Mittwoch, 23. Mai 2012

[Rezension] J. D. Robb - Mörderspiele (Band 12/13) (2. Kurzroman aus Mörderspiele)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 139
ISBN: 978-3-442-36753-5
Erscheinungstermin: 13. August 2007 (2. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: blanvalet

Klappentext:
Drei Fälle für Lieutenant Eve Dallas – bei ihren Ermittlungen natürlich tatkräftig unterstützt von ihrem geheimnisumwobenen Ehemann Roarke.

Rezension:
Wir schreiben das Frühjahr 2059 und Eve Dallas ist diesmal in einer ganz besonderen Mission unterwegs. Sie muss, zusammen mit einigen ihrer Team-Mitglieder, ein Seminar zum Thema "Mordmotive" besuchen, als wenn sie davon nicht schon genug in ihrem alltäglichen Leben hätte. Zudem wurde sie von ihrem Chef dazu verdonnert, ebenfalls ein Seminar zu geben. Am schlimmsten jedoch ist, dass dieses Seminar nicht im heimatlichen New York gegeben wird, sondern im Olympus Resort, der interplanetarischen Urlaubsoase ihres Mannes Roarke. Dieser sah es natürlich als seine Pflicht an, seine Frau zu begleiten, zumal allgemein bekannt ist, das Eve das Fliegen, insbesondere ins Weltall, nicht sonderlich schätzt.

Eine Polizeikoryphäe ist ebenfalls vor Ort und einen Vortrag zu halten: Excommander Douglas R. Skinner. Doch bereits am ersten Abend macht dieser Eve ein sehr fragwürdiges Angebot. Wenn Eve hilft, ihren Ehemann Roarke diverser Verbrechen (die er durchaus in der Vergangenheit begangen hat, sich jedoch nie erwischen lies und alles Spuren sorgfältig beseitigte) zu überführen, könnte Skinner dafür sorgen, dass sie befördert wird. Eve ist fassungslos, doch schlimmer als dieses unverschämte Angebot stellt sich die Tatsache dar, dass der gute Excommander alles andere als eine positive Meinung gegenüber Frauen im Polizeidienst und Frauen im Allgemeinen hat. Mit anderen Worten: Er ist ein Chauvinist.

Während einer Auseinandersetzung mit Skinner gerät Eve mit dessen Bodyguard Reginald Weeks aneinander. Dieser wird noch an diesem Abend tot im Treppenhaus aufgefunden und es sieht so aus, als wenn jemand absichtlich eine Spur zu Roarke gelegt hat. Eve und ihr Team unterstützen die Chefin der Olympus-Polizei Darcia Angelo bei den Ermittlungen. Doch bereits am nächsten Tag findet Eve die nächste Leiche. Wer ist so tollkühn und mordet, wo er doch von Polizisten nur so umgeben ist und aus welchem Grund?


Bei diesem Kurzroman handelt es sich um eine Geschichte zwischen den Bänden 12 und 13 der Eve-Dallas-Reihe. Auf Grund der geringen Seitenanzahl ließ sich das Buch sehr schnell lesen, jedoch sind mir ein paar Ungereimtheiten aufgefallen. Der Roman spielt im Frühjahr 2059, doch er spielt im Olympus Resort und dieses ist in Band 12 der Reihe noch gar nicht fertig gestellt. Ferner habe ich McNab vermisst, der für mich mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Teams zählt, alle übrigen waren anwesend. Was mir allerdings besonders aufgestoßen ist, war der Schreibstil. Dieser passt so gar nicht zu den übrigen Büchern der Reihe. Bei einigen Dialog-Texten seitens Roarke war ich richtig gehend schockiert, denn diese entsprechen so gar nicht seiner üblichen Ausdrucksweise ("Na logo.", Seite 147, Roarke zu Eve). Abschließend kann ich sagen, dass mir der Plot sehr gut gefallen hat, insbesondere, dass der Leser wieder ein Stück mehr aus Roarkes Vergangenheit erfährt, die Umsetzung mich allerdings nicht beeindruckt hat.


Bewertung

Die Autorin:
J.D. Robb ist das Pseudonym von Nora Roberts. Nora Roberts wurde am 10. Oktober 1950 in Silver Spring, Maryland, als jüngstes von fünf Kindern und einziges Mädchen geboren. Ihre Ausbildung endet mit der High School in Silver Spring. Mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen zog sie Anfang der Siebziger Jahre aufs Land. Sie begann zu schreiben, als sie im Winter tagelang eingeschneit waren und sie jedes im Haus verfügbare Buch gelesen hatte. Drei Jahre später hatte sie hat bereits mehrere fertige Manuskripte in der Schublade, und 1981 wurde ihr Roman »Irish Thoroughbred« veröffentlicht, der über eine halbe Million mal verkauft wird.
Seitdem hat sie bereits über 100 Bücher auf den Markt gebracht, die in 26 Sprachen übersetzt sind. Nora Roberts gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen ihres Genres, dem (historischen) Liebesroman. Hochrechnungen haben ergeben, dass in den USA heute alle fünf Minuten ein Buch von ihr verkauft wird. Von dem Romantic Times Magazine wurde sie mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.
Unter dem Pseudonym J.D. Robb schreibt sie Kriminalromane mit der Serienheldin Eve Dallas, einer Polizistin in New York im Jahr 2059.
Nora Roberts lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Keedysville, Maryland.

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:

Ursprünglich gehörte diese Reihe mal Kleeblatt, aber nach ewigem hin und her konnte ich sie davon überzeugen, dass diese Sci-Fi-Krimi-Reihe bei einfach besser aufgehoben ist.


1 Kommentar:

Sabine hat gesagt…

Hallo Kerry,

bin ganz deiner Meinung, denn ich finde die (bisher gelesenen 2) Kurzgeschichten auch nicht so gut wie die Romane. :)

Liebe Grüße,
Sabine