Mittwoch, 12. Dezember 2012

[Rezension] Jessica Warman - Manche Mädchen müssen sterben


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 415
ISBN: 978-3-764-53069-3
Erscheinungstermin: 9. Januar 2012 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: blanvalet

Klappentext:
Tote Mädchen hört man nicht!
Ihr 18. Geburtstag sollte der Anfang von etwas Neuem sein. Doch er war das Ende von allem…
Nach einer durchfeierten Nacht auf der Jacht ihrer Eltern wird Liz Valchar von einem merkwürdigen Geräusch geweckt. Irgendetwas schlägt beständig gegen die äußere Bootshülle. Liz entdeckt eine Gestalt im Wasser ... und erkennt voller Entsetzen, dass sie auf ihren eigenen leblosen Körper hinabblickt. Und obwohl Liz nun tot ist, ist sie immer noch da – auch wenn niemand sie mehr sehen kann. Während die junge Frau zu verstehen versucht, warum sie sterben musste, wird ihr allmählich klar, dass ihr ganzes Leben eine Lüge war. All jene, die sie geliebt hat, verbargen dunkle Geheimnisse vor ihr. Doch auch Liz selbst war nicht so perfekt, wie sie stets glauben wollte. Und längst nicht so unschuldig …


Rezension:
Elizabeth "Liz" Valchars 18. Geburtstag sollte etwas besonderes sein. Zusammen mit ihren besten 5 Freunden wollte sie diesen auf der Yacht ihres Vaters "Elizabeth" feiern. Doch mitten in der Nacht wird sie durch ein Geräusch geweckt. Mit allem hat sie gerechnet, doch nicht mit der Entdeckung, die sie macht: Sie sieht ihren eigenen toten Körper im Wasser treiben. Als sie um Hilfe ruft, reagiert keiner ihrer Freunde an Bord - Liz ist tot und kann sich keinem mehr mitteilen. Auf dem Pier jedoch, direkt neben ihrer Leiche, ist ein Junge, etwa in ihrem Alter, der sie sehen kann. Schnell stellt sich heraus, dass er, Alex Berg, ebenfalls tot ist und demnach keine Hilfe für Liz bedeutet. Doch warum sind sie hier, sollten sie nicht auf- oder absteigen?

Schnell wird Liz klar, dass sie Alex kennt. Vor über einem Jahr war er in ihrer Jahrgangsstufe in der Highschool, bevor er bei einem Autounfall mit Fahrerflucht starb. Liz steht dermaßen unter Schock, dass sie sich kaum noch an etwas aus ihrem Leben erinnern kann, nur noch an Kleinigkeiten. Wider erwartend, denn als sie noch lebten, waren sie alles andere als Freunde, hilft Alex ihr, sich in der "Geisterwelt" zurecht zu finden. Liz ist vor allem enttäuscht, musste sie doch so jung sterben (war es ein Unfall oder gar Mord?) und trifft noch nicht einmal auf ihre Mutter, die starb, als Liz 9 Jahre alt war. Irgendwas hält sie in dieser Welt fest, doch sie weiß partout nicht, was.

Am nächsten Morgen muss sie mit ansehen, wie ihre Leiche entdeckt wird. Der örtliche Sheriff ist skeptisch, was ihren Tod angeht, ist sie doch schon die zweite Jugendliche, die innerhalb eines Jahres unter ungewöhnlichen Umständen verstarb. Obwohl alles nach einem Unfall aussieht, nimmt er ihren Freund Richie Wilson, ihre beste Freundin und Stiefschwester Josie Valchar, Mera Hollinger, deren Freund Topher Paul und Caroline Michaels, sprich alle, die in dieser Nacht an Bord der "Elizabeth" waren, genau unter die Lupe. Nicht jeder ist das, was er zu sein scheint, doch hat einer Liz ermordet und wenn ja, warum und welches Geheimnis trug Liz selbst mit sicher herum, auf Grund dessen sie sich in den vergangenen Monaten stark veränderte? Dieses Geheimnis muss Liz lüften, um endlich Frieden zu finden ...


Was für ein perfider Thriller! Den Plot des Buches wurde sehr detailliert ausgearbeitet, wobei mir besonders gut die jeweiligen Erinnerungsrückblenden in die Kinder- und Jugendzeit von Liz und Alex gefallen haben. Leider verdichtete sich das Bild in meinen Augen zu schnell, sodass relativ früh klar war, was passiert war, sodass hier ein Teil der Spannung verloren ging. Die Figuren, hier besonders Liz Valchar, wurden sehr detailliert und tiefgründig in Szene gesetzt. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich Liz mochte, doch nach und nach konnte ich anhand der jeweiligen Rückblenden nachvollziehen, warum sie so geworden ist, wie sie zum Zeitpunkt ihres Todes und somit zum Beginn des Buches war. Der Schreibstil wurde sehr spannend und fesselnd, jedoch auch emotional erarbeitet, sodass ich abschließend sagen kann, bis auch die kleine Schwäche im Plot, dass mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Die Autorin:
Jessica Warman hat in den USA bereits zwei Romane für junge Leser veröffentlicht, die bei den Kritikern und Lesern auf einhellige Begeisterung stießen. Mit "Manche Mädchen müssen sterben" ist Jessica Warman nun etwas so Seltenes wie Kostbares gelungen: eine unwiderstehliche Grenzverwischung zwischen spannender Unterhaltung und anspruchsvoller All-Age-Literatur. Die Autorin lebt in Pittsburgh, Pennsylvania. (von Randomhouse übernommen)

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Schon länger hatte ich mit diesem Buch geliebäugelt und als ich es kürzlich in der Bücherei entdeckte, musste ich es einfach entleihen.

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