Freitag, 30. November 2012

[Rezension] Eva Lohmann - Kuckucksmädchen



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Piper (10. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349205546X
ISBN-13: 978-3492055468
Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 2,4 cm

Inhalt gem. Piper-Verlag:
Wanda ist 30. Und die Zeit? Sie rennt und rennt, während Wanda faul herumsteht und darauf wartet, dass das Leben beginnt. Also das echte. Aber da ist nur der Mann, der auch schon die letzten Jahre da war, und der nun fragt, ob das, was ist, jetzt für immer ist... Plötzlich merkt Wanda, dass das schon das echte Leben und gar keine Probe mehr ist. Aber soll sie jetzt wie all ihre Freunde sesshaft werden? Mit Jonathan in die Altbauwohnung ihrer verstorbenen Großeltern ziehen? Das kann sie nicht. Schon deshalb nicht, weil sie professionelle Haushaltsauflöserin ist und also vom Ende aller Beziehungen lebt. Außerdem quält sie die Frage, wie das Leben mit einem anderen Mann verlaufen würde? Wanda will die perfekte Entscheidung treffen und setzt sich in die gemachten Nester ihrer Exfreunde: in Max' buntes Bullerbü mit Anouk und in Phillips lauwarmes Spießervergnügen mit Larissa. Doch dann läuft das Wiedersehen mit ihrer Jugendliebe Ilya aus dem Ruder, und Wanda stellt fest: Die Antwort liegt nicht bei den Männern, sondern ganz allein bei ihr ...

Zum Buch:
Wanda, 30, hatte ihr Studium abgebrochen, um mit Erfolg anderer Leute Wohnungen zu entrümpeln. Als sie dann irgendwann die Wohnung ihrer Großeltern entrümpeln soll, kommt sie ins Grübeln und denkt an das zuletzt lieblose Nebeneinander ihrer Großeltern nach. 
Etwa zur gleichen Zeit ergibt es sich, geplant war es nicht, dass Jonathan, ihr langjähriger Freund ihr einen Heiratsantrag macht. Sie steht da und weiß nicht, wie sie reagieren soll. Ist Jonathan denn der Richtige für sie?
Plötzlich spricht ihr Herz mit ihr und sie  macht einen Tripp in die Vergangenheit und trifft sich mit ihren ehemaligen Freunden, um zu sehen, ob und was sie verpasst hat ...

Die Geschichte um Wanda, die mit 30 noch nicht wirklich in der Lage ist zu wissen, was sie will und was ihr wichtig ist, hat mich leider gar nicht angesprochen. 
Sie ist bereits seit 3 Jahren mit Jonathan befreundet und weiß bei seinem Heiratsantrag nicht, wie sie reagieren soll. Das deutet nicht wirklich auf Reife hin.
Mit der Person Wanda konnte ich mich nicht einmal ansatzweise identifizieren, so dass es mir schon schwer fiel, sie auch nur ein kleines bisschen zu mögen.
Die Tatsache, dass sie, während sie in einer festen Beziehung ist, mit einem Verflossenen erotische SMS austauscht, zeigt mir, dass sie ein eher egoistischer Mensch ist. Das eine festhalten und das andere haben wollen. 
Eher macht sie sich Gedanken über ihre nicht mehr ganz so festen Brüste... jeder legt seine Prioritäten eben anders.

Die Frage WAS WÄRE WENN schwebt über allem. Jonathan ist für sie da, er will sich mit ihr eine Zukunft aufbauen. Sie macht einen Rückzieher und will erst mal sehen, was sie bei ihren Ehemaligen verpasst hat. Dass sie bei der Suche nach dem was hätte sein können auch noch einen Schritt zu weit geht, lässt sie für mich sehr oberflächlich erscheinen.
Sie trampelt durch Jonathans Leben und denkt, dass das alles ohne Konsequenzen bleibt, wie oberflächlich ist das denn?

Obwohl die Gespräche mit ihrem Herzen zum Teil tiefgründig sind und zum Nachdenken anregen, konnten die mich leider auch nicht mehr positiv umschwenken.

Nach dem Klappentext habe ich mir mehr von dem Buch versprochen, aber es hat es leider nicht geschafft, mich zu überzeugen.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Piper-Verlag)
Eva Lohmann, Jahrgang 1981, arbeitet als Inneneinrichterin und Werbetexterin in Hamburg. Ihr schonungslos offenes Debüt „Acht Wochen verrückt“ über die Erlebnisse ihrer Heldin in einer Psychoklinik fand große Beachtung in der Presse und wurde ein Publikumserfolg.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 
und dem Verlag 
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 29. November 2012

[Rezension] Claire Knightley - Dark Heart (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 347
ISBN: 978-3-473-40068-3
Erscheinungstermin:
1. September 2011 
Format:
Hardcover
Verlag:
Ravensburger


Klappentext:
Lydia und ihr geliebter Jack Valentine helfen der Herrin der Vampire, einen gefährlichen Gegner auszuschalten: Charles Solomon. Er droht, den Frieden zwischen Menschen und Vampiren für immer zu zerstören und die alleinige Macht über alle Geschöpfe an sich zu reißen. Der Schlüssel dazu ist ein mysteriöses Buch - und Lydias halbvampirisches Blut, das Nachtgeschöpfe wieder in Menschen zurückverwandeln kann ...


Rezension:
Charles Solomon ist besiegt und Jack Valentine ist zu seiner Mission aufgebrochen. Eigentlich könnte Lydia Garner zu ihrem ursprünglichen Leben zurückkehren, wenn da nicht das Wissen wäre, dass es Vampire gibt und ihr leiblicher Vater, James Milton, ebenfalls einer ist. Auch mit Mark Duport, ihrem Freund, läuft es nicht so wirklich gut, denn Lydia liebt sowohl ihn, als auch Vampir Jack. Lydia vermisst Jack furchtbar, doch nachts, wenn sie schläft, kann sie Kontakt mit ihm aufnehmen, auch wenn er ihr partout nicht sagen will, worin seine Mission besteht.

Dann erleidet Lloyd Garner, Lydias Vater, einen Herzanfall. Die Ärzte geben ihm keine Chance auf Überleben, doch mit Hilfe von Lilith McCleery, der Anführerin der Vampire Nordamerikas, gelingt es Lydia, ihrem Vater das Leben zu retten. Doch damit offenbart sich auch Lydias wirkliche Abstammung. Kurz darauf stürzt ein Flugzeug ab. Lilith informiert sowohl die Vampire, wie auch die Wächter, dass damit der zweite Vampir-Fürst getötet wurde und es ist klar, dass irgendjemand versucht, die Oberhäupter der Vampirgesellschaft zu töten. Als dann auch noch der Leichnam Solomons verschwindet, scheint klar zu sein, wer hinter den Anschlägen steckt. Nur eine einzige kann Solomons düstere Pläne noch vereiteln - Nachtrabe, die erste Vampirin, die seit Jahrhunderten als verschollen gilt.

Lydia und Mark machen sich auf die Suche nach James Milton, Lydias leiblichem Vater, denn eines steht fest: Wenn jemand weiß, wo sich Nachtrabe aufhält, dann ist es James. Doch noch andere Sorgen treiben Lydia voran. Sie weiß, dass James in einer Höhle verschüttet wurde und ohne Blut wird der Wahnsinn bald über ihn siegen. Werden Lydia und Mark es rechtzeitig schaffen, um sowohl Jack, als auch die Welt zu retten?


Eine gelungene Fortsetzung! Auch in diesem Band wurde der Plot wieder sehr anschaulich und detailliert erarbeitet, sodass ich mir jederzeit vorstellen konnte, in welchem Umfeld sie dich Figuren bewegen und auch die Figuren selbst hatte ich immer bildlich vor Augen. Den Schreibstil fand ich wieder spannend gehalten, obwohl ich einige kleinere Längen empfand, die sich jedoch relativ schnell überwinden ließen. Die Figuren wurden wieder sehr facettenreich ausgearbeitet, wobei ich allerdings in diesem Band die männlichen Figuren etwas schwächer ausgeprägt fand, wohingegen Lydia wieder durch ihre starke Persönlichkeit bestach. Generell erscheinen mir die weiblichen Figuren, gegenüber den männlichen, etwas stärker ausgeprägt, wobei sich dies nicht nur auf die Protagonistin übertragen lässt.

Bewertung

Die Autorin: 
Claire Knightley ist das Pseudonym einer deutschsprachigen Autorin, die bisher nicht mit ihrem wahren Namen in die Öffentlichkeit getreten ist, so dass über die Autorin keine Informationen bekannt sind. (Übernommen von lovelybooks)

Wie ich zu dem Buch kam:
Nachdem ich mir Band 1 spontan in einer Bücherei ausgeliehen hat, viel mir wenige Tage später in einer anderen Bücherei Band 2 in die Hand, welches natürlich mitgenommen werden musste.

[Rezension] Luca Di Fulvio - Der Junge, der Träume schenkte


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 783
ISBN: 978-3-404-16061-7
Erscheinungstermin:
Juli 2012 (18. Auflage)
Format: Taschenbuch
Verlag
: Bastei Lübbe


Klappentext:
New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens - mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag ...


Rezension: 
1907 wird die 13-jährige Cetta Luminita von einem Freund des Gutsherrn ihrer Eltern vergewaltigt. Mit 14 bringt sie ihren Sohn Natale zur Welt. Genau dieses Schicksal hat ihre Mutter versucht, ihrer Tochter zu ersparen, denn schon die Mutter brachte ein Kind des Gutsherrn zur Welt. Cetta, die außergewöhnlich schön ist, wurde von ihr verkrüppelt, um diesem Schicksal zu entgehen, doch gebracht hat es nichts. Cetta weiß genau, was sie vom Leben will. Sie will ihren Sohn, sie will für ihn sorgen und sie will nach Amerika, weil sie weiß, dass in Italien lediglich eine Zukunft beim Gutsherrn auf sie wartet. Als Natale 8 Monate alt ist, läuft Cetta mit ihm von Zuhause weg und gelangt als blinde Passagierin nach Amerika. Um die Überfahrt zu "bezahlen", musste sie dem Kapitän des Schiffes sexuell zu Diensten sein.

Kaum in Amerika angekommen, steht Cetta vor ganz neuen Herausforderungen. Sie beherrscht die Sprache nicht, doch findet sie wider erwartend Hilfe. Ihr Sohn bekommt die amerikanische Variante seines Namens in den Papieren eingetragen, Christmas und ein Italiener nimmt sich Cettas an. Doch die Freude währt nicht lange, schnell ist klar, dass Cetta sozusagen gleich am Hafen ausgesucht wurde, um in einem Bordell zu arbeiten. Widerstrebend stimmt sie dem zu, jedoch unter der Bedingung, dass ihr Sohn bei ihr bleiben kann und ihm nichts geschieht. Tatsächlich wird sie bei einem alten Ehepaar untergebracht, das sich nachts um ihren Sohn kümmert, während die 15-jährige im Bordell arbeiten geht.

1922 ist Christmas 14 Jahre alt. Seine Mutter arbeitet nicht mehr in einem Bordell, sondern hat, auf Grund ihres Alters, als Bedienung in einem Nachtclub angefangen. Christmas hat nur einen Wunsch - weg, weg aus dem Ghetto, in dem sie leben. Er gründet, zusammen mit dem gleichaltrigen Santo Filesi, die "Gang" Diamond Dogs. Wobei es sich hierbei nicht wirklich um eine Gang handelt. Christmas, der eine wahnsinnige Ausstrahlung hat, schafft es, durch glückliche Fügungen, die Leute in seinem Viertel glauben zu machen, die Diamond Dogs wären real. Eines Tages finden Christmas und Santo ein junges, blutüberströmtes Mädchen. Die 13-jährige Ruth Isaacson wurde brutal zusammengeschlagen, vergewaltigt und ein Finger wurde ihr entfernt. Christmas bringt das Mädchen ins Krankenhaus und verliebt sich auf der Stelle in ihre grünen Augen. Nachdem sie genesen ist, verbindet die beiden mehr als nur Freundschaft, aber auf Grund der traumatischen Ereignisse, ist Ruth nicht bereit, mehr als einen Freund in Christmas zu sehen. Außerdem ist sie Jüdin und ihre Familie nicht einverstanden damit, dass zwischen ihr und einem "Italiener" mehr besteht als Freundschaft. Dann erleidet Ruths Vater mit seinen Geschäften herbe Verluste, sodass er gezwungen ist, in einer anderen Stadt neu anzufangen. Familie Isaacson veräußert alles und verlässt die Stadt. Christmas jedoch kann Ruth nicht vergessen, auch über Jahre hinweg ist sie nach wie vor in seinem Geist präsent und er weiß nur einen Weg, wie er Ruth in einem großen Land wie den USA wiederfinden kann - über das Radio.


Was für ein fesselndes Buch! Es ist kaum zu glauben, wie sehr mich dieses Buch vereinnahmt hat und dabei ist es ja keines, dass mal eben schnell zwischendurch gelesen werden kann, weil es ja nun ein paar Seiten mehr hat als ein "normales" Taschenbuch. Der Plot wurde sehr detailliert und abwechslungsreich ausgearbeitet. Anfangs sind die Kapitel in Gegenwart (Geschichte von Christmas) und Vergangenheit (Cettas Geschichte) unterteilt. Diese nähern sich mit der Zeit an, sodass der Leser, wenn er endgültig in der Gegenwart angekommen ist, weiß, wie sich Christmas und Cetta seit Beginn ihrer Geschichte entwickelt haben. Auf Grund der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fand ich das Buch bereits von Anfang an fesselnd, denn selbst wenn ich einen Teil der Gegenwart kannte, konnte ich mir zu dem Zeitpunkt jedoch noch kein Bild machen, von dem Weg den Cetta und Christmas gehen mussten. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, sodass ich jede Figur jederzeit wieder erkannt habe, was bei einem solch komplexen Werk nicht zu erwarten war. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd, mit der richtigen Prise Dramatik und Emotionalität. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste, das ich von dem Autoren gelesen habe, es wird aber wohl nicht das letzte gewesen sein.

Bewertung

Der Autor:
Luca Di Fulvio, geb. 1957, lebt und arbeitet als freier Schriftsteller in Rom. Sein vielseitiges Talent ermöglicht es ihm, mit derselben Leichtigkeit sowohl packende Thriller für Erwachsene als auch fröhliche Geschichten für Kinder zu schreiben (letztere veröffentlicht er unter Psyeudonym). Einer seiner vorherigen Thriller, "L'Impagliatore", wurde unter dem Titel "Occhi di cristallo" für das italienische Kino verfilmt. Bevor Di Fulvio zum Schreiben kam, hat er in Rom Dramaturgie studiert, und sein Lehrmeister war kein Geringerer als Andrea Camilleri. (Übernommen von Lübbe)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Bei diesem Buch handelt es sich mal wieder um eine meiner berühmt-berüchtigten Spontan-Ausleihen aus der Bücherei.

[TTT] - Top Ten Thursday #92

Es ist wieder Donnerstag und auch diese Woche hat sich Alice im Bücherland wieder was tolles ausgedacht 



 

Diese Woche lautet das Thema:
"10 Bücher zum Thema Los Angeles
"



Völlig planlos wie ich war (das berühmt-berüchtigte Städteproblem), habe ich in dieser Woche eigentlich schon meine Felle wegschwimmen sehen, aber die liebe Alice hat mir den Tip gegeben, mal bei lovelybooks zu schauen, welche Bücher in L. A. spielen, weil es dort entsprechende Listen gibt. Gesagt, getan und oh Wunder, oh Wunder, ich habe tatsächlich Bücher, die in L. A. spielen, und davon nicht gerade wenig ;-) Hier nun meine feine, kleine Liste (Sorry, diese Woche kein Foto, mein PC mag gerade keine Bilder überspielen).
 
 
So, tatsächlich 10 Bücher zusammen bekommen und wenn man den richtigen Tip bekommt, wo man suchen kann, kann man sogar feststellen, dass man noch deutlich mehr passende Bücher in seinen Regalen stehen hat. So, jetzt bin ich aber gespannt, ob ich mit jemandem ein Buch gemeinsam habe oder ob es wirklich eine unendliche Vielzahl von Bücher gibt, die in L. A. spielen, sodass niemand ein Buch mit mir gemeinsam hat. Für nächste Woche sehe ich deutlich optimistischer dem TTT entgegen.
 
Es grüße euch lieb
 
Die Kerry
 

Mittwoch, 28. November 2012

[Rezension] Doris Cramer - Marokko 01: Das Leuchten der Purpurinseln




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 672 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442378745
ISBN-13: 978-3442378746
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,8 x 5,4 cm

Inhalt gem. Blanvalet-Verlag:
Antwerpen, 1520. Da ihr Vater im Sterben liegt, müssen sich Mirijam und Lucia Van de Meulen auf eine gefahrvolle Reise nach Andalusien begeben, wo sie bei Verwandten ein neues Leben beginnen sollen. Doch auf hoher See geraten sie in Gefangenschaft und werden nach Afrika gebracht. Dort wird Lucia in einem Harem eingesperrt, während Mirijam als Sklavin derart gefoltert wird, dass sie die Sprache einbüßt. Sie überlebt allein dank der Hilfe eines maurischen Heilers. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Mogador, der Stadt der Purpurschnecken. Dort lernt Mirijam nicht nur die Kunst des Färbens und des Heilens, sondern auch die Liebe kennen …

Zum Buch:
Mirijam, fast 14 Jahre alt und Lucia, fast 17, werden kurz vor seinem Tod von ihrem Vater aus Antwerpen fortgeschickt. Sie sollen nach Granada reisen, wo für Lucia eine Hochzeit arrangiert wurde und Mirijam leben sollte, bis auch sie so alt war, um heiraten zu können. Sie müssen sich von allem trennen, was sie ihr Leben lang kannten und in eine unbestimmte Zukunft gehen.
Sie haben nur noch sich beide, denn kurz nach ihrer Abfahrt stirbt ihr Vater, ihre letzte Bezugsperson.
Sie kommen nie in Granada an. Der Kapitän hielt sich nicht an die verabredete Route und das Schiff wurde in der Meerenge zwischen Spanien und Afrika von Piraten angegriffen und geentert. Die beiden Mädchen werden gefangen genommen.
Lucia, die inzwischen verwirrt ist, wird in einen Harem verkauft, während Mirijam vorrübergehend im Kerker landet. Dort wird ihr übel mitgespielt, denn einer der Kerkerwächter vergewaltigt sie. Sie steht unter Schock und hat ihre Sprache verloren.
Kurz darauf wird sie auf dem Sklavenmarkt angeboten, wo sie sich gegen den ersten Käufer, der sie anfässt, wehrt. Bevor ihr dort schlimmeres widerfährt, wird sie kurzerhand von einem alten Mann gekauft, der sofort mit ihr die Stadt verlässt.
Dieser alte Mann entpuppt sich als der Heiler und Arzt Ali el-Mansour, der auch Sherif Hakim genannt wird. Sie leben einige Zeit in der Wüstenoase Kasbah Tadakilt, bis Sherif erfährt, dass nach dem Mädchen gesucht wird. Er und Mirijam, der er aus Unkenntnis den Namen Aziza gab, müssen alles hinter sich lassen und flüchten von dort. 
In Mogador bauen sie sich ein neues Leben auf. Sherif wird Mirijams Wohltäter und als er erkennt, was sie für ein Mensch ist und wie intelligent sie ist, nimmt er sie an Kindes statt an, da er keine Kinder hat. 
Viele Jahre leben sie dort glücklich, bis sie wieder flüchten müssen ...

