Dienstag, 10. Juli 2012

[Rezension] Amy Plum - Von der Nacht verzaubert (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 397
ISBN: 978-3-785-57042-5
Erscheinungstermin: 1. April 2012  
Format: Hardcover

Verlag: Loewe

Klappentext:
Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern – bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben – nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.


Rezension:
Die 16-jährige Kate Mercier ist nach dem plötzlichen Unfalltod ihrer Eltern in ein tiefes seelisches Loch gefallen. Sie zieht sich immer mehr von den ihr verbliebenen Menschen in ihrer Umgebung zurück. Ihre 18-jährige Schwester Georgia kann es nicht mehr mit ansehen, wie ihre Schwester in ihrer gewohnten Umgebung zu Grunde geht und beschließt daher, dass beide bei ihren Großeltern väterlicherseits in Paris einen Neuanfang machen werden.

Doch auch in Paris gelingt es Kates Familie nicht, sie aus ihrem selbst gewählten Schneckenhaus zu locken. Kate jedoch kann es nicht mehr mit ansehen, wie ihre Familie leidet, weil es ihr einfach nicht gelingt, ins Leben zurück zu finden und flieht daher regelrecht mit ihren Büchern in ein Cafe. Die beiden Schwestern werden erst mit dem neuen Schuljahr ihre schulische Ausbildung fortführen, sodass Kate die Zeit nutzen will, sich in ihrer freien Zeit auf den neuen Stoff vorzubereiten. So verbringt sie ihre Tage im Café und wird eines Tages auf eine Gruppe junger, auffallend gut aussehender Männer aufmerksam. Einer sticht ihr besonders in Auge, sie weiß nicht warum, aber irgendetwas ist an dem jungen Mann, das sie anzieht. Durch ein Missgeschick ihrerseits erfährt sie wenigstens seinen Namen: Vincent. Doch ihre Wege trennen sich ihre Wege. Kate geht immer wieder in das eine Café, doch sie begegnet ihm nicht mehr. Eines Tages jedoch wird sie auf ein junges Paar an einem der anderen Tische aufmerksam - sie wendet sich ihnen zu und will sich zu ihnen gesellen - zum Glück, denn genau in diesem Moment bricht ein großes Stück Deckenputz ab und landet genau auf dem Platz, an dem Kate wenige Sekunden zuvor gesessen hat. War das Zufall?

In einem Museum begegnet Kate Vincent wieder und auch er scheint von ihr angetan zu sein. Doch irgendetwas ist seltsam an diesem 19-jährigen Studenten. Die beiden treffen sich immer wieder, doch Kate ist sich nicht sicher, ob sie Vincent in ihr Herz lassen soll - zu sehr hat sie gespürt was es heißt, geliebte Menschen zu verlieren. Dann entdeckt sie, im Zuge einer Hausarbeit für die Schule, auf einem Foto aus dem Jahr 1968 Vincent und seine Freunde. Was genau ist Vincent? Als Kate ihn zur Rede stellt bestätigt er ihr, dass er kein Mensch im herkömmlichen Sinne ist - nicht mehr. Er ist ein Revenant - ein Untoter, dessen Aufgabe es ist, nach Möglichkeit das Leben anderer Menschen zu retten - selbst zum Preis seines eigenen unsterblichen Lebens. Kate muss sich entscheiden, ob sie mit Vincent eine Zukunft aufbauen will oder nicht. Doch nicht nur das belastet Kate - Vincent und seine Freunde haben Freunde, die wie sie sind und diese sind Kates Familie schon bedenklich nahe ...


Ein eher mittelmäßiger Auftakt! Der Plot weißt eindeutig Parallelen zu den Büchern von Stephenie Meyer auf (die guten Revenanten gegen die bösen Revenanten) und auch die Protagonisten Vincent und Kate wirken wie abgekupfert (Vincent, der ewige Einzelgänger, der nicht an das Glück für sich glaubt und Kate, die von allen als wunderschön betitelt wird, sich selbst allerdings "nur" für Durchschnitt hält). Die Story des Buches war, gerade auf Grund der vielen Parallelen zu o. g. Saga, mehr oder weniger von Anfang an klar, sodass hier leider die Spannung abhanden gekommen ist. Auch hat mich unheimlich gestört, dass es in diesem Buch nur wunderschöne bzw. gottgleiche Revanten/Menschen gibt, niemand wurde auch nur annähernd als durchschnittlich beschrieben. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, sodass es hier zu keinen größeren Längen kam. Ich bin durchaus gewillt, den 2. Band der Reihe zu lesen, allerdings eher um meine Neugierde zu befriedigen, ob auch dieser dem 2. Band der Biss-Saga mehr als nur ähnelt.



Bewertung


Die Autorin: 
Geboren wurde Amy Plum in Birmingham, Alabama. Schon bald lockten sie große Städte wie Paris oder London hinaus in die Welt. Eine Zeit lang arbeitete sie als Kunsthistorikerin in New York, bevor sie schließlich mit ihrem Ehemann ein großes Bauernhaus in der französischen Provinz bezog. Wann immer es die turbulenten Tage mit ihren beiden Kindern und ihrem Hund Ella erlauben, sitzt Amy Plum in dem kleinen alten Steinhäuschen in ihrem Garten und schreibt an ihren Romanen.

Zur Webside der Autorin kommt ihr
hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Bei diesem Buch handelt es sich mal wieder (zum Glück) um eine meiner berühmt-berüchtigten Spontan-Ausleihen aus der Bücherei.


1 Kommentar:

Favola hat gesagt…

Hoi Kerry

Und wieder eine mittelmässge Rezension zu diesem Buch . . . nur gut habe ich mich da zu Beginn nicht hinreissen lassen, das Buch nur wegen dem Cover zu kaufen. Das gefällt mir nämlich supergut.

lG Favola