Montag, 12. November 2012

[Rezension] Siegfried Langer - Sterbenswort




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (13. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548610919
ISBN-13: 978-3548610917
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,6 cm

Covertext gem. List Taschenbuch-Verlag:
Als ihr klar wird, dass in ihrer Abwesenheit regelmäßig jemand in ihre Wohnung eindringt, klettert Panik in der jungen Mutter Kathrin hoch. Als dann noch ihre Tochter im Kindergarten von Kathrins totgeglaubtem ehemaligen Mitbewohner angesprochen wird, weiß sie, dass etwas Schreckliches bevorsteht. Wird die tragische Entscheidung, die sie und ihre Freunde damals in der WG getroffen haben, sie nun einholen? Getrieben von Schuld und Rache beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, und zum ersten Mal in ihrem Leben muss sie die Kontrolle abgeben…

Zum Buch:
Was ist der Grund, dass ihre 4-jährige Tochter Mia Sachen in der Wohnung verschwinden lässt oder an andere Stellen legt? Kathrin Voss, alleinerziehende Mutter glaubt ihrer Tochter Mia nicht, als sie die Vorwürfe ihrer Mutter abstreitet. Als ihr dann eines Tages klar wird, dass Jemand während ihrer Abwesenheit in der Wohnung war, bekommt sie Panik. Als ihr dann auch noch Mia einen Ring zeigt, den sie von einem Erik geschenkt bekommen hat, weiß sie, dass die Vergangenheit sie eingeholt hat. Denn Erik starb schon vor vielen Jahren, wenn sein Tod sie auch nie losgelassen hat.
Sie nimmt zu ihren ehemaligen Freunden aus der WG aus Studienzeiten Kontakt auf, wissen sie mehr über das mysteriöse Auftauchen von Erik? ...

Was für ein Albtraum. Schon der Gedanke, es würde jemand in meiner Wohnung sein, während ich nicht da bin, Sachen verstellen... Ich würde durchdrehen.
Das ist für Kathrin Voss nur der Beginn eines nicht endenden Horrorszenarios, der sie weit in ihre Vergangenheit zurückkatapultiert.
Zu einer Zeit, als sie mit ihren Freunden in einer WG lebt, sie alles gemeinsam machen - essen, trinken, Drogen konsumieren. Bis eines Tages Erik zu Tode kommt und sie die Leiche verschwinden lassen wollen, auf der Brücke in der Warschauer Straße. Kathrin, die Medizin studiert, stellt den Tod fest und ist sich ihrer Sache sicher.

Trotzdem taucht eben dieser Erik nach 10 Jahren wieder auf und meldet sich nicht nur bei ihr, sondern auch bei den anderen aus der ehemaligen WG.

Siegfried Langer ist es hervorragend gelungen, die Geschehnisse von damals und heute miteinander zu verknüpfen. Erst nach und nach werden dem Leser die Details nahe gebracht, die zum Tode von Erik führten und welche Rolle die einzelnen Mitglieder der WG daran hatten.

Das Leben der einzelnen Protagonisten hatte sich nach Ende der WG unterschiedlich entwickelt. Es gab nicht nur "Gewinner".
Wie schon damals nach dem Tod von Erik, so wird auch im Heute das Leben der Protagonisten miteinander verknüpft. Es müssen Entscheidungen getroffen werden.
Gemeinsam versuchen Kathrin, Amelie und Heinrich, dem mysteriösen "Erscheinen" von Erik nachzugehen.

Durch die Zeitsprünge gelingt es dem Autor, den Leser bei der Stange zu halten. Wenn es am spannendsten ist, wechselt er die Schauplätze, so dass man beim Lesen immer weiter getrieben wird.

Schon vom Prolog her, wo die kleine Mia gefangen gehalten wird, merkt man, dass den Protagonisten nicht viel Zeit zur Lösung gelassen wird. Alles schreit nach Auflösung.
Die Spannung wird schon mit dem Prolog aufgebaut und steigert sich noch bis zum Ende. Man ist nicht mehr in der Lage, das Buch aus der Hand zu legen.

Siegfried Langer legt hier einen gut durchdachten und ausgefeilten Thriller vor. Sein Schreibstil ist leicht und flüssig und ohne Längen gut zu lesen.
Lange Zeit bleibt der Leser im Unklaren. Mein erster Verdacht bestätigte sich dann aber auch und ich war froh, nicht daneben gelegen zu haben. 

Für mich war es das erste Werk von Siegfried Langer, aber mit Sicherheit nicht das letzte.

Bewertung:



Zum Autor:
Siegfried Langer wurde im bayrischen Allgäu geboren. Er lernte Groß- und Außenhandelskaufmann. Er verkaufte unter anderem Schreibmaschinen und Computer, arbeitete bei einer Bank und auch schon mal beim Inkassodienst. Sogar als Schauspieler verdiente er sein Geld.
Bereits während seiner Lehrzeit erschien die erste Kurzgeschichte.
Trotz seiner vielen beruflichen Tätigkeiten blieb er dem Schreiben treu und veröffentlichte mit "Alles bleibt anders" seinen ersten Roman.
Heute lebt Siegfried Langer in Berlin und fühlt sich hier zu Hause.




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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Sabine hat gesagt…

Schöne Rezension zu einem guten Thriller, liebe Monika.

Dann musst du "Vater, Mutter, Tod" auch unbedingt lesen. :)

Liebe Grüße
Sabine

PS: Eure Lesungsberichte sind echt toll - DANKE dafür!