Donnerstag, 5. Juli 2012

[Rezension] Maeve Binchy - Herzenskind




Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Knaur HC (2. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426652706
ISBN-13: 978-3426652701
Originaltitel: Minding Frankie
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,8 cm

Covertext:

Die Eltern der kleinen Frankie sind nicht wie die Eltern anderer Kinder: Zwar ist Noel ihr leiblicher Vater, der ihrer Mutter auf dem Sterbebett versprach, für die Tochter zu sorgen, Lisa aber ist eine Gestrandete, die sich mit Noel lediglich die Wohnung in Dublin teilt. Doch alle beide lieben das Kind von ganzem Herzen – bis Moira auftaucht, eine übereifrige Sozialarbeiterin, die nicht glauben kann, dass Noel und Lisa Frankie ein echtes Heim bieten können. Heimlich hat sie sogar schon nach Adoptiveltern für die Kleine gesucht. Als Noel dies erfährt, droht er zu verzweifeln, doch dann stellt das Leben die Weichen noch einmal ganz neu – auch für Moira …

Zum Buch:
Stella Dixon ist sterbenskrank und schwanger. Sie weiß, wenn das Kind mit Kaiserschnitt geholt wird, wird sie sterben. Die Fürsorge in Gestalt von Moira will sich des Kindes annehmen. Stellas Wunsch jedoch ist, dass Noel, der Vater, das Kind aufzieht, es gibt nur ein Problem, dieser hat keine Ahnung, dass er Vater wird. 
Noel, aufgewachsen bei schon fast fanatisch gläubigen Eltern, sieht sich anfangs der Situation nicht gewachsen. Er lebt noch bei seinen Eltern, zurückgezogen und alkoholabhängig. 
Er entschließt sich, Frankie, so soll das kleine Mädchen heißen, zu sich zu nehmen und sie bei sich zu behalten. Das heißt für ihn aber auch, dass er sein komplettes Leben neu organisieren und auf die Reihe bringen muss.
Voll hinter ihm steht seine Tante Emily, die aus den Staaten zu ihnen gekommen ist und nun bei seinen Eltern wohnt. 
Emily gelang es in nur kurzer Zeit, sich Freunde zu schaffen und sich unersetzlich zu machen, sie ist immer mit Rat und Tat zur Stelle.
Dank Emily zieht auch Lisa bei ihm ein, mit dem Versprechen, für freie Unterkunft sich ebenfalls um Frankie zu kümmern.
Sie erfahren große Hilfe von Freunden und Verwandten, aber wird das reichen, Moira, die Fürsorgerin, davon zu überzeugen, dass Frankie es dort gut haben
wird? ...

Maeve Binchy, eine Institution, wenn es heißt, ein gutes Buch lesen zu wollen. Sie ist immer eine gute Wahl.
Auch mit diesem Buch gelingt es ihr wieder meisterhaft, viele Einzelschicksale zu einem großen Ganzen zu verbinden.

Das Bindeglied von allen ist die kleine Frankie, um die sich alle sorgen. Frankie wächst auf in einem Umfeld der Liebe, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Alle wollen nur ihr bestes, selbst Moira, die Fürsorgerin, die aber einen krankhaften Ehrgeiz hat.
Die Autorin beschreibt ihre Figuren als warmherzige und innige Charaktere, sei es der Vater Noel, der seine eigene Dämonen bekämpfen muss, um Frankie ein guter Vater zu sein, sei es Lisa, die aus einem lieblosen Elternhaus geflüchtet ist, seien es die gläubigen Großeltern Josie und Charles, sei es Emily, die inzwischen unentbehrliche Tante aus den Staaten oder alle anderen. Jeder wird liebevoll beschrieben, so dass der Leser auch an dem Leben der Protagonisten teilnehmen kann.
Wer die Bücher von Maeve Binchy kennt, wird viele vertraute Personen wieder neu erleben. Es gibt ein Wiedersehen mit Clara Casey und Frank Ennis aus "Wege des Herzens", Father Brian Flynn aus "Straße des Glücks", mit den Zwillingen Simon und Maus sowie Muttie und Lizzie aus "Cathys Traum", Nora aus "Die irische Signora", Brenda aus "Wiedersehen mit Brenda" und vielen vielen anderen.
Auch wenn das Hauptaugenmerk auf das Wohlergehen der kleinen Frankie
geht, vergisst die Autorin nicht, dass auch alle anderen Protagonisten ein Leben führen mit ihren Höhen, Tiefen, Freuden und Schicksalsschlägen.

Das Buch ist ein absolutes Muss für Fans von Maeve Binchy.
Wer nur mal ein Buch der Autorin lesen möchte, hat keine Probleme, in die Story hineinzufinden, wer jedoch die Autorin und ihre Bücher kennenlernen möchte, sollte möglichst mit früheren Werken beginnen, denn vielen Figuren begegnet man immer wieder, so dass man die Entwicklung und Zusammenhänge besser verstehen kann.

Für mich war es wieder ein absolutes Lesevergnügen, ich liebe die Autorin und kann es kaum erwarten, ein neues ihrer Bücher in Händen zu halten.
Dieses Buch empfehle ich sehr gern weiter. 


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen von Droemer Knaur)
Maeve Binchy wurde in Dublin geboren, studierte Geschichte und arbeitete als Lehrerin. 1969 ging sie als Kolumnistin zur Irish Times. Sie hat zahlreiche Romane, Kurzgeschichten und Theaterstücke geschrieben. Ihre Romane, darunter "Der grüne See", "Die irische Signora" und "Ein Haus in Irland" wurden in England, den USA und in Deutschland zu Bestsellern. Auch "Cathys Traum", "Wiedersehen bei Brenda" und "Insel der Sterne" landeten gleich nach Erscheinen sofort ganz oben auf den internationalen Bestsellerlisten.
Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.  

Die Bibliographie von Maeve Binchy findet ihr auf unserer Autorenseite



Von Maeve Binchy wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Keine Kommentare: