Mittwoch, 11. Januar 2012

[Rezension] F. E. Higgins - Silbertod


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 303
ISBN: 978-3-789-13716-7    
Erscheinungstermin: 6. Februar 2009
Format: Hardcover

Verlag: Oetinger

Klappentext:
Nichts für schwache Nerven: das Rätsel um den Silberapfelmörder - Pin lebt gefährlich. In den verwinkelten Gassen von Urbs Umida wimmelt es von Dieben, Betrügern und Scharlatanen, und es geht Angst um, seit ein Mörder sein Unwesen treibt. Er hinterlässt bei jedem seiner Opfer einen silbernen Apfel, sonst weiß man nichts von ihm. Seltsam ist auch die Gruppe von Schaustellern, die Pin kennenlernt. Einer von ihnen behauptet, Tote zum Leben erwecken zu können. Gemeinsam mit seiner Freundin Juno versucht Pin, seinem Trick auf den Grund zu kommen. Da schlägt der Silberapfelmörder wieder zu – und diesmal wäre fast Pin das Opfer geworden …

Rezension:
Urbs Umida ist eine geteilte Stadt. Ein stinkender Fluss trennt den Norden vom Süden der Stadt, aber damit eine ganze Bevölkerung. Wer im Norden lebt, ist begütert und hat keine wirtschaftlichen Sorgen, im Süden leben die Arbeiter, Bettler, Betrüger. Der 16-jährige (Cris)Pin lebt im Süden von Urbs Umida. Seine Mutter, eine Frau aus dem Norden der Stadt, aber verheiratet mit einem Tischler aus dem Süden Urbs Umidas, starb vor einem Jahr. Sein Vater steht im Verdacht, seinen Onkel ermordet zu haben und ist seitdem untergetaucht. Nun muss Pin sein Leben alleine bestreiten, was mit dem Stigmata, der Sohn eines Mörders zu sein, gar nicht so einfach ist.

Er hat Glück und findet eine Stelle bei dem Bestattungsunternehmer Mr. Gaufridus. Dieser hat es sich zum Ziel gesetzt, niemals einen Menschen lebendig zu begraben und hat allerlei Erfindungen gemacht, um sicher zu stellen, dass seine "Kunden" auch wirklich tot sind. Pins Aufgabe besteht unter anderem darin, dass er 3 Nächte neben den Leichen wacht, um sicher zu gehen, dass diese nicht aufwachen. Eines nachts jedoch wird er bei einer Leichenwache überfallen - und nimmt, nicht ganz bei Sinnen, an einer Totenbeschwörung teil. Mr. Gaufridus ist natürlich nicht begeistert von dem Einbruch in sein Geschäft, beschließt aber, Pin zu verzeihen.

Doch Pins Pechsträhne reißt nicht ab. Ihm wird seine Unterkunft gekündigt, weil er die immer höheren Mietforderungen nicht mehr leisten kann. Als ihm seine erste Nacht auf der Straße bevorsteht, scheint sich das Pech von ihm abzuwenden. Er begegnet Beag, einem zwergenwüchsigen Dichter, der ihn mit in seine Unterkunft nimmt, wo er sofort mit offenen Armen empfangen wird. Zu Gast in diesem Hause ist auch Juno mit ihrem Onkel, die beide als Totenbeschwörer arbeiten.

Während dessen treibt ein Serienmörder sein Unwesen in der Stadt. Immer auf der Brücke zwischen dem Süden und Norden der Stadt, bringt er seine Opfer um und wirft sie in den Fluss. Aufgefunden werden sie immer mit einem silbernen Apfel in der Tasche. Eines Nachts begegnet Pin dem Mörder und kann nur mit viel Glück und Hilfe überleben. Pin und seine Freunde beschließen, herauszufinden, wer der Mörder ist und warum er anscheinend wahllos mordet. Doch sie sind dem Mörder, als gedacht ...


Bei diesem Buch handelt es sich um ein Jugendbuch, das im letzten Jahrhundert spielt. Sehr eindrucksvoll ist das Leben bzw. tägliche Überleben der Bevölkerung beschrieben. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, weißt allerdings an und an ein paar kleinere Längen auf. Die Charaktere wurden sehr liebevoll dargestellt, gerade die Wandlung des Pin finde ich sehr gut dargestellt. Alles in allem handelt es sich um ein Buch, dass durch eine spannende Geschichte mit einem angenehmen Schreibstil besticht und ein paar schöne Lesestunden bereitet.


Bewertung




Die Autorin:F. E. Higgins wurde in London geboren und wuchs in Irland auf. Heute lebt sie in einem kleinen englischen Dorf, von dem man sagt, dass es dort spukt - mehr noch als an allen anderen Orten des Landes. In ihrem alten Haus aus dem 15. Jahrhundert schrieb F.E. Higgins ihre ersten Romane gruselig, bildermächtig und knisternd vor Spannung. Mit ihren atmosphärisch dichten und präzise recherchierten Erzählungen aus dem England des ausgehenden 19. Jahrhunderts in der Tradition eines Edgar Allen Poe oder Charles Dickensen ist sie inzwischen international erfolgreich.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Ich war ja bereits von "Das Schwarze Buch der Geheimnisse" angetan und als ich dieses Buch in meiner Bücherei entdeckte, habe ich es sofort entliehen.


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