nicht freudig und motiviert nach Hause.
Sie hat Schuldgefühle, fühlt sich dem unfreiwilligen Spender gegenüber schuldig, denn nur durch seinen Tod kam sie an sein Herz.
Zu Hause bei ihren Eltern geht man wieder zur Tagesordnung über, ihre Eltern vereinnahmen sie, ihr Bruder reißt sie mit sich, um mit ihm Sport zu treiben. Niemand fragt, was sie eigentlich will und wie sie sich fühlt.

Sie ist an dem Punkt angelangt, wo es ihr so schlecht geht, dass sie nicht mehr weitermachen will. Sie hat sich vorgenommen, ihr Herz zu verschenken an jemanden, der damit glücklich sein wird.
Sie schreibt dies in ein Forum, das sich auf Herztransplantationen spezialisiert hat und deren Betreiber Noah ist. 
Noah hält sie für einen Troll, ein Fake, und löscht ihren Post umgehend. Sie versteht das nicht und schreibt ihn per Mail an. Darauf antwortet er ihr, dass er den Post gelöscht hat, weil er das Herz für sich will. Was er als Witz geschrieben hat, fällt bei Gwen auf fruchtbaren Boden.
Als sie das Gefühl hat, dass er Hilfe braucht, fährt sie kurzentschlossen von Berlin nach München, in der Hoffnung, dass es für den herzkranken Noah nicht zu spät sein möge. Sie will ihm ihr Herz geben und setzt alles daran, dass es auch dazu kommt.
Noah sieht, wie todernst es Gwen ist und macht sich zur Aufgabe, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Das aber geht nicht ohne Lügen, in die er sich immer mehr verstrickt...

Wow, was für ein Buch. Ein Buch, das einen nachhaltig beschäftigt, bewegt und zum Nachdenken anregt.
Depressionen und Herztransplantationen bzw. Transplantationen allgemein sind hier in eine Liebesgeschichte gepackt, die noch eine Weile nachklingt. Diese Lektüre steckt man nicht eben so weg und greift sich das nächste Buch, diese hier muss man erst mal sacken lassen. So zumindest empfinde ich das.

Es ist eine komplizierte Geschichte. 
Gwen will ihr Herz weggeben, weil sie mit den Emotionen und Depressionen, die sie befallen, nicht klar kommt. Die Schuldgefühle fressen sie auf, nachts stehen die Toten bei ihr Schlange und wenn nicht die Toten selbst, dann im Traum die Angehörigen der Toten. Sie kann nicht abschalten, ständig hat sie das Gefühl, Stimmen zu hören. In Noah scheint sie die Person gefunden zu haben, dem sie ihr Herz geben will. 
Noah, der Betreiber der Herz-Community erkennt sehr schnell, wie ernst es Gwen damit ist. Er will ihr helfen, kann das aber nicht ohne zu lügen. Auch hat er versprochen, niemandem von ihrer Verzweiflung zu erzählen und doch holt er sich bei einem befreundeten Psychologen heimlich Rat, was er machen soll und wie er ihr helfen kann. Ständig lebt er in der Angst, dass sie sich etwas antun wird.
Sie verspricht ihm, 14 Tage nichts zu unternehmen.

Der Autorin Lily Oliver gelingt es hervorragend, die Ängste und Nöte, die Gwen befallen, dem Leser nahezubringen. Man fühlt mit ihr mit, es ist selbst für den Leser, der sich mit dieser Materie noch nie beschäftigt hat, wirklichkeitsnah und real. Man kann sich gut in Gwen hineinversetzen und das ist schon beängstigend.
Man fühlt sich aber auch zu Noah hingezogen, zu erleben, wie er alles versucht, um Gwen auf andere Gedanken zu bringen. Man spürt seine Hilflosigkeit und möchte die beiden beschützen.
Später, wo es Missverständnisse ohne Ende gibt, möchte man jedoch beide nehmen und sie schütteln, bis sie wieder klar denken und sie dazu animieren, doch endlich den Mund aufzumachen und miteinander zu reden. Sie reden zwar viel miteinander, aber das wirklich wichtige trauen sich beide nicht zu offenbaren.

Ein ausgesprochen berührender Roman. 
Ein Roman, der deutlich aufzeigt, dass mit dem Finden eines Spenderorgans und einer erfolgreichen Transplantation noch lange nicht alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind. Das betrifft nicht nur den Organempfänger sondern auch seine Umgebung, Eltern und Familie.
Es ist eine lebensbejahendes Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.   

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen vom Knaur - Verlag)
Als Kind wollte Lily Oliver Tierärztin werden und wurde dafür von ihrer Künstlerfamilie misstrauisch beäugt. Nach dem Studium stellte sie fest, dass sie zwar die Medizin liebte, nicht aber den Alltag in der Praxis. Also suchte sie etwas, bei dem sie ihre chronische Neugier und ihr Bedürfnis, alles auszuprobieren, besser ausleben konnte. So kam sie zum Schreiben, dem perfekten Beruf, weil er genauso gefühlvoll und vielseitig ist wie sie. Ihr Studium verbucht sie als bereichernde Erfahrung, und ihre Familie weiß nun endlich, woran sie ist.





Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 30. August 2016

[Rezension] J. R. Ward - Black Dagger: Bruderkrieg (Band 4)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 304
ISBN: 978-3-453-56510-4
Erscheinungstermin: 5. November 2007 
Format: E-Book
Verlag:
Heyne


Klappentext gem. Heyne:
Rhage, der schönste und tödlichste Krieger der BLACK DAGGER, hat, ohne es zu wollen, große Gefahr über die Bruderschaft gebracht: Die Gesellschaft der Lesser plant seine Vernichtung, und die Jungfrau der Schrift will seinen Verstoß gegen ihre Gebote bestraft sehen – denn Rhage hat sich in eine menschliche Frau verliebt, die todkranke Mary Luce. Obwohl Wrath, der König der Vampire, seinen Bruder beschützen will, muss er sich dem Willen der Jungfrau beugen. Um Mary zu retten, lässt sich Rhage auf ein gefährliches Spiel ein: Nur wenn es ihm gelingt, den entsetzlichen Fluch zu überwinden, der seit einem Jahrhundert auf ihm lastet, hat er eine Chance gegen die übermächtige Bedrohung. Und während er sich seinen Feinden entgegenstellt, muss Mary ihren ganz eigenen Kampf aufnehmen …


Rezension:
Rhage und Mary fühlen sich mehr als nur zueinander hingezogen und kommen sich auch körperlich sehr viel näher, als beide es ursprünglich planten. Rhage ist geradezu besessen, Mary zu "besitzen" und sie zu beschützen, auch vor sich selbst, denn sobald er emotional unausgeglichen oder im Stress ist, übernimmt das Monster die Oberhand in ihm. Hierbei handelt es sich um einen 200-jährigen Fluch, den er von der "Jungfrau der Schrift" erhalten hat, nachdem er diese verstimmt hatte. Das Monster in ihm ist für die Jagd nach Lessern sehr nützlich, doch darf Rhage nie die Beherrschung verlieren, wenn er mit jemanden zusammen ist, denn selbst seine Brüder aus der Black-Dagger-Bruderschaft sind dabei in Gefahr. Ihnen ist es jedoch dank ihrer außergewöhnlichen Körperkräfte möglich, das Monster zu bändigen, doch eine Frau hätte dagegen keine Chance. Bisher war das kein Problem, denn keine Frau ist Rhage bisher emotional so nahe gekommen - doch mit Mary verbindet ihn mehr als bloßes Begehren, diese Frau will er voll und ganz.

Auch Mary fühlt sich mehr als nur zu Rhage hingezogen, doch wie viel Zukunft wird ihre Liebe haben? Dass auf Rhage ein Fluch lastet, stört Mary nicht, denn tatsächlich gelingt es ihr, das Monster in ihm zu bändigen, doch wie fair wäre es, diese Beziehung noch tiefer gehen zu lassen, als die bisherige anfängliche (wenn auch heftige) Verliebtheit? Denn das ärztliche Attest liegt vor - der Krebs ist zurück und er wird sie umbringen, da ihr Körper, von der letzten Behandlung noch geschwächt, nicht mehr in der Lage ist, einen weiteren Behandlungszyklus zu überstehen. Sie will sich in ihr Haus zurückziehen, denn sie will nicht, dass Rhage bei ihr ist, wenn es ihr mit der Zeit immer schlechter gehen wird.

Trotz der schlechten Prognose empfindet Rhage wie zuvor für Mary, wenn nicht sogar stärker, denn er würde alles tun, um sie zu beschützen oder gar zu retten. Tatsächlich wendet er sich sogar an die Jungfrau der Schrift, obwohl seine Chancen, von ihr Hilfe zu erhalten, sehr gering sind, denn Mary ist ein Mensch und es ist den Brüdern untersagt, sich in eine menschliche Frau zu verlieben. Dennoch ist er breit, alles auf sich zu nehmen, um sie zu retten - doch wird die Jungfrau der Schrift ihn überhaupt erhören? Der 200-jährige Fluch, mit dem sie ihn strafte, hat noch immer Wirksamkeit und sie ist auch nicht für ihre Milde bekannt. Derweil schmieden die Lesser einen Plan, um die Bruderschaft anzugreifen und sie endlich zu vernichten ...


