Dienstag, 12. Juni 2012

[Rezension] Jane Urquhart - Der Schmetterlingsbaum



Leseprobe 




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Bloomsbury Berlin; Auflage: 1.Auflage (28. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827010632
ISBN-13: 978-3827010636
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,2 cm

Covertext:
"Jeden Sommer ihrer Kindheit hat Liz auf den Obstplantagen ihres Onkels am Eriesee verbracht. Jeden Sommer hat sie darauf gewartet, dass ihr Lieblingsbaum sich orange färben würde, lodernd von unzähligen Schmetterlingen, die sich auf ihrer Wanderung dort niederließen. Jetzt ist Liz vierzig und zurückgekehrt, um als Entomologin den Monarchenfalter zu erforschen. Doch während sie auf dem verlassenen Gut umherstreift, steigen die Erinnerungen auf: Was ist geschehen in jenem Sommer, in dem so vieles zerbrach? Wohin ist ihr Onkel verschwunden, und wäre sie glücklich geworden mit Theo, ihrer ersten großen Liebe, dem mexikanischen Jungen, mit dem sie so viel mehr verband, als sie ahnen konnte? Mit Sensibilität und Sprachmacht lässt Jane Urquhart eine Familiengeschichte und eine Landschaft derart lebendig werden, wie es wohl nur eine der ganz großen kanadischen Erzählerinnen vermag."

Zum Buch:
Die 40-jährige Liz lebt auf der ehemaligen Obstplantage ihres Onkels, wo sie als Kind jedes Jahr gemeinsam mit ihrer Mutter die Sommerferien verbrachte.
Der Sommer, in dem sie 16 Jahre war, veränderte vieles in ihrem Leben. Nach einem einschneidenen Erlebnis verschwand ihr Onkel Stanley von einem Tag zum anderen.
Nun ist sie Entomologin und hat eine Forschungsarbeit zu den Monarchenfaltern, die sich seit Jahren auf dem Schmetterlingsbaum der Plantage sammeln, bevor sie sich auf die große Reise über den Eriesee begeben.

Liz erzählt ihre Geschichte und die Geschichte der Plantage und was dazu führte, dass ihr Onkel verschwand.
Erst hatte ich das Gefühl, dass sie mich persönlich anspricht, denn sie verwendete die Sie-Form. Wem genau sie jedoch die Geschichte erzählt, erfährt man fast am Ende.

Sehr feinfühlig erzählt die Autorin die Geschichte der Plantage und ihrer Bewohner. 
Die Butlers, ursprünglich aus Irland kommend, die sich schließlich in Kanada und den USA angesiedelt haben, kommen aus einer Familie, die früher Leuchtturmwärter und Farmer waren. 
Der Leser nimmt teil an der Zuneigung, die Liz zu ihrer Cousine Mandy hegte, wie sie als Kinder zusammen spielten und wie sie jetzt um sie trauert. Mandy verlor ihr Leben in Afghanistan.
Rückblickend erfährt der Leser von ihrer Jugendliebe, dem mexikanischen Jungen Teo, und was in jenem Sommer geschah, als ihr Onkel verschwand.

Die Geschichte wird nicht ganz chronologisch erzählt, was aber nicht störend wirkt.
Der Schreibstil und die Erzählform waren für mich gewöhnungsbedürftig, aber nach den ersten paar Seiten kein Problem mehr.

Eine Familiengeschichte mit tragischen Elementen und lyrischen Versen.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Bloomsbury-Verlag)
Jane Urquhart wurde 1949 in Geralton, Ontario, geboren, wuchs in Toronto auf und lebt heute wieder in einer Kleinstadt in Ontario. Sie gehört zu den erfolgreichsten kanadischen Schriftstellerinnen der Gegenwart.




Bibliographie und Rezensionen von Jane Urquhart findet ihr auf unserer Autorenseite



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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