Samstag, 20. Oktober 2012

[Rezension] Emily Perkins - Die Forrests





Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Berlin Verlag (10. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827010764
ISBN-13: 978-3827010766
Originaltitel: The Forrests
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,6 cm

Covertext:
Aus Copyrightgründen hier nur der LINK

Zum Buch:
Emily Perkins erzählt in ihrem Roman die Geschichte der Familie Forrest. 
Die Hauptprotagonistin ist Dorothy, Dot genannt, deren Leben der Leser von frühester Jugend an mitverfolgen kann bis kurz vor ihrem Tod.
Dot ist eines von 4 Kindern, ihre Geschwister sind Michael, Evelyn und Ruth. Die Familie siedelte schon in frühen Jahren von New York nach Auckland, Neuseeland, um. 
Ein Mitglied der Familie war auch Daniel. Er hatte Probleme mit seinen Eltern und seitdem er eine Nacht bei seinem Freund Michael geschlafen hatte, gehörte er so gut wie zur Familie, denn dort gefiel es ihm besser und er wurde akzeptiert.
Daniel war Dorothys erste Liebe, es war auch eine Liebe, die sie nie wieder losließ, auch wenn sie weit weg von ihm ihr Leben lebte.
Während im Großen und Ganzen Dorothys Geschichte erzählt wird, bekommt der Leser auch Kenntnis darüber, wie Dots Geschwister und auch Daniel ihr Leben meistern.

Es ist eine Geschichte, wie sie sicherlich in vielen Familien vorkommen mag. Die Entfremdung der Eltern, die später wieder zusammen mit der jüngsten Schwester Ruth aufgrund einer Erbschaft zurück nach Amerika umsiedelten, spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Dots Bruder Michael hält sich fern von der Familie und nur mit Evelyn hat Dot engen Kontakt.
Dorothy, die selbst 4 Kinder haben wird, gibt ihren Beruf als Lehrerin auf und bleibt, solange die Kinder sie brauchen, als Hausfrau und Mutter zu Hause. Auch wenn sie es nicht immer leicht hat, meisterst sie ihr Leben und managt ihre Familie.

Sich in das Buch hineinzufinden, empfand ich als nicht ganz einfach. Scheinbar unwillkürlich werden Episoden aus dem Leben Dorothys und deren Geschwister erzählt, die sich nicht gleich dem Leser erschließen und greifen lassen. 
Es gib eine Unmenge von Personen oder Kindern, die plötzlich auftauchen, ohne dass näher auf sie eingegangen wird. 
Erst durch das Eintauchen in das jeweilige Kapitel eröffnet sich dem Leser, in welchem Lebensabschnitt er sich gerade befindet. Manchmal liegen Jahre zwischen den einzelnen Kapiteln, ein anderes mal nur Momente.

Es ist eine Geschichte, in der es keinen Spannungsbogen gibt, sie plätschert so vor sich hin und doch ist es der Autorin gelungen, mich weiterlesen zu lassen. Auch wenn ich immer dachte, es muss doch noch irgendwann etwas Großes passieren, wollte ich letztendlich auch wissen, wie es Dorothy weiter ergangen ist, wohin ihr Weg sie führte.

Schade finde ich, dass so gar nichts von Neuseeland eine Rolle im Buch spielte. Da war nichts, keine Landschaftsbeschreibungen oder andere gesellschaftliche oder politische Ereignisse, die Erwähnung im Buch fanden. Der Handlungsort wäre somit durchaus mit jedem anderen Ort der Welt austauschbar.

Der Schreibstil der Autorin offenbarte sich mir als kurz und bündig, aber auf den Punkt gebracht. Eine Schreibweise, an die man sich gewöhnen muss, die aber nicht störend wirkt.

Von der Bewertung hätte ich gern 3,5 Pfötchen vergeben, da wir aber keine halben Punkte vergeben, habe ich mich für 4 Pfötchen entschieden.

Bewertung:



Zur Autorin:
Der Name Emily Perkins ist ein Pseudonym.
Emily wuchs in Auckland und Wellington in Neuseeland auf.
Nach ein paar Jahren in London, wo sie auch ihr erstes Buch veröffentlichte, zog sie wieder zurück nach Neuseeland.
Neben dem Schreiben ihrer Romane unterrichtet sie auch Kreatives Schreiben an der Universität Aucklands.
Sie lebt heute mit ihrem Mann, einem Künstler und ihren Kindern in Auckland.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 

                               


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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