Sonntag, 24. September 2017

[Neuzugänge] der 38. KW 2017



Keine Woche ohne Neuzugänge. Auch diese Woche kamen neue Bücher ins Haus.
Ihr wollt wissen, welche?

Meine Neuzugänge der letzten Woche:

Kleeblatts Neuzugänge:
Parot, Jean-François - Commissaire Le Floch & das Geheimnis der Weißmäntel 
Riley, Lucinda - Der verbotene Liebesbrief  

 


Kennt schon jemand eins der Bücher und kann mir sagen, wie es gefallen hat?

Kleeblatt 

Samstag, 23. September 2017

[Rezension] Stina Lund - Preiselbeertage



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (22. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499291444
ISBN-13: 978-3499291449
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 2,5 x 21 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Schweden: Das ist für Ariane das Land ihrer Kindheit, das Land mit dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See, das Land der Preiselbeeren. Aber auch das Land, in dem sie nie wirklich zu Hause war, anders als ihre pragmatische Mutter und die lebensfrohe Schwester Jolante.
Seit Jahren war Ariane nicht mehr in Schweden. Gleich nach der Schule ist sie nach Deutschland ausgewandert, die ursprüngliche Heimat ihrer Eltern. Die waren nach der Wende aus der DDR nach Småland gezogen und sprachen nur selten von ihrem alten Leben.
Dann bekommt Ariane die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres Vaters - und von einem Manuskript, das er ihr vererbt hat. Doch das scheint spurlos verschwunden. Gegen jede Vernunft geht Ariane zurück nach Schweden und hofft, dort endlich herauszufinden, wohin ihr Herz gehört.

Zum Buch:
Ariane und Jolante sind Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können.
Während Ariane in Leipzig, dem Geburtsort ihrer Eltern, wohnt, lebt Jolante genau wie ihre Eltern in Schweden.
Als ihr Vater plötzlich stirbt, macht sich Ariane nach langer Zeit wieder auf den Weg nach Schweden, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Zu ihrer Mutter hat sie ein angespanntes Verhältnis, sie fühlt sich von ihr abgewiesen und ungeliebt, kann das aber nicht wirklich in Worte fassen.
Laut Testament des Vaters erben Ariane und Jolante ein Manuskript, das Jörg, ihr Vater, geschrieben hat. Auf Nachfrage jedoch behauptet ihre Mutter, dass es dieses Manuskript nicht gibt. Es bleibt unauffindbar, trotz intensiver Suche.
Aber nicht nur Ariane ist interessiert an dem Manuskript, es gibt auch andere Interessenten, wie Thomas Freund, ein Verleger.
Nach seiner Aussage hat Jörg ihm das Manuskript bereits angeboten, eine Art Autobiographie, die den Zeitraum von 1986 bis zur Wende umfasst. Ein Werk, das ein neues Licht auf die ehemalige DDR werfen könnte.
Ariane macht sich gezielt auf die Suche nach dem Manuskript, versucht Informationen von ihrer Mutter oder auch ihren Großeltern zu bekommen, aber sie stößt immer auf eine Mauer des Schweigens...

Während Ariane versucht, in Schweden wieder Fuß zu fassen und das Manuskript zu finden, wird sie sich auch einiger Erinnerungslücken in ihrem eigenen Leben bewusst. Sie sucht Antworten und stolpert über die nächste Frage. Wer ist denn z.B. dieser Viggo, mit dem sich ihr Vater sehr gut verstanden haben soll? Ist er ein Freund von Jolante? Sie wird nicht recht schlau aus allem.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen. Der Strang in der Gegenwart lässt den Leser Ariane auf der Suche nach dem Manuskript begleiten. Sie hat viele Fragen, die sie stellt, aber die wenigstens werden ihr beantwortet. Ariane ist gefrustet.
Der zweite Zeitstrang umfasst die Jahre 1986 bis zur Wende und spiegelt damit genau die Geschehnisse wieder, die im Manuskript Eingang finden.
Sie erzählen die Geschichte von Ina und Jörg, die das große Glück hatten, als DDR-Bürger mit einem Chor einmal ins kapitalistische Ausland reisen zu dürfen, das Ziel war Schweden.
Ina, die zu dieser Zeit schon Mutter einer kleinen Tochter war, ließ diese bei ihren Eltern in Leipzig zurück, nicht wissend, dass eine lange Zeit vergehen würde, bis sie diese wiedersehen würde. 
Jörg und Ina haben in Schweden einen Verkehrsunfall und keine Möglichkeit, mit dem Chor wieder nach Hause zu reisen. Ihr Leben nimmt von diesem Tage an eine völlig andere Richtung.

