Freitag, 22. Juni 2012

[Rezension] Stefan aus dem Siepen - Das Seil



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 180 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342324920X
ISBN-13: 978-3423249201
Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2,4 cm

Covertext:
In einem von Wäldern umschlossenen Dorf führen einige Bauern ein zufriedenes Dasein. Eines Abends findet Bernhardt auf einer Wiese am Dorfrand ein Seil. Er geht im nach, ein Stück in den Wald hinein, kann jedoch sein Ende nicht finden. Bald beschließt ein Dutzend Männer aufzubrechen, um das Rätsel des Seils zu lösen. Ihre Wanderung verwandelt sich in ein bizarres Abenteuer - und die Existenz des ganzen Dorfes steht auf dem Spiel.


Zum Buch:
Ein ganz normales kleines Dorf zu irgendeiner Zeit an irgendeinem Ort. Die Dörfler kennen sich alle von klein an und verstehen sich ohne víel Worte.
Einer von ihnen, Bernhardt, findet eines Tages auf einer Wiese ein Seil. Dass es niemandem aus seinem Dorf gehört, ist ihm sofort klar, als er die Qualität des daumendicken Seils sieht. Was macht es da, hat es ein Kind nach dem Spielen vergessen?
Bernhardt macht sich auf in den Wald und guckt, wo es hinführt. Nach einem Stückchen Weg kehrt er um, ohne das Ende erreicht zu haben. Inzwischen hat es sich im Dorf herumgesprochen und die Männer treffen sich am Seil. Sie beschließen, am kommenden Tag in den Wald zu marschieren, um zu sehen, wo das Ende ist und wo es hinführt. Nachmittags wären sie wieder zu Hause und würden dann endlich an die Ernte gehen.
Es kommt jedoch ganz anders ...

Das war seit langer Zeit mal wieder ein Buch, dass mich so gar nicht angesprochen hat.
Stefan aus dem Siepen erzählt über 180 Seiten eine Geschichte, die man auch auf 50 Seiten in Kurzfassung hätte bringen können.
So gut wie alle Männer aus dem Dorf machen sich auf den Weg, um zu sehen, wo ein Seil endet und was es damit auf sich hat. Wohlgemerkt: ein Seil.
Die Ernte sollte eingebracht werden, aber nein, das hat Zeit, man will ja erst mal nach dem Seil sehen. Die Frauen bleiben derweilen fast sich selbst überlassen.
Selbst nach Tagen vergeblichen Suchens nach dem Ende ist an eine Umkehr nicht zu denken, denn das Rätsel ist ja noch nicht gelöst.
Derweilen treten Charakterzüge auf, die man an den einzelnen Dörflern nicht kannte, sei es die Gier, die Zerstörungswut oder einfach auch nur die Macht der Stimme, die der Lehrer zu Überzeugungszwecken anwendet. Einer erhebt die Stimme, die anderen folgen, um nur nicht aus dem Rahmen zu fallen.
Die Protagonisten werden als eine Herde muffeliger, abgestumpfter Dörfler beschrieben, die glauben, das große Rätsel lösen zu können.

Der Roman endet mit vielen aufgeworfenen Fragen zu Personen und Ereignissen.
Obwohl sich die Geschichte gut lesen lässt, plätschert sie ohne Höhen und Tiefen so vor sich hin.
Was mich anfangs ein wenig verwirrte war die Tatsache, dass Gespräche nicht in Anführungszeichen gesetzt wurden, sondern sie begannen mit einem Anstrich. Auch wenn man sich schnell daran gewöhnt, stört es ein wenig den Lesefluss.

Eine Geschichte, die man sehr schnell gelesen hat, aber ebenso schnell auch vergessen hat. Mich hat sie leider nicht überzeugt.


Bewertung:


Zum Autor:

(übernommen vom dtv-Verlag)
Stefan aus dem Siepen wurde 1964 in Essen geboren, studierte Jura in München und trat in den Diplomatischen Dienst ein. Über Stationen in Bonn, Luxemburg, Shanghai und Moskau führte ihn sein Weg nach Berlin, wo er seit 2009 im Planungsstab des Auswärtigen Amtes arbeitet. Nach ›Luftschiff‹ (2006) und ›Die Entzifferung der Schmetterlinge‹ (2008) ist ›Das Seil‹ sein dritter Roman. Stefan aus dem Siepen lebt mit seiner Frau und vier Kindern in Potsdam



An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Amazon und dem Verlag 
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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