Montag, 11. Juni 2012

[Rezension] Ralph Martin - Papanoia



Leseprobe

Eckdaten:
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492259146
ISBN-13: 978-3492259149
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,2 cm

Covertext:
Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Vor allem für einen Ex-New-Yorker Schriftsteller mitten in Prenzlauer Berg. Seine Freundin erklimmt gerade die nächste Stufe der Karriereleiter als TV-Journalistin, also muss er sich zu Hause um den Nachwuchs kümmern. Er taucht ein in einen völlig fremden Kosmos aus Yogamüttern und Fahrradfanatikern. Doch was tun, wenn das Töchterchen die Bio-Brause verweigert und auch in der pädagogisch wertvollen Kita nicht auf ihre Barbie verzichten will? Während Papa sich den Kopf zerbricht, muss er irgendwann verblüfft einsehen: die kleine Lulu geht weitaus gelassener mit den allzu feindlichen Bedingungen um als der paranoide Papa … 

Zum Buch:
Zum Covertext kann man inhaltlich nichts zufügen, ohne das Buch zu erzählen.

Papa Ralph ist für die kleine Lulu, die eben erst in die Kita gekommen ist, verantwortlich. Seinen Job ist er seit kurzem los, so dass er das als Vollzeitjob übernehmen kann.
Sehr anschaulich nimmt der Leser teil am Leben des für die Tochter zuständigen Elternteils, in dem Fall dem Vater.
Einen fantastischen Einblick erhält man in das Haus mit seinen diversen Mitbewohnern im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Fast kann man den Krach, den die Kinder anderer Mieter machen, hören.
Unterhaltsam beschrieben sind auch die Versuche der Kontaktaufnahme auf den Spielplätzen, wo Ralph versucht, sich in die Reihe bei den Yogamüttern einzureihen, er aber letztendlich auf der Verliererseite bleibt.
Ralph liebt seine Tochter und geht auch voll in der Betreuung auf.
Seine Eskapaden mit dem Fahrrad sind einfach nur zum lachen, obwohl ihm sicher nicht danach war.

Ralph Martin lässt den Leser an vielen Erlebnissen und Erfahrungen mit seiner Tochter teilhaben. Sei es der tägliche Kampf dessen, was Lulu anziehen soll, sei es die rosa Barbie, die nur peinlich ist oder das Erlernen von Kraftausdrücken.

Vieles erkennt man aus seinen Erlebnissen mit den eigenen Kindern wieder, einiges ist neu und bei manchen Erlebnissen kann man nur mitleidig grinsen.

Der Autor möchte hier nicht nur seine Erlebnisse vermitteln, er möchte auch aufmerksam machen auf ein wenig mehr Toleranz dem anderen gegenüber.

Ein Buch, das Unterhaltungswert hat, das man schnell gelesen hat und das Lust auf mehr macht.

Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von Piper)
Ralph Martin, geboren 1970 in den USA, zog der Liebe wegen 2003 nach Deutschland. Er schreibt unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die New York Times und Gentlemen's Quarterly. Mit seiner Familie lebt er in Berlin.



Bibliograhie und Rezensionen von Ralph Martin findet ihr auf unserer Autorenseite

An dieser Stelle gilt mein Dank dem Verlag
der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Favola hat gesagt…

Das tönt wirklich interessan und witzig, wäre vielleicht etwas für meinen Freund zum Geburtstag. Es ist schon erstaunlich, wie schnell unsere Tochter ihren Papa um den Finger wickeln kann . . . und die Mama ärgerst *grml*

lG Favola