Beim Lesen des Buches fühlte ich mich zurückversetzt in eine Zeit, an die ich mich selbst noch gut erinnern konnte. Viele der beschriebenen Ereignisse brachten die Erinnerung zurück an ein Regime, in dem die Bürger nicht ins kapitalistische Ausland reisen durften. Nur Auserwählten war es gestattet. 
Kam einer der Reisenden nicht zurück, aus welchen Gründen auch immer, gab es klare Richtlinien, wie zum Beispiel mit Angehörigen verfahren wurde. Nicht selten wurden zurückgelassene Kinder in Heime gesteckt oder es fanden Zwangsadoptionen statt, Arbeitsplatzverluste bzw. Degradierungen waren die Folge.
Der Autorin Stina Lund gelingt es mit diesem Buch hervorragend, diese vergangenen Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Ängste und Sorgen, die Verzweiflung der Menschen sind spürbar und nachvollziehbar.
Diese vergangenen Zeiten brachten ganze Familien auseinander, ließen sie vergessen, dass sie einmal eine Familie waren und Misstrauen zwischen ihnen aufbauen. Man vergaß miteinander zu reden und Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.

Stina Lund zeigt mit ihrem Buch, wie schwer und grausam so ein Leben sein konnte.
Es zeigt aber auch, wie schwer man mit einer Lüge leben kann, welche Geheimnisse abgebaut werden müssen, um die volle Wahrheit zu erkennen.
Es gab Stellen in dem Buch, bei denen mir die Tränen in den Augen standen, ich war betroffen.
Die Protagonisten konnten mich alle überzeugen, wenn ich auch den ein oder anderen nicht ganz nachvollziehen konnte. Mein größtes Mitgefühl hatte Ina, die ich am liebsten in den Arm genommen hätte, denn sie hatte am meisten zu verlieren.

Ein unglaublich berührendes Buch, das mich noch lange beschäftigt hat. Auch hat es mich wieder ein wenig an die Vergangenheit erinnert, die ich selbst so erlebt habe, die man aber nie vergessen sollte.
Für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.


Bewertung:



Zum Autor: (Text übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Stina Lund wurde 1970 als Tochter einer deutschen Mutter und eines schwedischen Vaters in Vimmerby geboren. Sie wuchs in der Kleinstadt in Småland auf und verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit in der Buchhandlung der Eltern. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Buchbinderlehre und studierte anschließend Buchwissenschaften. Danach arbeitete sie als freiberufliche Restauratorin. Nach der Geburt ihrer Zwillinge gab sie diese Tätigkeit auf und widmete sich dem Schreiben. Heute lebt Stina Lund mit Mann, Kindern und Hund in der Nähe von Münster. 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 19. September 2017

[Kinderbuch-Rezension] Kerstin Sonntag - Eine Samtpfote für Paul?








Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 42 Seiten
Verlag: Verlagshaus el Gato; Auflage: 1., erste (1. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3946049168
ISBN-13: 978-3946049166
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 10 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 16,7 x 1,5 x 19,8 cm

Inhalt gem. el gato:
Paul langweilt sich!
Er hat keine Geschwister und wünscht sich zum Geburtstag einen kleinen tierischen Freund zum Liebhaben und Spielen. Leider finden Mama und Papa, dass so ein Haustier viel zu viel Arbeit macht und Verantwortung bedeutet. Als Paul unverhofft ein Kätzchen zuläuft, nimmt er es dennoch mit nach Hause und gibt ihm einen Namen: Peterle.
Vielleicht darf er Peterle sogar behalten, wenn sich der Besitzer nicht meldet?
Paul verspricht Mama und Papa, sich gut um Peterle zu kümmern. Das ist gar nicht so leicht, und schließlich vergisst er sogar, Peterle zu füttern.
Oh nein! Bestimmt muss Paul Peterle nun wieder hergeben.

Zum Buch:
Als Paul zu seinem 8. Geburtstag nicht die gewünschte Katze oder den Hund bekommt, ist er traurig und enttäuscht. Wie sehr hatte er sich einen kleinen Gefährten gewünscht, damit er nicht mehr so allein ist, wenn seine Eltern zur Arbeit sind. Niemand versteht ihn, seine Eltern nicht und seine Oma auch nicht.
Sie zählen ihm auf, wie viel Verantwortung man für so ein Lebewesen hat und dass man für es sorgen und seine eigenen Belange das ein oder andere Mal hintenan stellen muss.
Trotz dem ihm das alles klar ist und er auch dazu bereit ist, haben sie ihm seinen größten Wunsch nicht erfüllt. Man vertröstet ihn, vielleicht kommt ein Tier ins Haus, wenn er älter ist.
Am nächsten Morgen wird er von einem lauten, aber energischen "Mau" geweckt. Was ist das denn, denkt Paul und entdeckt eine kleine rotbraune Katze. Sie ist mager und scheint zu niemandem zu gehören. Paul möchte sie so gern mitnehmen und für das Kätzchen sorgen. 
Pauls Eltern erlauben ihm, für das Kätzchen so lange zu sorgen, bis sich die Besitzer melden. Paul ist überglücklich und will gut fürs Peterle, wie er den kleinen Kater genannt hat, sorgen.
Aber dann passiert es, er vergisst das kleine Peterle zu füttern...

Ein wunderschönes Kinderbuch hat hier die Autorin Kerstin Sonntag vorgelegt. 
Das Buch für sich allein ist schon sehenswert. Es wurde mit wirklich bezaubernden Illustrationen versehen, bei dem es einfach nur Spaß macht, das Buch in die Hand zu nehmen und in ihm zu blättern. Aus jedem Bild spricht die Liebe zum Tier. Selbst wenn man nur die Bilder hätte, könnte man damit eine Geschichte erzählen. 
Das Buch besitzt ein Lesebändchen, was das Gesamtbild noch ein wenig veredelt.
Die Schrift ist kindgerecht ausgewählt. Von der Größe her so, dass sie auch ein Erstklässler mühelos lesen kann. Mit seinen ca. 50 Seiten ist es auch einem Kind möglich, das Buch selbständig lesen zu können, ohne dabei zu ermüden, zumal es auch mit vielen Aquarellen versehen ist.

Das Buch erzählt die Geschichte von Paul, der sich nichts sehnlicher wünscht, als einen Hund oder eine kleine Katze, aber seine Eltern wollen ihm den Wunsch nicht erfüllen.
Durch einen zugelaufenen Kater, der sich partout diese Familie als sein Zuhause ausgesucht hat, erhält Paul seine Chance zu zeigen, dass er in der Lage ist, für ein anderes Lebewesen zu sorgen, Verantwortung zu zeigen.
Er merkt, dass es nicht reicht, wenn man nur mit der Katze spielt, man muss auch für alle ihre Belange sorgen, egal ob es das Fressen ist oder die Sauberkeit auf dem Katzenklo. 

Mir persönlich gefällt an der Geschichte, dass ein Tier nicht auf dem Gabentisch gelandet ist. Dort haben sie absolut nichts zu suchen. Wie oft erlebt man, dass lebende Geschenke schneller entsorgt werden, als man das Wort Ferien aussprechen kann. Sehr gute Lösung der Autorin, den kleinen Kater herumstrolchen zu lassen und nach einem Zuhause Ausschau zu halten.

Ich habe mir das Buch mit meiner 5-jährigen Enkelin angeschaut und ihr vorgelesen und konnte gemeinsam sehen, wie sie sich über die Geschichte gefreut hat. Angeschaut hat sie sich das Buch gefühlte 500x. 

Mit dem Buch hat man nicht nur eine wunderschöne Geschichte zum vorlesen und selbst lesen in der Hand, sondern auch ein wunderschönes Bilderbuch.
Wir lieben dieses Buch und empfehlen es sehr gern weiter.


