Montag, 2. Juli 2012

[Rezension] Joss Stirling - Finding Sky (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 461
ISBN: 978-3-423-76047-8
Erscheinungstermin: 1. Mai 2012  
Format: Hardcover

Verlag: dtv

Klappentext:
Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf... und er versteht ihre gedachte Antwort!
Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat...


Rezension:
Sie war 6 Jahre alt, als sie an einem Rastplatz ausgesetzt wurde. Sie kam in die Fürsorge und wurde von einem Heim ins nächste abgeschoben. Gesprochen hat sie nicht. Doch als sie 10 Jahre alt ist, ändert sich ihr Leben. Sie wird von dem Künstlerehepaar Sally und Simon Bright adoptiert. Die beiden nehmen sich des kleinen Mädchen an, das nach ihren traumatischen Erlebnissen nicht sprechen mag und tatsächlich gelingt es ihnen, Zugang zu ihr zu bekommen. Gemeinsam suchen sie einen Namen für sie aus - sie möchte Sky heißen und einen Geburtstag, den 1. März, das Datum ihrer Adoption. Wider erwartend entwickelt sich das Mädchen zu einem ganz normalen Teenager, zumindest so normal, wie man als Kind von Künstlern sein kann und sich nicht an die ersten sechs Jahre seines Lebens erinnern kann.

Als Sky 16 ist, bekommen ihre Eltern ein Angebot, für ein Jahr in die USA zu gehen und dort in einem neuen Künstlerhaus zu arbeiten. Sie nehmen das Angebot an, auch wenn das für Sky bedeutet, sich von allem zu trennen, was ihr in England lieb und teuer ist und ihre schulische Ausbildung in Colorado zu beenden. Trotz aller Befürchtungen, wird Sky nicht als Freak angesehen, sondern es gelingt ihr, gleich am ersten Tag eine Freundin in der Schule zu finden: Tina Monterey. Und auch mit deren Freunden Zoe Stuart und Nelson Hoffman schließt sie innerhalb kürzester Zeit Freundschaft. Das Leben könnte so ruhige Bahnen nehmen, wäre das nicht Zed Benedict, der coolste Junge an ihrer Schule, dem sie immer wieder über den Weg läuft und der ihr einfach nicht aus dem Kopf geht.

Zed ist kein Unbekannter in dem kleinen Städtchen. Er ist der jüngste von sieben Brüdern, die allesamt aus der Masse der "normalen" Leute herauszustechen scheinen. Bereits seine älteren Brüder Trace, Uriel, Victor, Will, Xavier und Yves war mehr oder weniger berüchtigt, entweder durch ihr angeborenes Charisma, ihre sportlichen Leistungen oder ihre Intelligenz. Ein jeder von ihnen ist erfolgreich. Und noch etwas ist merkwürdig an den Brüdern - nicht einer von ihnen ist jemals mit einem Mädchen aus dem Ort ausgegangen. Doch Sky und Zed laufen sich immer wieder über den Weg und je öfter sie sich treffen, desto mehr muss Sky an Zed denken. Was ist an ihm so anders. Er ist oberflächlich und grob, doch warum geht er ihr nicht aus dem Kopf. Als Sky eines Tages auch noch seine Stimme in ihrem Kopf hört, glaubt sie allmählich, den Verstand zu verlieren, doch dann offenbart ihr Zed ein Geheimnis: Er ist ein Savant - ein Mensch mit besonderen Fähigkeiten und Sky ist nicht nur ebenfalls ein Savant, sondern sein Seelenspiegel, sein perfektes Gegenstück. Sky ist mehr als ungläubig. Mit der Sache der Telepathie kann sie sich ja noch anfreunden, aber alles andere? Nein danke. Doch die Familie Benedict hat durch ihre besonderen Gaben Feinde - und auch Sky schwebt in tödlicher Gefahr ...


Ein wunderschöner Auftakt! Der Plot wurde ganz wundervoll ausgearbeitet. Gerade die Unsicherheit, mit der Sky dargestellt wurde, fand ich sehr überzeugend. Auch fehlt es dem Buch weder an Romantik noch Mystik oder Action - sprich, eine gelungene Mischung. Ich hätte mir allerdings doch etwas mehr Drama, gerade auf Grund von Skys Vergangenheit gewünscht. Die Protagonisten wurden allesamt sehr facettenreich und detailliert dargestellt, sodass sie jederzeit einen hohen Wiedererkennungswert hatten. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen und ganz besonders entzückt haben mich die geistigen Selbstgespräche Skys, die mir öfter ein Lachen entlockt haben und auch die telepatischen Dialoge zwischen Sky und Zed fand ich unheimlich erfrischend. Auf den nächsten Band der Reihe "Saving Phoenix" bin ich schon sehr gespannt.


Bewertung


Die Autorin: 
Joss Stirling studierte Anglistik in Cambridge und war schon immer von der Vorstellung fasziniert, dass es im Leben mehr gibt, als man mit bloßem Auge sehen kann. Um für den vorliegenden Roman zu recherchieren, unternahm sie eine ausgedehnte USA-Reise von den Rocky Mountains bis nach Las Vegas.

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch habe ich mir von Kleeblatt geliehen, nachdem ich so viele begeisterte Rezensionen im Internet gelesen habe.


1 Kommentar:

Lesefee hat gesagt…

Hey,
vor einigen Monaten habe ich mal eine SUB-Abbau-Aktion gestartet und du hattest Interesse bekundet. Nun beginne ich die Zweite Runde, vielleicht magst du ja mitmachen? http://lesefee.blogspot.de/2012/07/challenge-15-bucher-sub-abbau-challenge.html#comment-form

LG
Lesefee