Freitag, 14. September 2012

[Rezension] Antoinette van Heugten - Mutterliebst




Leseprobe



Eckdaten:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899419391
ISBN-13: 978-3899419399
Originaltitel: Saving Max
Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 14 x 3 cm

Covertext:
Ist ihr Sohn wirklich ein Mörder? Die erfolgreiche Rechtsanwältin Danielle Parkman kann das einfach nicht glauben. Sicher, das Verhalten ihres autistischen Sohnes Max war im Laufe der Jahre immer schlimmer geworden. Deswegen hatte sie sich in ihrer Verzweiflung ja auch an die renommierte Maitland-Klinik in Des Moines gewandt. Deren Diagnose lautete: Ihr Sohn ist tief gestört und gefährlich. Nun liegt Max bewusstlos und blutend neben einem Patienten, der brutal erstochen wurde. Alles deutet darauf hin, dass er die Tat begangen hat. Alles außer diesem Gefühl in Danielles Herzen. Gefangen zwischen Zweifeln und Angst versucht sie, die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen. Was sie dabei entdeckt, lässt sie allerdings an ihrer eigenen geistigen Gesundheit zweifeln.

Zum Buch:
Wie reagiert eine Mutter, die ihren Sohn blutbefleckt mit einem Tatwerkzeug in der Hand neben einer grausam zugerichteten Leiche sitzen sieht?
Danielle, Rechtsanwältin und die Mutter vom autistischen Max versucht, ihren    Sohn zu beschützen und mit ihm vom Tatort zu fliehen.
Seit sie ihren Sohn Max in die Maitland-Klinik bringen musste, muss sie zusehen, wie er sich vom Wesen her verändert hat. Hinweise an die Ärzte, dass das nicht ihr Sohn ist, den diese nach Untersuchungen und Beobachtungen beurteilen, werden nicht beachtet, bis er eines Tages neben der Leiche von Jonas gefunden wird und es klar ist, dass nur er den Mord begangen haben kann.
Danielle kämpft mit allen Mitteln und gegen die Zeit, denn sie will beweisen, dass nicht ihr Sohn der Täter war. Ihr ist jedes Mittel recht, auch wenn sie selbst dafür das Gesetz brechen muss und gegen Auflagen verstoßen muss.

Der Roman beginnt recht schleppend ... viele medizinische Erläuterungen, keine großartige Handlung... bis zum Mord an Jonas, einem weiteren Insassen  der Maitland-Klinik, für den Max verantwortlich gemacht wird. Max jedoch hat keinerlei Erinnerungen an seine Tat.

Von diesem Augenblick an wird man von der Geschichte gepackt, förmlich in sie hineinkatapultiert, sie lässt den Leser nicht mehr los. 
Man erlebt, wie aus einer Mutter, die ihr Kind liebt und um sein Wohl besorgt ist, eine Kämpferin wird, die nichts unversucht lässt, die Unschuld von Max zu beweisen. Da sie selbst nur gegen Kaution auf freiem Fuß ist, denn sie wollte mit Max vom Tatort fliehen, sind ihre Möglichkeiten ziemlich begrenzt, zumal sie mit einer Fußfessel belegt wurde und ihre Reichweite beschränkt ist.
Trotz dieser Widrigkeiten und dem Wissen, dass sie im Knast landen wird, wenn sie gegen die Auflagen verstößt, sucht sie Beweise, auch wenn die Mittel und Wege alles andere als legal sind. Es ist ihr egal, was aus ihr wird, Hauptsache es gelingt ihr, Max aus der Untersuchungshaft heraus zu bekommen.
Ihr Einfallsreichtum, die Auflagen zu umgehen, ist genial. Als Leser fiebert man mit Danielle mit, immer hoffend, dass sie es schaffen wird, den Mörder zu identifizieren. Es bleibt ihr nicht viel Zeit, denn die Anhörung vor Gericht ist sehr kurzfristig einberufen worden.

Was Danielle aber letztendlich ans Licht zerrt, ist hardcoremäßig. Auch wenn man sich als Leser so seine Gedanken gemacht hat und ahnt, wer der Mörder sein könnte, ist man dann doch entsetzt, man kann und will es eigentlich nicht wahrhaben.
Man blickt in Abgründe, die vom normalen Verstand nicht greifbar sind.

Die Protagonistin Danielle ist sehr sympathisch gezeichnet und ihre Handlungen lassen sich als Mutter sehr gut nachvollziehen. Auch ihr Anwalt Tony Sevillas und dessen Freund, der Privatdektiv Doaks, sind zwei Charaktere, die das Buch bereichern. 

Auch wenn die Krankheit des Autismus hier ein wenig beschönigt wird, schmälert es nicht das Vergnügen, hier einen Thriller in der Hand zu haben, der einen packt und nicht mehr loslässt.

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text von jpc.de)
Die ehemalige Anwältin Antoinette van Heugten hat schon in Skandinavien, Deutschland und den USA praktiziert, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. In diesen Roman fließen ihre eigenen Erfahrungen mit autistischen Kindern ein. Antoinette van Heugten lebt derzeit mit ihrem Mann in Fredericksburg, Texas.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Claudia von Claudias Bücherregal und beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Isabel hat gesagt…

Ja, wirklich ein toller Thriller, obwohl mir wie Dir ging. Der Anfang war etwas schleppend, aber dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
LG Isabel