Der 4. Band der Black-Dagger-Reihe! Der Plot wurde fesselnd und unterhaltend erarbeitet. Besonders schön fand ich dargestellt, wie dieser wirklich große und starke Vampir förmlich ganz schwach wird, wenn es um diese eine Frau geht, jedoch nur ihr gegenüber, alle anderen, die ihr was tun wollen würden, würde er in der Luft zerreißen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich hier die Figur des Rhage, denn dieser wirklich eindrucksvolle Mann, der eigentlich mit seinem eigenen Monster genug zu tun hat, ist bereit, sich mit allen verfügbaren Mitteln für die Frau seines Herzens einzusetzen, auch wenn es ihm selbst zum Nachteil gereicht. Den Schreibstil empfand ich als spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch herrliche Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Von J. R. Ward bisher gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Die Autorin:
J. R. Ward ist in den USA eine der erfolgreichsten Bestseller-Autorinnen für die Mischung aus Mystery und Romance. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften war sie zunächst im Gesundheitswesen tätig, wo sie unter anderem die Personalabteilung einer der renommiertesten Kliniken des Landes leitete. Ihre "Black Dagger"-Romane haben in kürzester Zeit die internationalen Bestsellerlisten erobert. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Hund lebt J. R. Ward im Süden der USA. (übernommen von Random House)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir gekauft.

[Rezension] J. R. Ward - Black Dagger: Ewige Liebe (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 288
ISBN: 978-3-453-52302-9
Erscheinungstermin: 3. September 2007 
Format: E-Book
Verlag:
Heyne


Klappentext gem. Heyne:
Der Vampirkrieger Rhage ist unter den BLACK DAGGER für seinen ungezügelten Hunger bekannt: Er ist der wildeste Kämpfer – und der leidenschaftlichste Liebhaber. In beidem wird er herausgefordert …


Rezension:
Mary führt ein eher zurückgezogenes Leben. Sie liebt ihren Beruf als Lehrerin, doch außerhalb des Arbeitsalltags hat sie kaum Kontakt zu anderen Menschen. Dies ist sicherlich auch dahingehend begründet, dass sie vor einigen Jahren an Krebs erkrankte und sich dort bereits zurückzog. Diesen Schutzmechanismus hat sie erwogen, um die Menschen, die sie lieben, zu schützen. Sie hat den Krebs besiegt, doch seitdem ist sie allein. Lediglich zu ihrer Nachbarin Bella hat sie ein gutes Verhältnis, auch wenn diese ein ebenso zurückgezogenes Leben zu führen scheint wie Mary selbst.

Ehrenamtlich arbeitet Mary bei einer Nothilfe-Hotline, die Menschen in einer seelischen Krise besteht. Seit einiger Zeit hat sie allerdings einen sehr speziellen "Kunden", denn dieser ruft immer wieder an, spricht aber nicht mir ihr. Tatsächlich handelt es sich bei diesem "Kunden" um einen jungen Mann, der sich aus unerklärlichen Gründen immer Sorgen um das Wohlergehen von Mary macht und er spricht deshalb nicht mit ihr, weil er stumm ist. Eines Abends folgt er ihr nach Haus und die beiden beschließen "offiziell" ihre Bekanntschaft. Der Mann ist tatsächlich nur daran interessiert, dass es ihr gut geht. Zufällig bei diesem Treffen zugegen ist Nachbarin Bella, die in dem jungen Mann sofort erkennt, was er wirklich ist - ein Vampir vor seiner Wandlung. Ihrer Pflicht entsprechend informiert sie die Black Dagger, welche ihn gerne in ihr Trainingsprogramm aufnehmen wollen. Doch John, so der Name des jungen Mannes, will nur gehen, wenn Mary, der er vertraut, ihn begleitet. Eigentlich soll es erst einmal nur um Kampfsport gehen.

Tatsächlich lässt sich die Bruderschaft auf dieses Arrangement ein und Mary trifft auf den überaus gutaussehenden Rhage. Dieser Krieger ist von einer solchen Schönheit, dass er von seinen "Brüdern" auch nur "Hollywood" gerufen wird. Sie ist sofort von dem Mann fasziniert, doch sie versucht, es sich nicht anmerken zu lassen - denn sie ahnt, dass ihre Zeit auf Erden mehr als begrenzt ist. Tief in ihrem Inneren befürchtet sie, dass der Krebs zurückgekommen ist und sie es diesmal nicht schaffen wird. Zwar steht der ärztliche Befund noch aus, doch in sich drinnen weiß sie, dass er wieder da ist und sie umbringen wird. Auch Rhage ist von der jungen Frau vom ersten Augenblick an fasziniert, denn sie unterscheidet sich grundlegend von den bisherigen Frauen in seinem Leben - doch auch er trägt ein Geheimnis in sich ...


Der 3. Band der Black-Dagger-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Leider endet die Geschichte sehr abrupt, denn das englische Original wurde im Deutschen in zwei Teile veröffentlicht. Besonders schön fand ich an dieser Geschichte, dass die beiden Figuren, die sich ineinander verlieben, jeweils ein Geheimnis in sich verbergen, um den anderen zu schützen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders fasziniert hat mich die Figur der Mary, denn diese ist fast als unscheinbar zu beschreiben, in ihrem Inneren jedoch ist sie ein unglaublich starke Persönlichkeit. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch wundervolle Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Von J. R. Ward bisher gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Die Autorin:
J. R. Ward ist in den USA eine der erfolgreichsten Bestseller-Autorinnen für die Mischung aus Mystery und Romance. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften war sie zunächst im Gesundheitswesen tätig, wo sie unter anderem die Personalabteilung einer der renommiertesten Kliniken des Landes leitete. Ihre "Black Dagger"-Romane haben in kürzester Zeit die internationalen Bestsellerlisten erobert. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Hund lebt J. R. Ward im Süden der USA. (übernommen von Random House)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir gekauft.

Montag, 29. August 2016

[Rezension] Rike Stienen - Liebe ist kriminell




Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 184 Seiten
Verlag: Independently published (9. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1519008775
ISBN-13: 978-1519008770
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,2 x 20,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Das Leben der Rosenheimer Anwältin Hanna Held gerät durch den plötzlichen Tod einer Mandantin aus den Fugen. Während Hannas Lebensgefährte Tim als Staatsanwalt die Akte schließt, glaubt Adele, die Haushälterin der Verstorbenen, nicht an einen Unfall und bittet Hanna um Hilfe. Die Anwältin stößt schon bald auf wohl gehütete Familiengeheimnisse und den smarten Gleitschirmflieger Sepp. Dadurch riskiert sie nicht nur ihre Beziehung zu Tim, sondern begibt sich selbst in Lebensgefahr.

Zum Buch:
Tim und Hanna sind seit vielen Jahren ein Paar. Sie sind Juristen, er bei der Staatsanwaltschaft, sie in einer Kanzlei.
Als Tim zu einem Todesfall gerufen wird, dieser als Unfall deklariert und die Akte sehr schnell geschlossen wird, ist es mit dem Frieden zwischen den beiden vorbei.
Bei der Toten handelte es sich um Petra Kuhn, einer Unternehmerin, die eine Kundin von Hanna war, da diese sich von ihrem Mann scheiden lassen wollte. Gerade in dem Moment, wo sie Hanna die Unterlagen vorbeibringen wollte, kommt sie zu Tode, wie passend.
Für Hanna sieht das mehr als zufällig aus und sie unterstellt Tim, dass die Akte ohne genauere Recherchen zu schnell geschlossen wurde.
Der Streit ist so heftig, dass Tim vorübergehend zu seinen Eltern zieht.
Hanna kann das nicht nachvollziehen, lässt aber nicht locker an ihren Bemühungen, dem Täter auf die Spur zu kommen und begibt sich damit selbst in Lebensgefahr...

Die Autorin Rike Stienen lässt ihre Story in Rosenheim und Umgebung spielen. Sie kennt sich dort aus, wohnt dort und kann das auch dem Leser anschaulich wiedergeben. Genau wie die Protagonisten Tim und Hanna ist sie ausgebildete Juristin und weiß von daher auch, wovon sie schreibt.

Als sich Tim und Hanna streiten und nachfolgend trennen, ist Hanna mit der Suche nach dem Mörder fast auf sich gestellt. Aber es gibt auch Personen, die den natürlichen Tod von Petra Kuhn ebenso für abwegig halten wie sie selbst und sie unterstützen.
Auch ihren Vater, einen pensionierten Polizeikommissar, spannt sie gemeinsam mit seinen Beziehungen ein.

Es ist eine spannende Geschichte, in der es nicht nur um den Mordfall Petra Kuhn geht, sondern auch um die Beziehung zwischen Tim und Hanna. Die beiden Hauptthemen halten sich die Waage, so dass man es weder nur als Krimi noch als Liebesroman sehen kann.

Lange Zeit rätselt man gemeinsam mit Hanna und stellt Hypothesen auf, wer denn für den Tod der Unternehmerin verantwortlich sein könnte. Verdächtige gibt es ein paar, die von allen Seiten beleuchtet werden. Ich hatte recht bald einen Verdacht und fühlte mich letztendlich damit auch bestätigt.

Interessant war auch zu beobachten, wie die Beziehung von Tim und Hanna sich entwickeln wird und ob es für sie überhaupt eine Zukunft geben wird.
Hanna hat sich nicht verkrochen und Unternehmungen allein absolviert, die sie sich mit Tim vorgenommen hatte. Dabei lernt sie den attraktiven Segelfluglehrer Sepp kennen.

Mehr möchte ich nicht verraten, schließlich wollte ich auf das Buch neugierig machen.
Die Geschichte bleibt immer in Bewegung, Langeweile tritt nicht auf. Im Gegenteil, man hat das Gefühl, man kann gar nicht aufhören, weil man endlich wissen, wer a) der Mörder ist und b) ob sich Tim und Hanna zusammenraufen.

Es bleibt spannend, bis zum Schluss. 

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von Amazon:
Rike Stienen war einige Jahre als Rechtsanwältin und Mediatorin tätig, bevor sie sich ihren Traum erfüllte, eine Ausbildung zur Drehbuchautorin zu absolvieren. Seitdem entwickelt sie Stoffe für diverse Filmproduktionen, am liebsten romantische Komödien, die im Alpenvorland oder vor exotischer Kulisse spielen. Dabei ist es ihr wichtig, zwischenmenschliche Konflikte auf humorvolle Weise zu lösen. Mittlerweile sind zusätzlich einige Kurzgeschichten und Liebesromane veröffentlicht worden. Die Autorin lebt und arbeitet in der Nähe des Chiemsees und gehört verschiedenen Autorenverbänden an. Für den Delia-Literaturpreis 2015 war die Autorin als Jurymitglied tätig.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Rike Stienen bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung stellte.

Von Rike Stienen wurden gelesen und rezensiert:
      


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt 

[Rezension] Julia Drosten - Die Elefantenhüterin



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1370 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 375 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01K3A2WVQ

Inhalt gem. Amazon:
Stell dir vor, du musst jemand sein, der du nicht bist
Ceylon im Jahr 1803, in der Königsstadt Kandy: Phera wird als Tochter des Gajenayke Nilami geboren, des obersten Hüters der königlichen Elefanten. Doch ihr Vater Jeeva braucht einen Sohn als Erben für sein hohes Amt bei Hof. Er und seine Frau Anshu entscheiden, Phera wie einen Jungen aufzuziehen und stürzen ihre Tochter damit in einen tiefen Zwiespalt. Doch Phera ist stark und kämpft für ihre Träume und ihre Freiheit. Halt findet sie dabei in der großen Zuneigung zu ihrer Elefantenkuh Siddhi.
Als die Briten Kandy erobern, verliert Jeeva Macht und Titel. Er schließt sich Rebellen an und die Familie flieht in die Berge. Als das Versteck von den Briten aufgespürt wird, kommt es zu einem schrecklichen Blutbad, das Phera für immer verändert.
Jahre später, inzwischen zur jungen Frau herangewachsen, ist sie immer noch von dem Gedanken an Rache besessen. Fast gegen ihren Willen verliebt sie sich in den britischen Regimentsarzt Henry Odell, dessen Bruder Charles das Massaker in ihrem Zufluchtsort zu verantworten hatte.
Wird sie es schaffen, den Hass gegen ihren Todfeind Charles aufzugeben und sich für die Liebe zu seinem Bruder zu entscheiden?

Zum Buch:
Anshu und Jeeva erwarten ihr drittes Kind. Nachdem sie schon zwei Töchter haben, soll es nun endlich ein Junge werden. Jeeva, der einen hohen Posten bei Hofe hat, er betreut die königlichen Elefanten, braucht einen männlichen Erben. So sind die Erwartungen recht hoch und der Geburt wird entgegengefiebert.
Aber das 3. Kind ist zum Leidwesen von Anshu wieder ein Mädchen, aber ihrem Mann verschweigt sie dies zunächst und lässt ihn in dem Glauben, dass es ein Junge ist. Jeeva ist überglücklich und gibt überall kund, dass der erwartete Stammhalter endlich da ist. 
Am selben Tage wurde einem königlichen Elefanten ebenfalls ein Kalb geboren, dem der Name Siddhi gegeben wird.
Als Jeeva dahinter kommt, dass er keinen Jungen, sondern ein Mädchen bekommen hat, ist es zu spät. Zu weit verbreitet ist die Nachricht von einem Sohn, selbst der König wurde mit der Nachricht getäuscht.
Das Kind erhält von einem Weisen den Namen Phera, das sowohl ein Frauen- wie auch ein Männername ist. Die Eltern atmen darüber aus.

Phera wird nunmehr als Sohn erzogen, selbst die Kleidung entspricht dem eines Jungen. Sie kennt es nicht anders und kommt damit gut klar, zumal sie sich als Mann / Junge freier bewegen kann als die Mädchen.
Zu ihrer Geburt wurde ihr vom König der Elefant Siddhi geschenkt und die beiden sind ein Herz und eine Seele, gleich alt und Seelenverwandte.

12 Jahre lang lebt Phera als Junge und niemand, bis auf die wenigen Eingeweihten, ahnt etwas.
Eines Tages jedoch stürzt ihre Welt ein. Die Engländer erobern Kandy. Der König flieht und Jeeva steht plötzlich ohne Arbeit da.
Sie verlassen ihr Heim und fliehen in den Dschungel. Dort sind sie lange isoliert und versuchen die Briten aus dem Untergrund zu bekämpfen.
Aber auch dort werden sie von den Briten gefunden und es geschieht ein furchtbares und grausames Massaker. Phera konnte sich noch rechtzeitig verstecken, der Rest ihrer Familie hatte nicht soviel Glück.
Phera sinnt auf Rache, aber wird ihr diese vergönnt sein? ...

Die Geschichte spielt in Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, im Jahr 1803. Der Ort der Handlung ist die Königsstadt Kandy.

Das Autorenpaar Julia Drosten lässt ihren Roman in der geschichtsträchtigen Zeit der britischen Eroberer spielen. 
Die Briten kommen und einverleiben sich alles, was noch nicht der englischen Krone gehört. So war es eine Frage der Zeit, dass sie ihr Augenmerk auf Ceylon warfen. Mit einer verheerenden Blutspur machen sie sich alles untertan, ohne Rücksicht auf Verluste.
Als sie in Kandy eintreffen und später das versteckte Dorf aufsuchen, erfahren auch die Leser, auf welch grausame Weise sie ihr Werk vollbringen.

Unter den Eroberern gehören auch die Brüder Charles und Henry Odell, die gegensätzlicher nicht sein konnten. Charles Odell ist der Teufel in Person, er kennt keine Gnade, weder von Frauen noch von Kindern. Frauen sind zum vergewaltigen da und er nimmt sich, was er bekommen kann.
Als er das Dorf im großen Maßstab fast ausradiert, hinterlässt er viele, die ihm Rache schworen, so auch Phera.
Henry Odell ist Regimentsarzt und so gar nicht einverstanden mit den Handlungen seines Bruders, wie er die Eroberung angeht, aber er als der jüngere der Brüder hat er keine Macht über ihn. Charles ist außer Kontrolle geraten.

Was für eine Story, war mein erster Gedanke, als ich das Buch zugeklappt habe. Das Autorenpaar Julia Drosten entführt den Leser in eine exotische und mir fremde Welt, die so schön hätte sein könnte, gäbe es da nicht die britischen Eroberer. 
Sie zeichnen eine Welt, die von Macht und der Gier nach Reichtum gekennzeichnet ist. Dafür wird über Leichen gegangen und das im wahrsten Sinne des Wortes. 
Sie zeigen aber auch die Schönheiten von Ceylon, die Liebe zur Natur und zum Brauchtum der Alten. Das alles ist beschützenswert und doch wurde aus Gier vieles zunichte gemacht.

Die Protagonistin Phera ist eine junge und tapfere junge Frau, die man ins Herz schließen muss. Sie liebt ihre Familie und ihre Elefantenkuh Siddhi über alles und steht auch für diese ein. Sie ist ein Mensch, den man einfach mögen muss.

Dem Autorenpaar ist es locker gelungen, mich ans Buch zu fesseln, kaum habe ich es begonnen. Die Geschichte um Phera und ihren Elefanten lässt einen nicht zur Ruhe kommen, man muss das Buch durchlesen und nach Möglichkeit, so schnell wie möglich.

Sehr gut haben die Autoren das Problem gelöst, vorab ein paar interessante Informationen und Details dem Leser zu übermitteln. Vor jedem Kapitel findet man diese mit einem Link zum nachlesen oder der eigenen Recherche.

Das Buch ist spannend geschrieben und es macht Spaß, Phera auf all ihren Wegen zu begleiten. Die geschichtlichen Belange sind sehr gut recherchiert worden, so dass die Geschichte auch dem Leser glaubwürdig erscheint.

Mit dem Buch hält man eine Geschichte in Händen, in der es nicht nur um Machtkämpfe und unglaubliche Gier geht, sondern auch um Liebe, Hoffnung und Vertrauen.

Diese Geschichte empfehle ich sehr gern weiter. 

Bewertung:


Zum Autorenpaar (übernommen vom Amazon)
Das Autorenpaar Horst und Julia Drosten lebt im schönen grünen Münsterland und hatte schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht den beiden die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker, sahen einem Landschlachter über die Schulter oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen.







Von Julia Drosten wurde gelesen und rezensiert:
 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Autorenpaar

Julia Drosten 

bedanken, das mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 28. August 2016

[Rezension] Britta Orlowski - St. Elwine 04: Erdbeerpunsch




Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3094 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 488 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verlag: Bookshouse (8. Juli 2016)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01HDF988Y

Inhalt gem. Amazon:
Eine Stippvisite in St. Elwine … Es gibt einen triftigen Grund, der Tally in ihr Immer-mal-wieder-Zuhause nach St. Elwine führt. Nichts ist in dem beschaulichen Küstenort wie erwartet und ihr läuft ein ungehobelter Fremder über den Weg. Sofort findet Tally ihn verdächtig, denn sie arbeitet für Maureenas, eine Organisation, die Frauen auf der Flucht vor ihren gewalttätigen Ehemännern hilft. Ihre Recherche ergibt: Es handelt sich um den Tänzer Louis Bowlder. Diese Neuigkeit erklärt, warum Bowlder elegant über den Boden zu schweben scheint. Er trägt einen Dreitagebart, der mit einem vierten Tag zu liebäugeln scheint und sein dunkles Haar zu einem Männer-Dutt geschlungen. Unter anderen Umständen hätte sie zugegeben, dass er eine Augenweide ist. Leider ist er ebenso gut aussehend wie arrogant. Bei all der Aufregung kommt ihr ein Glas Erdbeerpunsch gerade recht. Mit einem Gastauftritt von Trish Prescott aus der beliebten Lake Anna-Reihe von Joanne St. Lucas.

Zum Buch:

Masha ist mit ihrer kleinen Tochter vor ihrem gewaltätigen Ehemann geflüchtet. Sie hat sich an eine Agentur gewandt, die Frauen oder auch Männern in diesen Fällen hilft, zum Beispiel unterzutauchen.

Ihre ihr zugeteilte Ansprechpartnerin ist Tally, die die beiden kurzerhand nach St. Elwine, ihrem Heimatort, bringt. Dort gelingt es ihr, sie vorerst in einer Pension unterzubringen, obwohl dort augenscheinlich renoviert wird.

Ebenfalls in der Pension wohnt der Tänzer Louis Bowlder, der bereits bei der ersten Begegnung mit den beiden Frauen mürrisch und überheblich erscheint. Dieser will gemeinsam mit dem Rockstar Terry ein Rockmärchen auf die Bühne bringen, wobei er den Part des Choreografen inne hat. Aber ihn führte auch ein anderes Anliegen nach St. Elwine.

Tally will die Zeit in St. Elwine derweil mit Arbeit überbrücken und hilft ihrer Freundin Monica in deren Buchhandlung, während Masha Arbeit in dem Laden von Tallys Mutter findet. Masha ist anfänglich unsicher, hat sie doch seinerzeit nichts anderes gelernt, als nur zu modeln. Gelernt hatte sie nie irgendwas, zumindest nichts, was sie jetzt nutzen könnte. Und sie hat Angst, die sie sich immer umschauen lässt, denn sie weiß, dass ihr Mann sie bis zum äußersten suchen wird und nicht eher ruhen wird, bis er sie gefunden hat…

3,5 Jahre ist es jetzt her, dass ich das kleine Städtchen St. Elwine betreten hatte. Eine sehr lange Zeit. Umso größer war die Freude, jetzt endlich den 4. Band der St. Elwine-Reihe in den Händen zu halten.

Die Hauptprotagonistin ist Tally, eine junge taffe Frau, die in der Organisation „Maureenas“ anderen Frauen hilft, die häuslicher Gewalt unterworfen sind. Sie macht ihre Sache gut, so dass sie für diesen speziellen Fall von ihrer Chefin beauftragt wird.
Sie macht diese Arbeit gern, weiß sie doch, dass sie helfen kann, auch wenn nicht immer alle ihre Fälle positiv enden. Aber sie ist sich auch bewusst, dass die ihr auferlegten Fälle an ihrer Substanz nagen, sie lässt diese zu nah an sich heran.

Nicht nur die Fälle, die sie betreut, sondern auch ihre eigenen Reinfälle mit Männern lassen sie nicht besonders gut auf Männer sprechen.

Als sie auf Louis Bowlder trifft, hält sie ihn für einen Kotzbrocken. Aber er hat auch etwas ernstes, trauriges an sich, das sie dazu bringt, doch hinter die Fassade zu blicken.

Die Geschichte bietet dem Leser die Möglichkeit, diese aus verschiedenen Perspektiven zu erleben, so ist man immer hautnah dabei, weiß um die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Protagonisten.
Die Autorin Britta Orlowski hat sich für ihr Buch schwere Themen ausgesucht, die sie mit in das Buch eingebracht hat. Krankheit, in diesem Fall eine spezielle Art von Alzheimer, häusliche Gewalt und ein wenig Einblick in die Welt eines Autoren mit dem Thema Selfpublishing. Aber es wäre keine Geschichte in St. Elwine, wenn sie nicht auch die Liebe mit integriert hätte.

Viele alte Bekannte aus den Vorgängerbänden sind ebenfalls mit dabei. Es fällt einem absolut nicht schwer, wieder Zugang zu dem kleinen Städtchen zu finden, auch wenn soviel Zeit vergangen ist. Einige Details aus der Vorgängern werden angerissen, so dass man schnell wieder auf dem Laufenden ist und das mit dem schon gelesenen in Einklang bringen kann.
Ich für meinen Teil hatte damit zumindest keine Probleme.

Vermisst habe ich jedoch die Konfrontation zwischen Masha und ihrem Mann. Ich möchte jetzt an dieser Stelle nicht zuviel verraten, aber die "Auflösung" dieses Problems erschien mir als zu einfach. Da habe ich noch ein wenig mehr erwartet.

Es war wieder sehr schön, nach St. Elwine zu gehen und lieb gewonnene Protagonisten zu treffen.
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer leicht lesbar und ausgesprochen unterhaltend. Man oder Frau mag das Buch gar nicht aus der Hand legen, so gefesselt ist man, weil man einfach wissen, wie es weitergeht bzw. wie es denn enden wird.
Ich habe mich dort wohl gefühtl und würde mich auf ein weiteres Wiederlesen sehr freuen.

Ein Buch, da ich sehr gern weiterempfehle.

Reiheninfo:
St. Elwine 01: Rückkehr nach St. Elwine
St. Elwine 02: Pampelmusenduft
St. Elwine 03: Zitronentagetes
St. Elwine 04: Erdbeerpunsch

Bewertung:




Zur Autorin:
(Text übernommen von Bookshouse)


Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei.
So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik. 
Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren.
Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“.
Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie, mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich nun ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Von Britta Orlowski wurden gelesen und rezensiert:
    

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Lesung] Premierenlesung: Britta Orlowski liest aus "Erdbeerpunsch"


Freitag Nachmittag.
Wer denkt, dass das Lesende Katzenpersonal nach einem kurzen Arbeitstag nach Hause geht, um Wochenendeinkäufe zu erledigen oder die Beine hochzulegen, der irrt zumindest für diesen Freitag gewaltig.
Es stand nämlich eine Lesung an, aber nicht in Berlin, sondern in Milow, fast 2 Autostunden von Berlin entfernt. Also gab es nur ein kurzes Verschnaufen zu Hause. Christiane vom Blog Buchjunkies trudelte bei Kleeblatt ein, Kerry wurde eingesammelt und schon befanden wir uns auf den Weg nach Milow. Was waren wir froh, dass Kleeblatt ein Auto mit Klimaanlage hat, so dass wir nicht auch noch im Auto schwitzen mussten, denn Außentemperatur war mal eben 34°C.

Die Fahrt verlief gut, keinerlei Probleme auf der Straße, das Navi arbeitete ebenfalls zuverlässig, so dass wir 1 h vor Lesungstermin vor Ort eintrafen.

Wurde schon erwähnt, wer lesen sollte? Nein?
Niemand anders als Britta Orlowski stellte ihren 4. und letzten Band aus der St. Elwine-Reihe "Erdbeerpunsch" vor. Die Premierenlesung wurde groß aufgezogen, mit Band im Anschluss, so dass es keine Frage war, ob wir anreisen oder nicht. Zumal Kleeblatt die Teile 1 - 3 verschlungen hatte und sie sowieso schon sehr gespannt auf Band 4 gewartet hat.


Die Autorin war schon vor Ort und die letzten Handgriffe für die anstehende Lesung wurden gemacht.
Wir haben uns derweilen schon mal ein Plätzchen gesucht, von wo aus wir die Lesung verfolgen wollten und nahmen eine Kleinigkeit zu uns. Da es auch Irish Stew im Angebot gab, war es für Kleeblatt keine Frage, was sie essen wollte. Passend zum Abend gab es auch Erdbeerpunsch zu trinken, den wir leider versäumt haben, zu fotografieren.

Pünktlich wie die sprichwörtlichen Maurer fing Britta mit ihrer Lesung an.
Sie las uns nach dem Prolog ein paar Abschnitte aus dem Buch vor. So konnten wir die einzelnen Protagonisten schon einmal kennenlernen, hauptsächlich Tally, die Hauptperson im Buch.

Zwischen den einzelnen Lesungsabschnitten durften wir der Band "String Tales" lauschen, die die musikalische Untermalung des Abends bestritt. Eine Irish Folk Band, wofür sich Christiane und Kleeblatt total begeistern konnten, Kerry leider so gar nicht.

 
Britta Orlowski, lesend

  
String Tales

Britta Orlowski signierte ihre Bücher, die man auch vor Ort kaufen konnte und lief im Anschluss durch die Reihen, die es unser Frl. Maunz ermöglichte, mit ihr abgelichtet zu werden.

Links Frl. Maunz, rechts Britta Orlowski, im Hintergrund Christiane

Brittas Büchertisch

Aber der Abend war noch lange nicht zu Ende, denn nun hieß es, der Band String Tales zu lauschen. Die haben ordentlich abgerockt und für die, die Irish Folk mögen, war es ein Erlebnis.

Hier mal eine kleine Kostprobe mit Whiskey in the Jar. Leider ist die Qualität der Aufnahme alles andere als zufriedenstellend, also seht da bitte drüber weg :-)


Die Stimmung war enorm und obwohl sich inzwischen viele schon getrollt hatten, gab es noch reichlich Zuhörer, die dafür umso begeisterter waren.
Natürlich hat sich Kleeblatt dann auch noch ihre CD gekauft und diese signieren lassn.


 

Natürlich konnte Britta uns nicht ohne das Rezept für ihren Erdbeerpunsch ziehen lassen, so dass wir ihn uns zu Hause selbst zusammenrühren können.

  

Es war ein durch und durch gelungener Abend, zumindest sah Kleeblatt das so. Kerry, die so gar nichts dem Irish Folk abgewinnen kann, knirschte ein wenig mit den Zähnen, aber mitgefangen, mitgehangen :-)

Wir hatten viel Spaß in einer entspannten Atmosphäre. Ein bisschen sehr warm es und Kleeblatt diente diversen Mücken als Appetithäppchen, aber ansonsten gab es nichts zu Beanstanden.
Die Rückfahrt verlief ebenfalls ereignislos, so dass wir früh beizeiten ins Bett plumpsen konnten.

Unser Dank geht an Britta Orlowski, die mit ihren Helferlein alles super organisiert hatte.
Es war ein wunderbarer Abend, der uns sehr gut gefallen hatte.