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Amazon)
Kerstin Sonntag entdeckte ihre Leidenschaft für Bücher in dem Moment, als sie lesen lernte. Es gab für sie nichts Schöneres, als ihre Nase in ein Buch zu stecken und in eine Fantasiewelt einzutauchen. Später studierte sie Germanistik und Anglistik in Mannheim und fing selbst mit dem Schreiben an. Seit 2012 verzaubert sie unter dem Pseudonym Kate Sunday ihre Leser mit gefühlvollen, romantischen Liebesgeschichten.
Als Kate Lynn Mason schreibt sie prickelnd-erotische, sexy Romance sowie New Adult.
Geboren in Köln und aufgewachsen in Süddeutschland, arbeitet und lebt die Autorin heute mit ihrer Familie an der Bergstraße. Sie ist Mitglied bei DELIA, der Vereinigung deutschsprachiger Liebesroman-Autoren und -Autorinnen.


Von Kerstin Sonntag / Kate Sunday wurden gelesen  und rezensiert:












An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 18. September 2017

[Kinderbuch-Rezension] Dorothea Flechsig - Petronella Glückschuh - Tierfreundschaftsgeschichten



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Glückschuh-Verlag; Auflage: 1., mit Lesebändchen und 30 farbigen Zeichnungen von Katrin Inzinger (13. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943030504
ISBN-13: 978-3943030501
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 9 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 13 x 1,7 x 20 cm

Inhalt gem. Amazon:
Noch mehr Abenteuer mit Tieren! Petronellas Heldentaten bringen sie in schwierige Situationen! Es ist gar nicht so leicht, Stallhasen zu retten, Waschbären zu erziehen, Eichhörnchen zu zähmen und den Eltern klar zu machen, dass ein wahrer Tierfreund oft viel riskieren muss.
Wieder macht Petronella macht Kinderträume wahr: Sie fragt nicht erst, bevor sie etwas tut und lässt sich nichts vorschreiben, ihre Erfahrungen macht Petronella alleine.
Petronella motiviert Kinder, selber in die Natur zu gehen und sie zu erforschen!
Erschienen als Buch und Hörbuch sind Petronellas Tierkindergeschichten und Naturforschergeschichten. Ihr Kinderatlas Deutschland, Umwelt, Tiere entstand zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland wurde mehrfach ausgezeichnet. Hierin stellt Petronella jungen Lesern deutsche Natur- und Nationalparke und die dort lebenden Tiere vor.
Petronellas Abenteuer sind geeignet für Kinder ab einem Interessenalter von 5 Jahren. Gelesen werden ihre Bücher von Kindern, Jungen wie Mädchen, bis 10 Jahre.

Zum Buch:
Wie reagiert man, wenn man ungerecht beschuldigt wird? Man ist sauer oder geht den Dingen auf den Grund. So jedenfalls reagiert Petronella auf die Vorwürfe, die ihr Vater ihr macht. Erdbeeren wurden verputzt, Mülleimer durchgewühlt, Wäscheklammern verstreut und vieles mehr. Ihre Beteuerungen, dass sie das alles nicht war, werden vom Vater nicht erhört.
Also fasst sie einen Plan und will herausbekommen, wer für all das verantwortlich ist. Natürlich kann sie dann dem Bösewicht später auch nicht böse sein.

Petronella ist die Protagonistin des Buches, die ein unglaublich großes Herz für Tiere hat. Sie liebt diese und tut vieles für sie.
Sie badet mit Guppys in der Badewanne, rettet andere Tiere vor dem Schlachten, verhilft einer Henne zum Mutterglück, bringt eine Blindschleiche zum Tierarzt und erlebt mit ihrer Großmutter ein aufregendes Abenteuer im Wald.

Liebevoll erzählt die Autorin Dorothea Flechsig 6 Geschichten, in denen sich alles um Tiere und Petronella dreht. 

Die Geschichten sind authentisch, für Kinder leicht verständlich und von der Länge her genau richtig. Kurzgeschichten, die die Aufmerksamkeit der Kinder im Alter von 5 - 10 Jahren nicht überfordern und sie nicht langweilig wirken lassen.
Ganz im Gegenteil. Dorothea Flechsig hat sich auf Tiere konzentriert, die nicht so jedermanns Liebling sind wie Hunde oder Katze. Hühner, Blindschleichen, Guppys und andere findet man hier.
Die hauptsächliche Geschichte erzählt von einem Waschbären. Weitere detaillierte Informationen zu genau diesen Gesellen erfährt man im Anhang.

Das Buch ist eine Hardcoverausgabe mit eingebrachtem Lesebändchen, die Schrift groß und mit großem Zeilenabstand gedruckt. So gelingt es auch Erstlesern mühelos, die Geschichten selbst zu lesen.
Fantastische Illustrationen unterstützen die Geschichten und machen schon beim Durchblättern des Buches Spaß.

Mir gefällt dieses Buch so gut, dass ich es gern weiterempfehle. 
Es ist ein Buch zum selber und gemeinsamen lesen sowie zum diskutieren. Als nennenswertes Ergebnis hat man sich nicht nur gut mit dem Buch unterhalten, sondern sich auch noch auf die angenehmste Art Wissen angeeignet

Bewertung:


Zur Autorin:

Dorothea Flechsig wurde 1968 in Coburg geboren. 
Von ihrer Mutter, die Buchhändlerin war, geprägt, schrieb sie als Kind schon phantasievolle Geschichten. Ihr Vater, Lehrer, veröffentlichte Gedichte und Kurzgeschichten.
Sie arbeitete als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Magazine, nun schreibt sie für Kinder. 








Von Dorothea Flechsig wurden gelesen und rezensiert:
       
 


 An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 17. September 2017

[Neuzugänge] der 37. KW 2017



Bücher, Bücher, Bücher. Wie ich sie liebe. 
Natürlich sind auch in der letzten Woche welche bei mir eingetrudelt. An den Neuzugängen ist auch schon klar erkennbar, dass es stark auf Weihnachten zugeht.
Ihr wollt wissen, welche?

Meine Neuzugänge der letzten Woche:

Kleeblatts Neuzugänge:
Tucker, Abigail - Der Tiger in der guten Stube 
Winterberg, Linda - Für immer Weihnachten 
Thorn, Ines - Ein Weihnachtslicht über Sylt 
Flechsig, Dorothea - Petronella Glückschuh: Tierfreundschaftsgeschichten 
Janson, Brigitte - Windmühlenträume 
Sonntag, Kerstin - Eine Samtpfote für Paul 

     

Kennt schon jemand eins der Bücher und kann mir sagen, wie es gefallen hat?

Kleeblatt 

Freitag, 15. September 2017

[Buchpremiere] Tränenbringer von und mit Veit Etzold

Donnerstag Abend - endlich war es soweit. Kerry hatte schon seit langem darauf hingefiebert, denn die Buchpremiere zu Tränenbringer von Veit Etzold stand an. 


Tatort war dieses Mal der kleine Hörsaal des Radiosenders radioBERLIN 88,8



Tatsächlich war der Saal nicht besonders groß, doch das hatte seinen Grund - alle Anwesenden hatten die Karten (zumeist) via Radio gewonnen, denn die Karten zu dieser Premiere konnten nicht käuflich erworben werden. Leider gibt es von der eigentlichen Lesung diesmal keine Bilder, denn das fotografieren während der Veranstaltung war untersagt worden.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Ingo Hoppe, einem Moderator des Radiosenders und nicht nur das. Tatsächlich spielt selbiger eine Rolle in dem Buch und auch das Gebäude, in dem sich der Radiosender befindet, wird auch im Buch widergegeben.

Nach einer kurzen Vorstellung von Veit Etzold und seiner Frau Saskia konnten wir wieder teilhaben an kleinen, lustigen Anekdoten aus dem Leben von Familie Etzold - zum Beispiel, eine turbulente Begegnung von Saskia mit einer Maus im heimischen Schlafzimmer ^^

Dann war es Zeit, uns auch literarisch mit dem Buch vertraut zu machen. So erfuhren wir vom Kennenlernen der Protagonistin des Buches, Clara Vidalis und dem Moderatoren Ingo Hoppe. Clara wird in seiner Radiosendung live on air sein und hierzu müssen vorab einige Absprachen getroffen werden.

Anschließend gab es eine große Ankündigung - Clara Vidalis war in Person anwesend bzw. eine Frau, die genau den Vorstellungen des Autoren von ihr entspricht.


v.l.: Sabine Wolf, Ingo Hoppe, Saskia Etzold, Veit Etzold

Doch Clara war nicht nur ein schmückendes Beiwerk zur Lesung - wir konnten live das Radiointerview mit Ingo Hoppe verfolgen, welches das Ziel hat, den Täter aus der Reserve zu locken. Wer Bücher aus dieser Reihe kennt weiß, dass  die Killer, die Clara jagt, immer von der übelsten Sorte sind.

Dann wurde wieder aus dem Nähkästchen der Familie Etzold geplaudert. Es ist  ja kein Geheimnis, dass Veit kein Blut sehen kann, neu ist jedoch, dass der Lerneffekt in diesem Punkt noch nicht eingesetzt hat. Saskia betonte aber, dass sie hier die Hoffnung nicht aufgeben würde ^^

Ferner erfuhren wir, dass als Vorbild des Serienkillers in dem Buch der Green River Killer ist.

Nun stand ein weiterer Lesungspart an, in dem wir Clara und MacDeath auf dem Weg zu Bonnys Ranch begleiten durften. Jeder Berliner dürfte zumindest schon einmal von dieser "Ranch" gehört haben und Leute, hütet euch, dort abzusteigen ;-)

Viel zu schnell  war der Abend vorbei, doch natürlich hat es  sich Kerry nicht nehmen lassen, sich ihr Exemplar des Buches veredeln zu lassen.

Veit Etzold signierend

Veit Etzold mit Blogmaskottchen Herrn Miez

 
Der Büchertisch


An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Beteiligten für diesen wundervollen Abend bedanken und ganz besonders bei Saskia für die Gästelistenplätze. An dieser Stelle noch ein Hinweis, wir können es nicht oft genug wiederholen, solltet ihr einmal die Möglichkeit haben, eine Lesung des Autoren zu besuchen - macht das auf jeden Fall, ihr werdet auf keinen Fall enttäuscht!

Kerry und Kleeblatt
 

Mittwoch, 13. September 2017

[Rezension] Hans Rath - Saufen nur in Zimmerlautstärke



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Kindler; Auflage: 1 (18. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3463406969
ISBN-13: 978-3463406961
Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 2,5 x 20,9 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Freunde gibt's, die gibt's gar nicht

In Adams Leben knirscht es gewaltig. Als sein Herz rebelliert und damit ein deutliches Signal sendet, fliegt er nach Island, um in der urwüchsigen Landschaft gründlich über sein Leben nachzudenken. Im Sturm stürzt Adam von einer Klippe - und wird von einem seltsamen Typen gerettet: Magnus, ein kleinwüchsiger, etwas verlotterter Mittzwanziger in Wollklamotten. Der behauptet, ein waschechter Troll zu sein - in dessen Schuld Adam nun steht. Was in Island so viel heißt wie: Magnus genießt Sonderrechte, und Adam wird ihn nicht wieder los, auch nicht bei der Rückreise nach Berlin. Dort versucht Adam, sein Leben aufzuräumen, doch der anarchische Magnus stürzt es immer tiefer ins Chaos.

Zum Buch:
Wie ist das, wenn man fast tot ist? Läuft da wirklich das ganze Leben an einem vorbei?
Fast wäre Adam in den Genuss gekommen, das alles zu erleben, aber nach einem plötzlichen Herzstillstand im Park gelingt es den Sanitätern, ihn wieder zurückzuholen. Bloß gut.
Der Arzt im Krankenhaus empfiehlt ihm Ruhe, am besten weit weg von Beruf und Familie und schlägt Island vor. Das ist ja mal wirklich weit weg.
Kurzentschlossen macht sich Adam auf den Weg nach Island, zu einem Trip, der sein Leben auf immer verändern wird...

