Dienstag, 6. November 2012

[Rezension] J. D. Robb - Stirb, Schätzchen, stirb (Band 22)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-442-37046-7
Erscheinungstermin: 17. September 2012 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: blanvalet

Klappentext:
New York 2059. Eve Dallas erkennt die elegant gekleidete Besucherin in ihrem Büro erst auf den zweiten Blick: Es ist ihre Pflegemutter Trudy Lombard. Einst hat sie nichts unversucht gelassen, die kleine Eve zu quälen, und auch jetzt hat sie nichts Gutes im Sinn. Sie droht, Eves dunkelstes Geheimnis öffentlich zu machen – wenn sie ihr nicht zwei Millionen Dollar gibt. Als Eves geliebter Roarke davon erfährt, lässt er nichts unversucht, diesen Schrecken aus der Vergangenheit zu bannen. Doch dann geschieht ein Mord …


Rezension:
Es ist kurz vor Weihnachten des Jahres 2059 in New York. Ganz New York scheint im Glitzer und Glimmer zu versinken, doch auch zu dieser Zeit des Jahres sterben Menschen, sodass Eve Dallas und ihre Partnerin Delia Peabody nicht zur Ruhe kommen. Der Einsatz, zum dem sie gerufen werden, könnte kaum skurriler sein. Ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann sprang während einer Firmenfeier aus dem Fenster und landete auf einem jungen Familienvater - beide überlebten diese Aktion nicht. Schnell steht fest, dass der Weihnachtsmann Drogen eingeworfen hatte und Eve rechnet mit dem Dealer gnadenlos ab. Doch als sie in ihr Büro zurückkehrt muss sie feststellen, dass eine Frau dort auf sie wartet. Es handelt sich um Trudy Lombard, bei der Eve als Kind knapp ein halbes Jahr in Pflege lebte. Diese Zeit ihres Lebens hat Eve erfolgreich verdrängt, doch als sie Trudy wiedersieht, brechen sämtliche Schutzwälle und Eve schafft es nur mit knapper Not nach Hause, bevor sie zusammenbricht.

Ehemann Roarke ist dank Peabody rechtzeitig zur Stelle, um seiner Frau bei ihrem Zusammenbruch beizustehen und erfährt so, dass sie nicht nur während der Zeit mit ihrem Vater die Hölle auf Erden erlebt hat, sondern bereit war, sich in der Obhut von Trudy das Leben zu nehmen, weil sie dieses einfach nicht mehr ertragen hat. Zum Glück gelang ihr damals die Flucht aus diesem Haus und sie musste, nachdem sie in Gewahrsam genommen wurde, nie wieder dorthin zurück.

Roarke jedoch ist klar, dass Trudy nicht aus reiner Menschengüte nach New York gekommen ist, um Eve wiederzusehen und sein Verdacht soll sich bewahrheiten, als Trudy am nächsten Morgen in seinem Büro steht und ihn versucht zu erpressen, sonst würde sie mit Eves Kindheitsgeschichte an die Öffentlichkeit gehen. Doch Roarke lässt sich nicht einschüchtern, er dreht den Spieß um und Trudy verlässt fluchtartig sein Büro. Roarke jedoch ist klar, dass Eve sich erst von ihrer Vergangenheit lösen kann, wenn sie Trudy ein für alle Mal aus ihrem Leben verwiesen hat. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, der Frau ein letztes Mal die Stirn zu bieten und finden stattdessen ihre Leiche. Doch wer außer Eve und Roarke hatte ein Motiv, Trudy ausgerechnet in New York umzubringen? Gemeinsam mit ihrem Team macht Eve sich umgehend an die Ermittlungen und wie es aussieht, hatte Trudy mehr als genug Feinde, die ihren Tod alles andere als bedauern ...


Der 22. Band der Eve-Dallas-Reihe beginnt wenige Wochen nach dem Ende des 21. Bandes "Stich ins Herz" an. Mittlerweile ist jedem Leser der Reihe bekannt, welches Martyrium Eve während der ersten 8 Jahre ihres Lebens erleiden musste, doch was danach geschah, lag bisher im Dunkel. Mit diesem Band jedoch erfahren wir, wie es weiter ging, nachdem sie in stattliche Obhut gekommen ist und auch hier hat ihr das Schicksal nicht die Sonnenseite des Lebens zugewiesen, weiterhin waren Misshandlung und Demütigungen, Hunger und Angst ihre ständigen Begleiter. Wunderbar kam in diesem Buch zu tragen, wie sich während dieser traumatischen Phase ihres Lebens nach und nach ihre Charakterstärke und ihr eigentliches Wesen herauskristallisierten. Auch dieser Band besticht wieder durch einen wunderbar ausgearbeiteten Plot, der uns ein bisschen mehr von Eves Vergangenheit enthüllt und in Kombination mit seinem ausgesprochen spannenden und fesselnden Schreibstil den Leser regelrecht an das Buch zu ketten vermag. Wie bereits in den vorherigen Bänden besticht auch hier wieder Protagonistin Eve Dalls durch ihre taffe Art, wobei der Leser wieder ein Stück mehr Einblick in ihre Seele erhält und immer mehr nachvollziehen kann, wie sich aus dem kleinen, misshandelten und ungeliebten Kind eine solch starke Persönlichkeit entwickeln konnte. Mit großen Erwartungen sehe ich dem nächsten Band der Reihe "In Liebe und Tod" entgegen, der zum Glück bereits in wenigen Tagen erscheint.



Bewertung

Die Autorin:
J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück, denn inzwischen zählt Nora Roberts zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht sie seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane. Auch in Deutschland sind ihre Bücher von den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. (Text von blanvalet übernommen).

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



bedanken, die mir dieses heiß ersehnte Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.


Kommentare:

Sabine hat gesagt…

Hallo Kerry,

habe mir nur deine vielversprechende Bewertung angesehen, da ich den 22. Band noch lesen muss (bereits in der Bücherei reserviert).

Liebe Grüße
Sabine

PS: Ich hab bei Ramona/Kielfeder gelesen, dass dir Rezensionen geklaut wurden. Das ist für mich nicht gerade die feine Art (sowas regt mich voll auf)...

Kerry hat gesagt…

@Sabine:
Also mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen und ich warte ja sehnsüchtig auf den nächsten Band, der ja zum Glück die Tage erscheint.

Mit dem Rezi-Klau ist echt ärgerlich, vor allem es sind ganz bestimmte Blogs und diese haben sich aber ohne Ende bei anderen Bloggern bzw. Rezensenten bedient. Mich wundert es, dass es dich nicht auch erwischt hat - ich habe gestern nur mal auf "Gut Glück" einer meiner Rezis gegooglet und bin gleich fündig geworden *grummel*