Dienstag, 4. September 2012

[Rezension] J. D. Robb - Ein gefährliches Geschenk (Band 17/18)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 509
ISBN: 978-3-442-36384-1
Erscheinungstermin: November 2005 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: blanvalet

Klappentext:
Ein Porzellanhund und eine mysteriöse Botschaft heben das Leben der jungen Antiquitätenhändlerin Laine Tavish völlig aus den Angeln. Ihr Vater ist in einen spektakulären Diamantenraub verwickelt und hat sich mit Ganoven eingelassen, denen er nicht gewachsen ist. Als Laine von ihnen bedroht wird, kommt ihr der hinreißende Versicherungsdetektiv Max Gannon zu Hilfe … Selbst fünfzig Jahre später ist dieser Coup nicht vergessen. Nicht nur Max’ und Laines Enkelin Samantha Gannon weiß noch davon. Auch ein kaltblütiger Killer vernimmt den Lockruf der Diamanten, und spürt dem Rest der Beute nach. Schon bald kommt es zu zwei schrecklichen Morden, die Lieutenant Eve Dallas vor große Rätsel stellen ...


Rezension:
Die 28-jährige Laine Tavish lebt in einer Kleinstadt und betreibt ein Antiquitäten-Geschäft. Sie führt ein ruhiges, zurückgezogenes Leben, hat nur wenige Freunde und ist mit ihrem Leben zufrieden, bis eines Tages ein Mann namens Jasper R. Peterson in ihren Laden kommt und mit ihr das Gespräch sucht. An diesem Tag ist viel los, sodass sie sich Peterson nicht widmen kann und dieser ihr eine Karte mit seiner Nummer hinterlässt, doch kaum tritt er aus dem Laden auf die Straße, wird er von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Laine eilt ihm zu Hilfe und in diesem Moment erkennt sie, wer er wirklich ist, Willy Young, ein alter Freund ihres Vaters. Laine ist geschockt, so fest war sie davon ausgegangen, ihre Vergangenheit und damit ihren Vater endgültig hinter sich gelassen zu haben, denn ihr Vater ist niemand anderes als Jack O´Hara, seines Zeichens ein Dieb und Betrüger.

Kurze Zeit später taucht Max Gannon in der Stadt auf. Er ist den Spuren Willys gefolgt, denn vor seinem Tod haben er und Jack einen millionenschweren Diamantenraub über die Bühne gebracht. Im Auftrag der Versicherung soll Max die Diamanten wieder beschaffen. Leichter gesagt als getan. Schnell keimt in ihm der Verdacht, dass es sich bei Laine um Elaine O´Hara handelt, doch diese ist nicht so, wie er sie sich vorgestellt hat. Bereits vom ersten Moment an ist er hier verfallen und weiß nur eines: Diese Frau will er heiraten. Doch auch Alex Crew, der dritte Dieb im Bunde, ist hinter der Beute her und er ist bereit, über Leichen zu gehen, es wäre nicht seine erste. Jetzt ist es Laine und Max, die Diamanten zu finden und Jack aus der Schusslinie zu holen ...

56 Jahre später findet die Schriftstellerin Samantha Gannon bei der Rückkehr von einer Lesereise ihre beste Freundin ermordet in ihrer Wohnung auf. Während Samanthas Abwesenheit wollte Andrea Jacobs auf ihre Wohnung aufpassen. Für Eve Dallas, die mit den Ermittlungen beauftragt wurde, steht schnell fest, dass der Täter irgendetwas gesucht haben muss. Sobald Eve erfährt, worum es bei dem Buch von Samantha geht (die Geschichte ihrer Großeltern und ein Diamantenraub) steht für Eve fest, dass der Täter genau diese Diamanten gesucht hat, denn vor über einem halben Jahrhundert wurden nicht alle wiedergefunden. Eve beginnt unmittelbar mit ihren Ermittlungen, doch niemand scheint zu wissen oder auch nur zu erahnen, wo die restlichen Diamanten sind. Dann taucht eine weitere Leiche auf und Eve weiß, dass die Zeit knapp wird, der Täter immer weiter morden wird, bis er die Diamanten hat und Samantha in dieser Zeit in höchster Gefahr schwebt ...


Dieser Zwischenband zwischen dem 17. und 18. Band der Eve-Dallas-Reihe spielt im Spätsommer des Jahres 2059. Was zeitlich noch halbwegs hinkommen mag, verpufft in der Geschichte, denn bestimmte bereits eingetretene Ereignisse der Buchreihe sind in diesem Band noch nicht geschehen. Den Plot fand ich nicht sonderlich gut dargestellt, zumal mich die ständigen Unstimmigkeiten zwischen diesem Buch und der "normalen" Buchreihe fast wahnsinnig gemacht haben. Auch fand ich, dass gerade im ersten Teil des Buches, der in der heutigen Gegenwart spielt, zu viel Nora Roberts vorhanden war, wie: sie sahen sich und sie liebten sich sofort bis an ihr Lebensende, trotz einiger bis dahin auftretender Schwierigkeiten. Auch konnte mich im 2. Teil des Buch, welcher im Jahr 2059, weder der Schreibstil noch der Plot an sich überzeugen, es gab einfach zu viele Unterschiede und auch die Sprechweise/Übersetzung unterschied sich erheblich von der Buchreihe. Alles in allem handelt es sich hierbei um den schlechtesten (Zwischen)Teil der Reihe, bei dem ich mehrmals kurz davor war, diesen abzubrechen. Jedoch weiß ich, dass der 18. Band der Reihe "Im Tod vereint" definitiv besser sein wird (schlechter geht nämlich gar nicht mehr).





Bewertung

Die Autorin:
J.D. Robb ist das Pseudonym von Nora Roberts. Nora Roberts wurde am 10. Oktober 1950 in Silver Spring, Maryland, als jüngstes von fünf Kindern und einziges Mädchen geboren. Ihre Ausbildung endet mit der High School in Silver Spring. Mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen zog sie Anfang der Siebziger Jahre aufs Land. Sie begann zu schreiben, als sie im Winter tagelang eingeschneit waren und sie jedes im Haus verfügbare Buch gelesen hatte. Drei Jahre später hatte sie hat bereits mehrere fertige Manuskripte in der Schublade, und 1981 wurde ihr Roman »Irish Thoroughbred« veröffentlicht, der über eine halbe Million mal verkauft wird.
Seitdem hat sie bereits über 100 Bücher auf den Markt gebracht, die in 26 Sprachen übersetzt sind. Nora Roberts gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen ihres Genres, dem (historischen) Liebesroman. Hochrechnungen haben ergeben, dass in den USA heute alle fünf Minuten ein Buch von ihr verkauft wird. Von dem Romantic Times Magazine wurde sie mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.
Unter dem Pseudonym J.D. Robb schreibt sie Kriminalromane mit der Serienheldin Eve Dallas, einer Polizistin in New York im Jahr 2059.
Nora Roberts lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Keedysville, Maryland.

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Ursprünglich gehörte diese Reihe mal Kleeblatt, aber nach ewigem hin und her konnte ich sie davon überzeugen, dass diese Sci-Fi-Krimi-Reihe bei einfach besser aufgehoben ist.

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