Adam ist Anwalt, verheiratet und Vater einer Tochter. Zudem auch noch ehrlich. Die Ehrlichkeit ging soweit, dass er seiner Frau einen Seitensprung beichtete, was seiner Ehe nicht wirklich gut bekommen ist. Obwohl seine Frau ihm irgendwann verziehen und Adam aus der Erfahrung gelernt hat, ist das Misstrauen seiner Frau noch immer da und lauert im Verborgenen.
Als Adam sich nun kurzerhand nach Island begibt, trifft er dort abends im Bett seine ehemalige Geliebte an. Er kann es nicht glauben, bleibt diese Tatsache doch auch seiner Frau nicht verborgen.
Bei einem Spaziergang wird er von einer Windböe umgewedelt und kann sich nur mühsam an einer Klippe festkrallen. Während er noch überlegt, wie er sich aus der Not retten kann, wird er von irgendjemanden nach oben gezogen.
Die Person, die ihn rettet, ist ein 1,40 m großer Mann, ziemlich untersetzt und in den 20er Jahren. Nach einem kurzen Gespräch will dieser sich vom Acker machen, aber Adam will sich erkenntlich für seine Rettung zeigen und bietet ihm an, ihn mitzunehmen.
Vorerst weiß er nicht, dass er sich damit einem Troll verpflichtet und für seinen Unterhalt zu sorgen hat. Magnus, der Troll hat seine Einladung angenommen und fährt mit ihm nach Berlin. Eine Entscheidung, die Adam und Magnus verändern wird.  

Urplötzlich platzt in Adams Leben Magnus, der Troll. Er rettet nicht nur Adams Leben, er bringt auch Chaos in genau dieses. Die beiden erleben eine turbulente Zeit miteinander, Adam ist nicht nur einmal genervt und geschockt, was das Leben mit Magnus so mit sich bringt und das nicht nur finanziell. 
Hätte er doch bloß genau überlegt, was er sagt. Wem passiert schon, dass das Gegenüber jedes Wort genauso nimmt, wie es ausgesprochen wird.

Mit viel Humor und Wortwitz erzählt der Autor Hans Rath die Geschichte der beiden unterschiedlichen Protagonisten Adam und Magnus. Der eine Mensch, der andere Troll, werden die beiden irgendwann Freunde. 
Sie erleben unglaublich viel miteinander, gehen ungewöhnliche Wege, vertrauen einander. Aus einer Zufallsbekanntschaft werden Freunde, die auch füreinander einstehen, selbst dann, wenn sie dafür in Gefahr geraten.

Vom Autor kenne ich bereits die Bücher der "und Gott sprach ... - Reihe" und "Bullenbrüder", die mich begeistert haben. Nun war ich gespannt, wie er die Sache mit dem Troll aufziehen würde, denn schon allein der Text auf dem Buchrücken hatte mich neugierig gemacht.
Hans Rath schaffte mit dem Buch, mir buchstäblich ein Dauergrinsen ins Gesicht zu drücken. Es begann schon vielversprechend mit der Szene des Herztodes (ich weiß, es ist eigentlich nicht zum Lachen), die den Leser super auf das Kommende einstimmte. Sie verspricht schon Spaß und Humor, der jedoch mehr in Galgenhumor ausartete. Für mich genau das richtige.

Ich liebe Bücher, die man einfach nur seelebaumelnd lesen kann. Die Situationen überspitzt, einen Troll eingesetzt, und schon kann es mit dem Lesevergnügen losgehen. Ein Buch, bei dem man nicht mitdenken muss, das man einfach nur auf sich wirken lassen kann. 
Es ist aber nicht nur humoristisch zu sehen, es zeigt auch auf, was Freundschaft bewirken kann.

Ich hatte mit dem Buch unglaublichen Spaß und empfehle es sehr gern weiter.

Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Hans Rath, geboren 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er lebt mit seiner Familie in Berlin, wo er unter anderem als Drehbuchautor tätig ist. Zwei Bände seiner Romantrilogie um den Mittvierziger Paul Schubert wurden fürs Kino adaptiert. Seine aktuellen Bücher aus der Reihe «Und Gott sprach» sind ebenfalls Bestseller.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt