Mittwoch, 7. November 2012

[Rezension] Bettina Belitz - Splitterherz (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 631
ISBN: 978-3-839-00105-9
Erscheinungstermin: 7. Januar 2010 (1. Auflage)
Format:
Hardcover
Verlag: script5


Klappentext:
Es gibt genau einen Grund, warum Elisabeth Sturm nicht mit fliegenden Fahnen vom platten Land zurück nach Köln geht, und dieser Grund heißt Colin. Der arrogante, unnahbare, aber leider auch äußerst faszinierende Colin gibt Ellie ein Rätsel nach dem anderen auf, und obwohl sie sich mit aller Macht dagegen wehrt, kann sie sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen. Bald muss Ellie einsehen, dass Colin viel mehr mit ihrer Familie verbindet, als sie sich je vorstellen könnte. Ihr Vater Leo verbirgt ein Geheimnis, das ihn und Colin zu erbitterten Gegnern macht – und das Ellie in tödliche Gefahr bringt. Dass sie mit ihren seltsamen nächtlichen Träumen den Schlüssel zu dem Rätsel in der Hand hält, begreift Ellie erst, als ihre Gefühle für Colin alles zu zerstören drohen, was sie liebt.


Rezension:
Die 17-jährige Elisabeth Sturm, Elisa von ihrem Vater genannt, Lassie von ihren Freundinnen, ist wenig begeistert, dass ihr Vater die Stelle als Leiter der psychiatrischen Klinik in Rieddorf angenommen hat. In den vergangenen vier Jahren hat sie alles gemacht und getan, um zur Gruppe der angesagten Teenager zu gehören und nun soll alles umsonst gewesen sein? Doch es ist sinnlos, sie hängt auf dem Land fest, bis sie ihr Abitur in gemacht hat, aber danach soll es gleich wieder in eine Großstadt zum Studium gehen. Doch noch steht ihr ein neuer Anfang im Dorf bevor und von Beginn an beschleicht sie das Gefühl, dass sie wahrscheinlich nicht so richtig dazugehören wird.

Bereits am ersten Schultag ist Elisabeth klar, dass sie sich nicht getäuscht hat. Mit den anderen Schülern kann sie nicht viel anfangen, sie weiß nicht, wie sich geben soll und wie sie wirklich ist, hat sie über die Jahre schon fast vergessen. Zu allem Überfluss bekommt sie auch noch einen Tutoren zugeteilt, Benni - Schülersprecher, Vertrauensschüler und auch noch der Sohn des Bürgermeisters. Überrascht stellt Elisabeth fest, dass dieser auch noch ausgesprochen hilfsbereit und freundlich ist, doch sie ist ja nicht in der Schule, um Freundschaften zu schließen, sondern, um ihr Abitur zu machen.

Doch so öde das Leben auf dem Land auch sein mag, irgendwas stimmt dort nicht. Während eines Gewitters sieht Elisabeth ein blaues Leuchten, das sie sich nicht erklären kann, in ihrem Zimmer hat sie keinen Handyempfang, wobei sie unter dem Dacht wohnt und dort eigentlich den besten Empfang haben müsste und außerhalb des Dorfes lebt ein junger Förster, der Elisabeth während des Gewitters geholfen hat und ihr auch anschließend immer zu Hilfe kam, wenn sie diese benötigte, doch ansonsten anscheinend nichts mit ihr zu tun haben will. Wer ist Colin Blackburn und warum benimmt sich ihr Vater so merkwürdig, als er Colin begegnet?


Ich gestehe, ich verstehe den Hype um dieses Buch nicht! Der Plot war durchaus ansprechend und auch abwechslungsreich gestaltet, sodass es mir eigentlich nicht so schwer hätte fallen dürfen dieses Buch zu lesen und auch den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei ich mir jedoch einige spannender beschriebene Szenen gewünscht hätte, jedoch muss ich zugeben, ich bin mit der Protagonistin bis zum Schluss nicht warm geworden. Wie es ein 17-jähriges Mädchen schaffen kann, sich dermaßen und über Jahre hinweg selbst zu verleugnen, ist mir schleierhaft, weil doch gerade in der Pubertät die Charakterzüge eines jungen Menschen ganz besonders häufig und intensiv zum Vorschein kommen. Auch fehlte mir die wirkliche Tiefe an der Figur der Elisabeth, wo hingen ich die Nebencharaktere, allen voran Elisabeths Eltern und ihre Mitschüler, ganz wundervoll facettenreich gestaltet fand. Sicherlich werde ich zu gegebener Zeit noch einen weiteren Anlauf der Reihe nehmen mit dem 2. Band "Scherbenmond", aber bis es soweit ist, wird es wohl doch noch ein Bisschen dauern.



Bewertung


Die Autorin:
Bettina Belitz wäre an einem sonnigen Spätsommertag des Jahres 1973 beinahe in einer Heidelberger Bäckerei zur Welt gekommen, ein Umstand, der ihre Leidenschaft für Pflaumenkuchen erklärt. Ihre zweite Leidenschaft ist der Tatsache geschuldet, dass sie zwischen unzähligen Büchern aufwuchs und sich deswegen schon früh in die Magie der Buchstaben verliebte. Lesen alleine genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre (nicht kulinarische) Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren. (Text von script5 übernommen).

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Da ich bereits viel Gutes über diese Buchreihe gehört und gelesen habe, habe ich es bei einem neuerlichen Büchereibesuch spontan entliehen, als ich es da im Regal stehen sah.

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