Samstag, 8. September 2012

[Rezension] Josephine Pennicott - Dornentöchter




Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: List Hardcover (14. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471350861
ISBN-13: 978-3471350867
Originaltitel: Poet's Cottage
Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 3,8 cm

Covertext:
Als Sadie in das alte Cottage ihrer Familie in Tasmanien zieht, hofft sie auf einen Neubeginn. Doch das schöne Haus hat ein Geheimnis. Vor Jahrzehnten starb dort Sadies Großmutter auf mysteriöse Weise. Ist die Zeit reif, das Rätsel zu lösen? Über Generationen hinweg hat die Familie geschwiegen, nun will Sadie endlich die Wahrheit ans Licht bringen. Sie dringt tief in die Vergangenheit ein und kommt dabei auch ihrem Traum von einem Leben voller Liebe und Vertrauen näher.

Zum Buch:
Nach dem Scheitern ihrer Ehe und dem Tod ihrer Mutter zieht Sadie mit ihrer Tochter Betty ins tasmanische Pencubitt, wo sie das Haus Poet's Cottage geerbt hatte. Ein Haus, in dem es scheinbar nicht mit rechten Dingen zugeht, denn vor vielen Jahren, im Jahr 1936, kam dort ihre Großmutter Pearl auf grausame Art und Weise ums Leben. Die Geister scheinen dieses Haus noch nicht verlassen zu haben.
Sadie, die selbst Autorin ist, will dort einen Neuanfang starten und ein Buch über ihre Großmutter schreiben. Sie trifft dort im Dorf auf Birdie, ein Urgestein und eine der Freundinnen ihrer Großmutter. Diese hatte selbst einmal etwas über Pearl publiziert und übergibt Sadie ihre Unterlagen, damit diese ihre Großmutter kennenlernen kann und einen Einblick in die Geschehnisse von 1936 nehmen kann.
Aber wird es nach so vielen Jahren noch möglich sein, den Mörder zu finden, der damals Pearl umgebracht hatte? ...

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, 1936 und in der Gegenwart.
Als Sadie mit ihrer Tochter in Pencubitt eintrifft, ahnt sie nicht, wie schwer es sein wird, das Leben ihrer Großmutter zurückzuverfolgen. Obwohl ihre Tante Thomasina auch auf dem Grundstück lebt, erfährt sie von ihr keinerlei Unterstützung. Diese hatte, und daraus macht sie auch keinen Hehl, ihre Mutter gehasst und war nicht wirklich traurig, als diese ums Leben kam.
Sadie trifft auf eine alte Freundin ihrer Großmutter, die ihr Unterlagen übergibt, mit deren Hilfe sie Einblick ins Leben ihrer Großmutter hat.
In diesen werden die Geschehnisse von 1936 offenbart, wie Pearl mit ihrem Mann Maxwell nach Pencubitt kam und was für ein Mensch sie war.

Die Person der Pearl war mir durch das ganze Buch hinweg einfach nur unsympathisch. Sie war einfach nur eine egoistische und egozentrische Person, die ich als Leser nicht richtig greifen konnte.
Wie sie mit ihren Kindern umsprang bzw. diese links liegen ließ, hauptsächlich Thomasina, fand ich einfach nur schrecklich. Dass diese Frau auch noch Kinderbücher schrieb, passte für mich nicht wirklich zusammen.
Mir fehlte in dem Buch eine Erklärung, warum Pearl gerade zu Thomasina so grausam war.

Sadie und Betty hingegen sind zwei Sympathieträger. Betty gefiel es anfangs gar nicht in Pencubitt, so dass sie ihren Vater bat, sie dort abzuholen. Der kam mit seiner neuen Freundin, die auch noch esoterisch angehaucht war. Sie spürte in dem Haus gleich die negativen Schwingungen und versuchte, sie mittels "Besprechungen" zu vertreiben.
Trotzdem sich Bettys Eltern getrennt hatten, driftete die Begegnung zwischen den beiden nicht ins Negative. Es war angenehm zu erleben, dass man auch nebeneinander gut klarkommen kann.
Sadie und Betty finden in dem kleinen Ort Freunde, wie zum Beispiel Birdie, aber nicht allen können sie trauen.  

Die Frage, wer wohl der Mörder von Pearl war, schlängelt sich durch das ganze Buch. Immer stand auch die Frage, ob es ein Bekannter, ein Freund oder ein Fremder war und vor allem, lebt der Mörder nach der langen Zeit noch unter ihnen?

Sehr anschaulich gelang es der Autorin, dem Leser den Pencubitt nahe zu bringen. Man fühlt sich als Teil der Gemeinschaft, sowohl in der Vergangenheit im Jahr 1936 wie auch in der Gegenwart. Als Leser lernt man viele Menschen kennen mit den unterschiedlichsten Eigenarten und Schrullen.
Vor allem der Standesdünkel war in den 30er Jahren sehr ausgeprägt.

Nach und nach löst die Autorin alle offenen Fragen auf, die Gespenster und Geister bekommen Namen. 

Für das Ende hätte ich mir allerdings etwas spektakuläreres gewünscht, so dass ich  doch ein wenig enttäuscht das Buch geschlossen habe.


Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom List-Verlag)
Josephine Pennicott kam in Tasmanien zur Welt und verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Papua-Neuguinea. Nach ihrem Kunststudium arbeitete sie als Krankenschwester und schrieb nebenbei sehr erfolgreich Krimis und Fantasy-Romane. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Sydney.



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 
 
und dem 


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Keine Kommentare: