Montag, 13. August 2012

[Rezension] Carlotta Mink - Clio und Jack - Eine Liebe in Venedig



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 190 Seiten
Verlag: Aaronis Collection GbR; Auflage: 1 (22. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3936524475
ISBN-13: 978-3936524475
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,2 x 1,8 cm

Covertext:
Sie hat alles im Griff, die adelige Perserkatze Clio. Der Palazzo gehört ihr, Ratten, Mäuse und Tauben sind durch ausgeklügelte Verträge an sie gebunden und den Menschen überlässt Clio großmütig die Regentschaft. Ihre Herrschaft könnte perfekt sein – da geschieht etwas Unfassliches: Ihre Familie hat die Frechheit, einen verlausten, dreckigen Dachkater in den Palazzo aufzunehmen. Jack, der kleine Prolet, ist gewitzt und er hat keinerlei Respekt vor der adeligen Katzendame. Da erhebt sich aus dem Keller des Palazzo eine Bedrohung, die Clios wohlgeordnete Welt aus den Fugen geraten lässt. Die Zeit der klugen Verhandlungen und Verträge ist vorbei – die Zeit der Helden ist angebrochen. Aber kann Jack, der verlauste Schmutzling, der noch nicht einmal von Adel ist, in der Stunde der Not zu einem Helden werden? Clio bezweifelt das stark.

Zum Buch:
Dem Covertext kann ich inhaltlich eigentlich nichts hinzusetzen.

Der Autorin ist es hervorragend gelungen, dem Leser die Welt von Clio nahezubringen. Eine Welt, die in Venedig in einem Palazzo spielt. 
Gekonnt beschreibt sie das Leben im Palazzo und die örtlichen Begebenheiten. Man kann förmlich das Wasser unterhalb des Balkons plätschern hören.

Clio ist eine adlige Perserkatze mit einem langen Stammbaum. Zwei von ihren Vorfahrinnen haben ihr eigenes Portrait und sie selber hofft darauf, dass auch sie sich auszeichnen wird und eines Tages irgendwas Bedeutendes tun wird, damit auch sie ein Portrait bekommt.
Sie ist überheblich und trägt ihr Näschen ganz weit oben. Außer ihrer "Mama", ihrer Besitzerin, kann sie nur noch die jüngste der drei Kinder leiden. Die anderen beiden Kinder und den Mann ihrer Besitzerin hält sie für überheblich und nicht ganz zurechnungsfähig.
Auch den Freund der ältesten Tochter mag sie nicht und das ändert sich auch nicht, als er eines Tages ein kleines graues Etwas mitbringt, einen kleinen verflohten Kater namens Jack.
Seit der Kater im Haus ist, ist sie nicht mehr die Hauptperson. Sie macht sich Gedanken, wie sie ihm eins auswischen kann, so dass er der Schuldige ist, aber Jack beherrscht das Spiel genauso, so dass sie für Sachen bestraft wird, die sie nicht getan hat.
Ein wahrer Machtkampf entbrennt. Sie konkurrieren beide um die Gunst der Dosenöffner.
Jack, der ein wenig überheblich daherkommt, kann dem ganzen Gerede von Abkommen zwischen Ratten, Mäusen und Tauben nichts abgewinnen und hält das alles für Humbug.
Erst als die Ratten die Vereinbarungen außer Kraft setzen, muss auch er zeigen, was in ihm steckt.

Clio und Jack besitzen beide viele menschliche Züge, so dass man sie vom Wesen her gut verstehen und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Die Versuche der beiden, den jeweils anderen auszutricksen, brachten mich zum schmunzeln.
Auch wenn Clio ein wenig versnobt auftritt, ist sie eine Sympathieträgerin, die ich ins Herz geschlossen habe.

Für dieses Buch gibt es keine Altersempfehlung, aber ich denke, dass man diese Geschichte auch schon jüngeren Kindern in die Hand geben kann.

Ich hatte auf alle Fälle meinen Spaß mit dieser Lektüre.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von ihrer HP)
Geboren in Hannover an der Leine kam ich mit 15 Jahren in das kleine Taunusstädtchen Idstein, in dem ich mich bis heute wohl fühle. Geschrieben habe ich keineswegs »von Kind an« sondern erst nachdem ich Studium und Referendariat als Gymnasiallehrerin abgeschlossen hatte, jedoch wegen absolutem Einstellungsstopp an den Schulen keinen Arbeitsplatz erhielt. Zwischen Haushalt, zwei lebhaften Kindern und einem Job im Buchladen begann ich, erste Geschichten zu erfinden. Daraus entwickelte sich mein zweiter Beruf, der mit viel Arbeitsdisziplin und Beharrlichkeit verbunden ist, den ich aber über alles liebe.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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