Samstag, 16. Juni 2012

[Rezension] Britta Sabbag - Pinguinwetter








Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (22. Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404166523
ISBN-13: 978-3404166527
Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 2,4 cm

Covertext:
"Das Schlimme an Halbwahrheiten ist, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird."
Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los ...

Zum Buch:
Charlotte ist Lektorin in einem Verlag. Als sie eines Tages zu ihrem Chef zitiert wird, geht sie dort in der Hoffnung auf eine Beförderung hin. Raus kommt sie mit einer betriebsbedingten Kündigung.
Sie ruft ihren Tröster Marc an und sie verbringen eine tolle Nacht, an deren Ende Marc ihr offenbart, dass sie sich nicht mehr treffen können, denn er will heiraten... eine Andere.
Charlotte versteht die Welt nicht mehr.
Ihre zwei Freundinnen Trine und Mona versuchen sie zu trösten. Mona, die sich gerade in einem Filzrausch befindet, versucht nun Charlotte ebenfalls dazu zu begeistern, ohne Erfolg. Trine, die gerade mit dem zweiten Kind schwanger ist, drückt ihr ihren Sohn Finn übergangsweise zur Betreuung aufs Auge. Nun, wie schlimm kann es schon sein, ihr drei- bis fünfjähriges Patenkind zu betreuen, denkt Charlotte.
Sie geht mit ihm in den Zoo und als der quirlige Finn fast einen Unfall hat, kann Erik, eine Zufallsbekanntschaft im Zoo, es verhindern.
Diesem begegnet sie in der nächsten Zeit des öfteren, aber auch Marc tritt wieder in ihr Leben.
Als eines Tages aus Grönland ein Hilferuf ihrer Mutter eintrifft, rafft sich Charlotte endlich auf und nimmt ihr Leben in die Hand ...

Die Protagonistin Charlotte fällt schlagartig in ein tiefes Loch, als sie von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit und ohne Aushilfsliebhaber dasteht. Ihr abdriften in die Welt des Alkohols, Essens und dem Kaufrausch kann man ohne weiteres nachvollziehen.
Sie ist eine liebenswerte Person, die erst auf den rechten Weg gebracht werden muss. Alle Fettnäpfchen, die ihr in den Weg gelegt werden, nimmt sie mit. Ihr Gefühlsleben hat sie nicht ganz unter Kontrolle, denn als es plötzlich zwei Männer in ihrem Leben gibt, trifft sie die falschen Entscheidungen.

Was mich ein wenig an dem Roman irritiert hat, war der Vorschlag von den
verschiedensten Leuten, dass sie doch schwanger werden sollte.
Das finde ich ein wenig befremdlich, denn wer macht schon ernsthaft zu einer alleinstehenden, arbeitslosen Frau diesen Vorschlag?

Die Gestaltung des Covers finde ich ausgesprochen gelungen. Auch wenn ich die Farbe pink nicht selbst gewählt hätte, finde ich es sehr passend. Es lockt den Leser förmlich, das Buch zumindest in die Hand zu nehmen.

Britta Sabbag stellt mit diesem Buch ihr Erstlingswerk vor.

Ein witziger und unterhaltsamer Roman, keine ernst zu nehmende Lektüre. Mit ihm kann man sich bestens am Strand unterhalten, ohne nachdenken zu müssen.
Wer Filme wie die mit Doris Day und Rock Hudson mag, dem wird auch dieses Buch gefallen.


Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen von Bastei Lübbe)
Britta Sabbag, geboren 1978 in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaft, Psychologie und Pädagogik in Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Personalerin in mehreren großen Firmen. Als die Krise zuschlug, nutzte sie die Chance, um das zu tun, was sie schon immer wollte: schreiben. Heute schreibt und lebt sie immer noch in Bonn.


Bibliographie und Rezensionen von Britta Sabbag findet ihr auf unserer Autorenseite



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Amazon und dem Verlag
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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