Donnerstag, 21. Juni 2012

[Rezension] Ulrike Blatter - Vogelfrau (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 278
ISBN: 978-3-899-77761-1
Erscheinungstermin: 7. Februar 2008 (1. Auflage) 
Format: Taschenbuch

Verlag: Gmeiner

Klappentext:
Ob Kommissar Erich Bloch ahnt, auf welch gefährlichem Terrain sich seine Tochter Eva seit einigen Wochen bewegt? Aber für Privates hatte dieser Vollblutkriminalist noch nie viel Zeit und gerade jetzt hält ihn ein äußerst verworrener Fall in Atem: Professor Hoffmann, ein bekannter Wissenschaftler, der seit Jahren mit archäologischen Sensationsfunden für Schlagzeilen sorgt, wurde ermordet im Archäologischen Landesmuseum Konstanz aufgefunden. Erschlagen mit einer Steinzeitaxt. Der einzige Mordzeuge ist ein Mops - und der schweigt, naturbedingt, hartnäckig.

Rezension:
Erich Bloch, Kommissar in Konstanz, wird zu einem Mordfall gerufen. Weit ist der Weg zum Tatort nicht, er liegt schräg gegenüber dem Polizeirevier, doch der Ort der Tat schon eher. Es handelt sich um das Landesmuseum Konstanz. Christina Löble, die als wissenschaftliche Hilfskraft in dem Museum arbeitet, hat die Leiche von Professor Andreas Hoffmann gefunden. Ihm wurde mit einer antiken Steinaxt der Schädel eingeschlagen - Zeuge des Mordes war Churchill, der Mops des Opfers.

Hoffmann war ein bekannter Historiker. Bereits mehrere Male gelang es ihm, erstaunliche Entdeckungen zu machen, sodass er natürlich nicht ohne Neider war. Enge Freunde schien er jedoch nicht zu haben und auch keine Familie. Bloch steht nunmehr vor der Aufgabe, herauszufinden, wer Professor Hoffmann ermordet hat und warum. Dass Hoffmann nicht sonderlich beliebt im Museum war, hilft da beim Ausschluss etwaiger Verdächtiger wenig. Erich Bloch beschließt, mehr über das Leben des Opfer herauszufinden und beschäftigt sich auch mit dem letzten Projekt von Hoffmann. Vor nicht allzu langer Zeit fand er in Konstanz eine sternförmige Hexenweihungsstätte, in deren Ecken jeweils ein menschlicher Schädel vergraben war. Doch die Überraschung erwartete die Wissenschaftlicher in der Mitte des Sternes - eine indianische Mumie.

Bloch verfolgt zusammen mit seinem Kollegen Cenk die Spur der Mumie. Es scheint doch eher ungewöhnlich, dass in Konstanz eine indianische Mumie gefunden wird. Cenk, der auf Grund seines jungen Alters und seiner wenigen Berufserfahrung eher als Assistent von Bloch tätig ist, stößt bei seinen Recherchen auf einen Mann namens "Adler". Dieser scheint offenbar über umfangreiches Wissen bezüglich indianischer Kulturen zu verfügen und ist in Konstanz wohnhaft. Bloch und Cenk machen "Adler" ausfindig, doch was er ihnen über die indianische Kultur berichtet, scheint doch extrem ungewöhnlich für wohlgeordnete deutsche Verhältnisse. Bloch beschließt jedoch, weiter der Spur der Mumie zu folgen und kommt dem Täter dadurch unmerklich immer näher. Derweil hat Erich Bloch auch privat mit einigen Hindernissen zu kämpfen. Unverhofft wird er plötzlich der neue Besitzer von Churchill und seine Tochter verschwindet scheinbar spurlos ...


Bei diesem Buch handelt es sich um den 1. Band der Erich-Bloch-Reihe. Der Plot des Buches wurde sehr detailliert ausgearbeitet, nur leider lässt sich bereits nach kurzer Lesezeit das Ende erraten. Der Protagonist Erich Bloch wurde als sehr eigenbrötlerischer Mensch dargestellt, fachlich unheimlich effizient, im Umgang mit anderen Menschen eher unterkühlt und uninteressiert. Leider konnte Bloch mich in diesem Band nicht überzeugen, gewöhnlich ermittle ich zu gerne mit den jeweiligen Kommissaren, fand hier jedoch die Figur des Cenk, obwohl nur eine Nebenfigur, deutlich interessanter. Der Schreibstil hätte für mich an einigen Stellen durchaus fesselnder sein können, ich fand, das manche beschriebenen Szenen nicht überzeugend genug dargestellt wurde. Leider vermochte es Erich Bloch nicht, mich in diesem Band von seiner Figur zu überzeugen, obwohl durchaus interessante Facetten und Ansätze aufgezeigt wurden. Jedoch will ich den Kommissar nicht gleich ganz aufgeben und werde mich somit dem 2. Band der Reihe "Der Mann, der niemals töten wollte" widmen.


Bewertung

Die Autorin: 
Ulrike Blatter, Jahrgang 1962, lebt in der Nähe von Konstanz. Nach ihrem Medizinstudium bildete sie sich in der Psychotherapie mit dem Arbeitsschwerpunkt Sucht und Trauma weiter. Mehrere Jahre arbeitete sie in der Rechtsmedizin und der Suchtberatung. Zurzeit ist sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig. Ulrike Blatter ist Mitglied der "Vereinigung deutschsprachiger Krimi-Autorinnen".

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Auf Grund guter bis sehr guter Rezensionen im Internet, habe ich mich entschlossen, mich dieser Krimi-Reihe (ich bin ja bekennender Buch-Serien-Junkie) zu widmen. Mal schauen, ob sie sich meinen Erwartungen entsprechend entwickelt.


Keine Kommentare: