Mittwoch, 19. September 2012

[Rezension] Norbert Krüger - Das Ende der Leichtigkeit








Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 217 Seiten
Verlag: Freunscht Media; Auflage: 1., Aufl. (15. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943220044
ISBN-13: 978-3943220049
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 2,2 cm

Covertext:
Eine ganz normale Liebesgeschichte zwischen zwei ganz normalen, vom Leben verwundeten Menschen. Stefan ist Filmkritiker. Auf einer Fahrt nach Paris lernt er die Studentin Suzanne kennen. Und lieben. Nur sehr zögernd öffnet sie sich ihm. Nicht alles, was sie erzählt, passt zu der leichten Sommerliebe, von der er träumt.
Stefan muss sich entscheiden. Ist er bereit, an der Beziehung zu arbeiten oder flüchtet er sich in Weltrettungsfantasien? Er tritt eine Reise an, nach Korfu, dorthin, wo sich auch für Suzanne das Leben grundlegend geändert hat. Die Zeit auf der Insel und die Begegnung mit einigen der Inselbewohner wird ihn verändern. Bei seiner Rückkehr nach Hamburg ist er reifer, vor allem aber bewusster. Wird Suzanne ihn noch wollen?


Zum Buch:
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Stephan lernt Suzanne durch eine Mitfahrgelegenheit auf der Fahrt nach Paris kennen. Schon da bemerkt er, dass sie in bestimmten Situationen untypisch reagiert. Durch Zufall treffen sie sich in Paris wieder und Suzanne gibt ihm ihre Nummer von Hamburg.
Stephan, kaum nach Hamburg zurückgekehrt, ruft Suzanne an und will sich mit ihr verabreden. Sie treffen sich immer wieder, ein halbes Jahr, ohne jedoch körperlich Kontakt aufzunehmen. Stephan ist das eines Tages nicht mehr genug, so dass sich Suzanne eines Tages aufrafft und ihm eine Geschichte erzählt, die auf Korfu ihr Leben für immer verändert hat.
Stephan sieht rot und macht sich auf den Weg nach Korfu, um Suzanne zu rächen ...

Mit diesem Buch hat sich Norbert Krüger an ein Thema gewagt, über das nicht so oft geschrieben wird - Vergewaltigung. 
Er zeigt Aspekte bzw. Situationen auf, in denen ein Mann zum Vergewaltiger werden kann. Ohne sie zu werten, zeigt er, wie es dazu kommen kann.
Stephan, der nach Korfu fährt, um dort an Larbaud, dem Vergewaltiger von Suzanne Rache zu nehmen, macht gerade dort seine eigenen Erfahrungen mit einer Vergewaltigung.
Sein ganzer Plan platzt, als er Larbaud selbst kennenlernt und die beiden Freunde werden. Diesen Sachverhalt für sich konnte ich so gar nicht nachvollziehen, das erscheint mir persönlich als nicht real.
Als Stephan dann selbst fast zum Vergewaltiger wird und die Rede auf Spiro kam, stellte sich mir die Frage, ob denn jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger ist.

Mit den Protagonisten bin ich leider gar nicht warm geworden. Stephan selbst verkehrt in Kreisen, die ich nicht nachvollziehen kann und er erscheint mir vom Wesen her zu widersprüchlich. Suzanne ist so in sich gekehrt und auf sich bezogen, so dass ich auch zu ihr keinen wirklichen Zugang finden konnte.
Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich in die Geschichte hineinfand. Mir wurde anfangs "zuviel geschrieben", ohne dass etwas passierte. Alles was vor Stephans Ankunft in Korfu geschah, ist leider an mir vorbeigeplätschert. 

Ich habe irgendwo den Vergleich gelesen mit Woody Allen und genau das trifft hier für dieses Buch zu. Woody Allen mag und versteht man oder nicht. Ich für meinen Teil bin kein Fan von Woody Allen.
Auch an diesem Buch werden sich meiner Meinung nach die Geister scheiden.

Wer das intellektuelle und tiefgründige mag, für den ist das genau das richtige Buch und der wird auch Zugang dazu bekommen.

Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen von Amazon)
Erste Erfahrungen als Autor machte Norbert Krüger beim "Appendix", der Schülerzeitung des Lessing-Gymnasiums in Hamburg-Harburg. Nach der Schule folgte das Fachbereichsblatt der Theologischen Fakultät Hamburg, "achamoth". Dann die erste "richtige" Zeitung: Bei der "Hamburger Rundschau" fand er seinen Weg als "ständiger freier Mitarbeiter" ins Impressum.
1997 folgte ein erstes Buch beim Verlag Marion von Schröder: "Die schönste Sache der Welt", der Begleitband zu einer Serie von vom WDR produzierten Fernsehfilmen.
2002 erschien sein zweites Buch, "Das dritte Prinzip", als Book on Demand im Selbstverlag "éditions ennka". Während der Überarbeitung dieses Bandes lernte er 2011 die Inhaberin des Freunscht Media Verlags kennen, die ihm anbot, den Roman unter dem neuen Titel "Das Ende der Leichtigkeit" in ihr Programm aufzunehmen.
Daneben sind in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien Texte von ihm erschienen. Zu den größten Coups gehört wohl die Erzählung "Feucht" (8 Seiten) im deutschen "Playboy" und die persische Übersetzung der Erzählung "Berührungen" in "Sharazâd".

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Keine Kommentare: