Mittwoch, 20. Juni 2012

[Rezension] Brett McBean - Das Motel



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 380 Seiten
Verlag: Festa Verlag; Auflage: 1. (9. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3865521479
ISBN-13: 978-3865521477
Originaltitel: The Last Motel
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,8 cm

Covertext:
Ein Ehepaar … zwei Ganoven … ein junger Mann … ein perverser Serienmörder … Sie sind Fremde. Sie haben sich nie zuvor gesehen. Doch in einer Nacht des Grauens werden ihre Schicksale für ewig miteinander verflochten. Und jetzt wollen sie alle nur noch eines: die Nacht im Lodgepole Pine Motel irgendwie überleben … 

Zum Buch:
31.10.- Halloween. Eine Nacht des Schreckens und des Horrors. In einem abgelegenen Motel außerhalb der Stadt treffen in dieser Nacht die verschiedensten Menschen aufeinander. Sie kennen sich nicht, aber ihre Schicksale sind miteinander verknüpft. Da sind die Jungganoven Eddy und Alfred, das Ehepaar Morries und Judy sowie Wayne mit Simon.
Madge, die Motelbesitzerin macht sich ihre Gedanken, als die Leute so nach und nach bei ihr einchecken.
Unter den Motelgästen befindet sich ein Serienmörder, der perverser nicht sein kann. Es beginnt eine Nacht des Schreckens und des Horrors und zum Schluss zählt nur noch das Überleben, egal wie ...

Wer denkt, Norman Bates aus "Psycho" ist ein kranker Psychopath, der hat dieses Buch noch nicht gelesen.
Die Handlung spielt wie schon in "Psycho" auch hier in einem Motel. 6 Menschen quartieren sich für eine Nacht im Lodgepole Pine Motel ein. Bei den meisten der Gäste führte eine kriminelle Handlung dazu, dass sie in dieser stürmischen Nacht unterwegs waren und das Motel aufsuchten.

Das Buch wird in 2 Teile untergliedert. Teil 1 macht den Leser mit den Protagonisten bekannt. Als Leser erlebt man die Ankunft der jeweiligen Gäste und in Rückblenden wird erzählt, was dazu führte, dass sie auf der Flucht waren und hier untergekommen sind.
Im 2. Teil ist der absolute Horror zu Hause. Ein Schreckensszenario ohne Ende. Da wird vom Autor Brett McBean aber auch nichts ausgelassen, um den Leser zu schockieren. Perverse Vergewaltigungen, die schon hart an der Grenze sind, und grausame Morde ziehen sich durch den Roman.
Die einzelnen Geschichten der Gäste lassen erkennen, wie sie in dieser einen Nacht schon vor dem Eintreffen in dem Motel miteinander verwoben wurden.
Als das Abschlachten durch den Serienmörder beginnt, ist man als Leser mittendrin und sehr nah dabei. Man schwankt zwischen Ekel, Grausamkeit und Entsetzen und ist doch fasziniert von der Erzählkunst und dem Einfallsreichtum des Autors.
An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, er würde nicht alles so detailliert wiedergeben, denn durch die recht bildhafte Beschreibung hat man die Szenen wirklich gut vor Augen.

Was mich persönlich recht lange verwirrt hatte, war die parallel verlaufende Handlung mit dem betrunkenen Polizisten, der eine Frau beobachtete.
Auch wenn sich das letztendlich mit in den Roman integrierte, empfand ich diese als überflüssig. Das lenkte mich immer wieder von der eigentlichen Handlung ab mit der Frage, was soll das.

Der Schreibstil des Autors ist gut ausgearbeitet, er schreibt flüssig und ist dabei sehr detailfreudig.
Die Kapitel sind relativ kurz und lassen sich daher gut lesen.
Die Gestaltung des Covers finde ich sehr gelungen und die Coveroptik ist wie alles, was ich bisher vom Festa-Verlag gelesen habe, mit dieser sehr schönen Lederoptik ausgestattet.

Für mich war es das erste Buch des Autors, aber ich gehe davon aus, dass es nicht das letzte war.
Wer es gern etwas deftiger und härter bei einem Thriller mag, für den ist das Buch genau richtig. Wer eher zart besaitet ist, sollte die Finger davon lassen.


Bewertung:



Zum Autor:
(Text aus dem Buch)
Brett McBean wurde 1978 in Melbourne, Australien, geboren. Dort lebt er mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter Vanessa. 
Er studierte Musik (Leistungskurs Schlagzeug / Percussion) am Box Hill College, widmet sich aber mit dem Abschluss ganz dem Schreiben von harten Thrillern.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Sabine hat gesagt…

Schöne Rezension, aber da Horror nicht zu meinen bevorzugten Genres gehört und ich schon bei "Blutiges Frühjahr" (auch von Festa) oft schlucken musste, werde ich von diesem Werk wohl lieber die Finger lassen. ;-)

Sommerliche Grüße (es hat 34°C) schick ich dir!
Sabine