Donnerstag, 30. August 2012

[Rezension] Hanna Steinegger - Scherben-Blumen - Soviel Zufall kann nicht normal sein



Leseprobe


Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 427 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 263 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B007MMI4CA

Inhalt:
Seit bald dreißig Jahren sind Harald und Agathe miteinander verheiratet. Ebenso lange schon betrügt er sie regelmäßig und behandelt sie als sein Eigentum, dessen Lebenszweck vor allem darin besteht, ihm zu dienen. 
Der Zufall will es, dass sie sich ahnungslos mit Lana, einem seiner früheren Seitensprünge, anfreundet. Für Agathe eröffnen sich neue Welten. Als sich zufällig ein weiterer Ex-Seitensprung dazu gesellt, versteht Harald die Welt nicht mehr. So viel Zufall kann doch nicht normal sein. 
Mit über fünfzig nochmals Vater werden, setzt ihm dann noch zusätzlich zu, zumal ihn die blutjunge Mutter des Kindes mit Heiratswünschen unter Druck setzen will. 
Während Agathe es schafft, sich von ihrem Mann zu trennen, mit den Freundinnen ein eigenständiges Leben aufzubauen, und sogar eine neue Liebe zu finden, gerät seine Welt mehr und mehr aus den Fugen. 

Zum Buch:

Harald und Agathe sind fast 30 Jahre miteinander verheiratet. Er hat Karriere gemacht und bringt das Geld nach Hause, sie ist Hausfrau und für den Haushalt zuständig. Finanziell wird sie ziemlich knapp gehalten, denn Harald ist geizig. Auf den Wunsch, dass Agathe arbeiten will, kann er nur müde lächeln.
Harald, ein gut aussehender Mann und narzistisch veranlagt, kann der Frauenwelt nicht widerstehen. Jahrelang betrügt er seine Frau mit immer anderen Frauen.
Als sie dahinterkommt, zieht sie kurzerhand aus und geht zu einer Freundin, Lana, die sie kurz vorher kennengelernt hatte. Dass diese ebenfalls eine verflossene Liebschaft ihres Mannes war, ahnen die beiden Frauen nicht.
Harald schwört Besserung und versucht, seine Frau zurück zu gewinnen. Unter bestimmten Bedingungen kommt diese auch wieder zurück.
Natürlich bleibt es nicht bei den Versprechungen und Harald fällt wieder in sein altes Schema zurück. Agathe hat die Nase endgültig voll ...

Hanna Steineggers Buch über Harald und seine Frauen ist ein Buch, das mich überrascht hat. Anfänglich dachte ich, es geht mehr oder weniger nur um die Ehe von Harald und Agathe, ihre Höhen und Tiefen. Aber je weiter ich in das Buch eintauchte, umso mehr Facetten zeigte es. 

Besonders interessant fand ich die Situationen, wie die Frauen sich kennen- und schätzen lernten. Ist schon ungewöhnlich, dass sich letztendlich alle miteinander gut verstehen, ja sogar richtig gute Freundinnen werden und keiner mehr mit Harald zu tun haben möchte. Ob das in der Realität auch so Bestand haben würde? Für ein Buch ist es zumindest ein guter Ansatz.
Die Person des Harald fand ich zum Ende hin nur noch peinlich und als ausgesprochenen K...brocken. 
Agathe war mir ehrlich gesagt ein wenig zu perfekt. Anfänglich war sie zu gutgläubig und später hat sie alles locker weggesteckt. Es machte auf mich den Eindruck, als berührte sie das alles nicht wirklich. Das konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.  
Viel Spaß hingegen hatte ich mit den humorvollen Einlagen der Protagonisten (wenn in Klammern gesagt wurde, was sie dachten). Wie im wahren Leben.
Die Autorin hat hier einiges zur Sprache gebracht wie Lügen, Abhängigkeit von Männern und Gewalt an Frauen. Sie schreckte auch nicht vor Entführung und Erpressung zurück. Natürlich darf auch die Liebe und die Freundschaft nicht fehlen.

Es ist ein Buch, das mit einigem Unvorhersehbaren aufwarten konnte, keine Langeweile aufkommen ließ und einfach nur Spaß machte zu lesen.


Bewertung:





Zur Autorin:
Die 1944 geborene Schweizerin Hanna Steinegger begann schon in der Schule Kurzgeschichten zu schreiben, in denen des um Tiere ging.
Nach einer Ausbildung als Kleintierpflegerin folgte eine Umschulung zur Arztgehilfin. Ende der 60-er Jahre emigrierte sie nach Kanada, wo sie 2 Jahre auf einer Ranch lebte und anschließend durch das Land trampte.
Zurück in der Schweiz arbeitete sie im Sekretariat einer Telekommunikationsfirma, fand Arbeit im Sozialbereich und startete noch eine Ausbildung zur Gymnastiklehrerin. Sie betreibt ein eigenes Studio und schreibt noch nebenbei Bücher.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Hanna Steinegger bedanken, die mir das Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.


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Agnes und Rudolf 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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