Selten habe ich einen Roman gelesen, in dem so viel Wissen unterhaltsam verpackt wurde, ohne langweilig zu wirken.
Der Autorin ist es gelungen, ein Buch über fast 800 Seiten vielseitig und spannend zu schreiben, den Leser zu fesseln und das von der ersten Seite an.
Doris Cramer gewährt dem Leser Einblicke in die unterschiedlichen Handelswelten des 16. Jh., sei es in Europa oder Afrika.
Ihre Beschreibungen sind bildhaft und so wirklichkeitsnah wiedergegeben, dass man meint, man könnte es mit eigenen Augen sehen, egal, ob es der Wüstenort Kasbah ist oder die Arbeit auf einem Schiff. Mit klaren und einfachen Worten schildert sie das Leben im 16. Jh., das sie hervorragend recherchiert hat.

Mirijam, die Protagonistin des Romans entwickelt sich von einer starken 14-jährigen zu einer intelligenten und fleißigen Frau, die nicht nur das Herz am rechten Fleck hat.
Auch wenn ihr das Schicksal nicht immer wohlgesonnen ist, gibt sie nicht auf, sie geht geradewegs ihren Weg. Was sie anfässt, gelingt und bringt ihr und Sherif Wohlstand.
Auch vergisst sie nie, was sie ihm zu verdanken hat und sie hilft, wo sie kann.

Der Roman beginnt mit einem Prolog, der mitten aus dem Roman eine Episode darstellt. Von daher ist schon von vornherein klar, dass Mirijam die anfänglichen Strapazen und den Mordanschlag auf ihr Leben überlebt.
Die Geschichte wird abwechselnd von verschiedenen Schauplätzen erzählt. Es fällt dem Leser nicht schwer, die Zusammenhänge und die Übersicht zu behalten.

Die Autorin, die selbst ausgedehnte Reisen in Marokko, wo der Roman spielt, unternommen hat, zeigt dem Leser sehr deutlich ihre Liebe zu dem Land.

Dieser Roman ist eine berührende Geschichte um Liebe und Vertrauen, aber auch um Verrat, Intrigen und Gier. Der Leser erfährt geschichtliches Hintergrundwissen, das unaufdringlich in eine sehr schöne Geschichte eingebaut wurde.

Das vorliegende Buch ist der erste Teil einer Marokko-Saga, der zweite Teil wurde für August 2013 angekündigt, der den Titel "Die Perle der Wüste" tragen wird. Ich weiß jetzt schon, dass das ein Must-have-Buch ist, denn zu gerne möchte ich wissen, wie es Mirijam weiter ergehen wird.

"Das Leuchten der Purpurinseln" ist das Erstlingswerk von Doris Cramer, das mich völlig überzeugt hat. Da bin ich ja gespannt, was sie schreibt, wenn sie Routine im schreiben hat. 

Bewertung:



Zur Autor:

(übernommen vom Blanvalet-Verlag)

Doris Cramer ist gelernte Buchhändlerin und leitete zuletzt 27 Jahre lang als Bibliothekarin eine Gemeindebibliothek. Sie ist ein Bücherwurm durch und durch. Allein oder zu zweit unternimmt sie seit 1984 regelmäßige und ausgedehnte Reisen in Nordafrika und darüber hinaus, von Marokko bis nach Syrien, davon allein siebzehn Touren im äußersten Süden Marokkos. Landschaft, die Berberkultur und das alltägliche Leben in den Wüstenregionen Südmarokkos haben ihr ein spannendes Gegenkonzept zum Leben im übererschlossenen und –regulierten Deutschland gezeigt.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 27. November 2012

[Rezension] Claire Knightley - Dark Moon (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 345
ISBN: 978-3-473-35337-8
Erscheinungstermin:
1. Januar 2011 
Format:
Hardcover
Verlag:
Ravensburger


Klappentext:
Als Lydia im Wald auf einen verwirrten jungen Mann trifft, ist sie verängstigt und fasziniert zugleich. Seine Haut schimmert blass, an Gesicht und Händen hat er Verbrennungen. Verzweifelt bittet er Lydia um Hilfe. Sie bringt den schönen Fremden zu sich nach Hause, doch wenige Stunden später ist er verschwunden. Noch ahnt Lydia nicht, dass ihr Schicksal bereits untrennbar mit dem seinen verknüpft ist - und dass ihr Blut sie zu etwas ganz Besonderem macht.


Rezension:
Die 17-jährige Lydia Garner lebt zusammen mit ihren Eltern in Vancouver. Sie hat einen festen Freund, Mark Dupont, den sie sehr liebt. Doch Marks Familie wurde in letzter Zeit vom Pech verfolgt. Sein Vater George ist mit seiner Baufirma pleite gegangen, sodass die Familie alles verloren hat, inklusive ihres Heimes. Nunmehr ist Familie Duport gezwungen, in einer Mietwohnung zu wohnen, wo sich George Duport immer mehr dem Alkohol hingibt. Die Übergabe des Hauses an die neue Besitzerin obliegt somit Mark, denn auch seine Mutter Maggie hat den Verkauf des Hauses noch nicht verkraftet. Doch etwas merkwürdiges scheint in Vancouver die Runde zu machen. Immer wieder werden erschossene und ausgeblutete Tiere gefunden, auch Lydia und Mark finden ein Reh. Es ist das dritte in einer Serie, wie ihnen die Polizei mitteilt. Doch wer sollte ein Tier töten, es ausbluten und anschließend den Kadaver einfach liegen lassen.

Die neue Besitzerin des Duport-Hauses ist Emilia Frazetta. Sie ist Kunsthändlerin und hat beschlossen, in diesem Haus ihren Lebensabend zu verbringen. Sie freundet sich mit Lydia an, jedoch reagiert Mark, aus Gründen, die er selbst nicht benennen kann, aggressiv auf Emilia. Als Lydia ihrer Großmutter Roseann von Emilia erzählt, rät auch diese ihr, sich von der Frau fern zu halten, da diese ihr nur böses will. Jetzt versteht Lydia die Welt nicht mehr, denn woher kennen sich diese beiden ungleichen Frauen?

Es sind Sommerferien in Vancouver und Lydia langweilt sich schrecklich. Ihre Freunde sind alle verreist, Mark hat einen Ferienjob angenommen, um etwas Geld in die Haushaltskasse zu spülen und Lydias Eltern sind arbeiten. So verbringt sie ihre Zeit bei ihrer Großmutter und auch bei Emilia, eine Frau, die sie trotz aller Warnungen faszinierend findet. Eines Nachts beobachten Lydia und Mark Emilia mit einem jungen Mann. Kurze Zeit später stirbt sie und Lydia versucht zusammen mit ihrer Mutter zu ergründen, ob Emilia Familie hatte. Dann fällt Lydia auf, dass das Auto Emilias verschwunden ist. Durch Zufall sieht sie das Auto in einem Wald versteckt stehen und noch etwas mehr findet sie. Jack Valentine, den jungen Mann, mit dem Emilia in jener Nacht zusammen war. Vom ersten Moment an fühlt Lydia sich zu dem jungen Mann, der nur wenige Jahre älter zu sein scheint als sie, hingezogen und auch als sie sein Geheimnis erfährt, schreckt sie das nicht ab, denn Jack ist ein Vampir, der von der Gemeinschaft der Vampire bereits seit über 50 Jahren auf der Flucht ist. Jetzt sind sie ihm so nahe gekommen, wie niemals zuvor und nur Lydia kann ihn retten. Doch ist sie bereit, ihr Leben, ihre bisherige Existenz aufs Spiel zu setzen um mit dem Wissen zu leben, dass es noch eine Welt außerhalb ihrer Vorstellungskraft gibt?


Ein gelungener Auftakt! Der Plot des Buches wurde sehr anschaulich und detailliert erarbeitet, wies jedoch einige kleine Schwächen auf, da, fast umgehend nach Erscheinen Jack Valentine, der restliche Handlungsverlauf leicht zu erahnen war. Die Figuren fand ich sehr facettenreich ausgearbeitete, sodass diese mir fast vom ersten Augenblick an wie echte Menschen erschienen und nicht nur Figuren in einem Buch. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten an einem Stück gelesen hätte, was jedoch leider zeitlich nicht möglich war. Mit großen Erwartungen sehe ich dem nächsten Band "Dark Heart" entgegen.

Bewertung

Die Autorin: 
Claire Knightley ist das Pseudonym einer deutschsprachigen Autorin, die bisher nicht mit ihrem wahren Namen in die Öffentlichkeit getreten ist, so dass über die Autorin keine Informationen bekannt sind. (Übernommen von lovelybooks)

Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch hat mich bei einem Büchereibesuch spontan gesprochen, sodass es spontan entliehen wurde.

[Rezension] Jonathan Schnitt - Foxtrott 4


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 224
ISBN: 978-3-570-10130-8
Erscheinungstermin:
27. August 2012 (1. Auflage)
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 21,90 CHF
Format:
Broschiert
Verlag:
C. Bertelsmann


Klappentext:
»Zehn Jahre Afghanistankrieg – ein unangenehmes, peinliches Datum«, schrieb die »Zeit« im Herbst 2011 und nannte diesen Krieg eine »schwer erträgliche Last« für den Westen. Diese Last tragen seit zehn Jahren auch deutsche Soldaten. Der Journalist Jonathan Schnitt wollte sehen, hören, spüren, was das, aus der Nähe betrachtet, bedeutet – jeden Tag, jede Nacht.
Er lebte ein halbes Jahr mit einem deutschen Bataillon nahe Kundus, das »an vorderster Front« Dienst tat, teilte mit den jungen Frauen und Männern Hitze, Dreck, Flöhe, Anstrengung, Angst. Er sprach mit ihnen über ihre Erlebnisse, Gefühle, Wünsche und über die Gefahr, dem Tod zu begegnen. Und er sah, wie der Krieg sie veränderte. Jonathan Schnitt rückt aus der Innenperspektive endlich die Soldaten in den Mittelpunkt und zeigt das ungeschminkte deutsche Gesicht des Afghanistankrieges – hautnah, illusionslos, berührend.


Rezension: 
Im Oktober 2010 ist es soweit. Jonathan Schnitt erhält die Zusage, dass er einen Trupp deutscher Soldaten 6 Monate in Afghanistan begleiten darf. Seit mehr als 10 Jahren herrscht Krieg in Afghanistan, ein Land, von dem die Meisten noch nicht einmal wissen, wo es liegt und ein Einsehen der Bevölkerung nicht vorhanden ist, warum ausgerechnet Deutschland seine Soldaten dahinschickt. Doch wie wir erfahren, alle in Afghanistan stationierten Soldaten haben sich freiwillig für einen Auslandseinsatz gemeldet oder sind mit ihren Kameraden mitgegangen.

Im Juli 2011 ist es soweit, die Reise in ein unwirkliches Land beginnt, ein Land, in dem ein "kriegsähnlicher Zustand" herrscht, wie die Politik es den Bürgern verkauft. Jonathan Schnitt wird einer Einheit der Task Force Kunduz zugeteilt, genauer gesagt der Besatzung eines Dingo-Radpanzers, bestehend aus dem Gruppenführer und 4 Soldaten. Der Funkname des Fahrzeugs lautet Foxtrott 4. Doch wie hart die Realität, aber auch die Verbundenheit unter den Soldaten zueinander ist, konnte sich der junge Journalist, der selber Zivildienst geleistet hat, nicht vorstellen. Doch mitten in der Einöde, in einem vom Krieg zerstörten Land, lernt er die Welt dieser 5 Männer, mit denen er wochenlang am Stück zusammen ist, besser kennen und verstehen. In eindrucksvollen Interviews erzählt ein jeder Foxtrott-4-Soldat seinen Beweggrund für den Auslandseinsatz und auch, wie es privat, in dem Menschen, nicht dem Soldaten, aussieht.

Während dieser 6 Monate ist Jonathan Schnitt lediglich zweimal für einige Wochen in Deutschland, um zu Schreiben, zu Recherchieren und seine weitere Arbeit im Feld vorzubereiten, doch die Ereignisse im Kunduz, die ständige Gefahr, das Misstrauen gegenüber allem und jedem, der nicht in seiner Einheit ist, lassen auch ihn nicht unberührt.


Was für eine Reportage! Jonathan Schnitt hat das Unmögliche möglich gemacht und dem Leser die Welt Afghanistans näher gebracht, die Ursachen des Krieges vor Augen geführt und sowohl die politischen Hintergründe erläutert, wie auch die persönlichen Hintergründe der Soldaten, die mit ihrem Einsatz in diesem kriegsgebeutelten Land jeden Tag ihr Lebens aufs Spiel setzen. Den Schreibstil empfand ich als sehr tiefgründig und fesselnd, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Bewertung

Der Autor:
Jonathan Schnitt, Jahrgang 1980, in Hamburg geboren und aufgewachsen, arbeitete nach seinem Zivildienst in Berlin ein Jahr für Bertelsmann in Schanghai, wo er den Aufbau der chinesischen Website für den Medienkonzern unterstützte. Während seiner Zeit in China schrieb er für "Campus & Karriere" sowie für das Veranstaltungsmagazin "That´s Shanghai".
Zurück in Hamburg studierte er Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School. In dieser Zeit absolvierte Jonathan Schnitt Praktika in einer Berliner Medienrechtskanzlei und sammelte weitere Erfahrung als Assistent im Vorstandsbüro von BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz. Nach dem Studium war er für Spiegel TV tätig, wo er u.a. an der ZDF-Dokumentation "Wettlauf um die Welt" mitarbeitete. Während seines Studiums an der HMS war er für die dpa in Washington. Darüber hinaus arbeitete Jonathan Schnitt während und nach seinem Studium zwölf Monate als freier Redakteur für das ARD-Studio in Tel Aviv. In Israel schrieb er auch seine Masterarbeit zum Thema "Die Berichterstattung von ARD und BBC während des Gaza-Krieges 2008/2009 im Vergleich". Seit Februar 2010 ist er Redakteur für die FERNSEHMACHER und Autor für 5|14-Film. (Übernommen von Hamburg Media School)


Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 26. November 2012

[Rezension] Niamh O'Connor - Jo Birmingham 01: Opferspiel




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Diana Verlag (9. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453291131
ISBN-13: 978-3453291133
Originaltitel: If I never see you again
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm

Inhalt gem. Diana-Verlag:
Jo Birmingham ist alleinerziehende Mutter und eine der wenigen Kommissarinnen der Dubliner Polizei. Ihr Leben zwischen Karriere und Mutterpflichten gleicht einem Drahtseilakt, und dass ihr Chef gleichzeitig ihr Exmann ist, macht die Situation nicht gerade leichter. Als eine Reihe brutaler Morde die Stadt erschüttert, entdeckt Jo den entscheidenden Hinweis, der eine Spur zum Täter liefert. Auch scheint zwischen den Morden und dem mysteriösen Entführungsfall „Katie Freeman“ eine Verbindung zu bestehen. Die Neunjährige muss Schreckliches erlebt haben, denn obwohl sie körperlich unversehrt zurückgekehrt ist, spricht sie seitdem kein Wort mehr. Dabei kann nur sie die Polizei zu ihrem Peiniger führen …

Zum Buch:
Jo Birmingham ist eine taffe Kommissarin, der es endlich gelungen ist, einmal die Leiterin eines Ermittlungsteams zu sein. Sie ist alleinerziehende Mutter des 16-jährigen Rory und des 1-jährigen Harry und zu allem Übel ist ihr Exmann auch noch ihr Vorgesetzter. 
Durch diesen neuen Fall kann sie endlich zeigen, was sie drauf hat und vielleicht gelingt es ihr ja, anschließend eine Versetzung erwirken zu können.
Anfänglich ging es nur um die Prostituierte Rita Nulty, aber bald gibt es weitere Tote zu verzeichnen, so unter anderem einen Gangsterboss. Alle Morde finden innerhalb des Reviers statt, was schon verwundert. Bald steht fest, dass die Morde aller Wahrscheinlichkeit zusammenhängen und dass sie einen  biblischen Hintergrund haben. Nachdem Jo das erkannt hat, weiß sie auch, wann es das nächste Opfer geben wird. Auch ist bald klar, dass es auf dem Revier eine undichte Stelle gibt, denn es gelangen immer wieder Informationen nach draußen.
Obwohl sie anfänglich Probleme mit ihrem Ermittlerteam hat und auch ihr Exmann ihr nicht sonderlich behilflich ist, ist sie fest entschlossen, den Mörder zu finden und ihn zur Strecke zu bringen ...

Niamh O'Connor hat mit diesem Buch ihr Romandebüt geschrieben. Gleichzeitig ist es der Auftakt einer Thrillerreihe um die Dubliner Kommissarin Jo Birmingham.
Als alleinerziehende Mutter schafft sie den Spagat zwischen Kindererziehung und Fulltime-Job bei der Polizei. Sie ist eine starke Persönlichkeit, auch wenn in ihrem privaten Leben nicht alles nach Wunsch verläuft. 
Ihr Exmann ist gleichzeitig ihr Vorgesetzter, was noch zusätzlichen Stress bedeutet, denn obwohl er ausgezogen ist und eine Freundin hat, würde er gern wieder zu Hause einziehen wollen.
Die Gefühlswelt der beiden konnte ich nicht ganz nachvollziehen, das war in meinen Augen nichts ganzes und nichts halbes.

Jo kommt oftmals recht hart rüber. Wo ihre Kollegen ein wenig "weich" sind, muss sie sich den Männern gegenüber behaupten, sie lässt für sich keine Schwäche gelten. Sie ist in ihrer Art sehr bestimmend, was sie jetzt nicht unbedingt zum Sympathieträger machte.
Von den anderen Protagonisten hat man leider nicht soviel Hintergrundwissen erfahren, wie ich es mir gewünscht hätte. So hätte ich gern ein wenig mehr über Dan, ihren Exmann erfahren. So hoffe ich, dass man vielleicht im Folgeband von ihm etwas mehr lesen kann.

Die Story des Romans ist gut durchdacht und absolut glaubwürdig. Spannung wird schon von Beginn an aufgebaut, die sich bis zum Finale hin steigert.
Die Lösung des Falls ist mehr als überraschend, weil man absolut keine Chance hatte, diesen Täter zu vermuten.     

Letztendlich ein spannender Thriller, der zwar einige Opfer zu verzeichnen hat, aber nicht so blutig und unappetitlich daherkommt. 
Er macht neugierig auf den Folgeband, denn wie es mit Jo und Dan weitergeht, das bleibt am Ende offen.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Diana-Verlag)
Niamh O'Connor gehört zu Irlands bekanntesten Kriminaljournalistinnen und hat bereits sechs Sachbücher über wahre Verbrechen verfasst. Ihre Tage verbringt sie meist im Strafgerichtshof in der Nähe der Anklagebank, abends führt sie Interviews mit der Polizei, den Opfern und den Tätern. Opferspiel ist Niamh O'Connors erster Thriller, der in ihrer Heimat Irland begeistert aufgenommen und für einen Preis als bestes Debüt nominiert wurde.

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei Claudia von Claudias Bücherregal und bei der


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 25. November 2012

[Leseaktion] Adventlesen






Noch eine Woche und schon haben wir den 1. Advent.
Zeit, es sich mit einem Glühwein und einer Kerze gemütlich zu machen. 
Was liegt da näher, das Ganze mit einem Buch zu vervollkommnen? Natürlich mit einem Weihnachtsbuch.

Melanie/Books for all Eternity und Mandy/Crazy for Books haben sich gedacht, warum nicht gemeinsam lesen? Sie haben die Aktion Adventlesen 2012 ins Leben gerufen und hoffen auf viele Mitstreiter.

Ziel ist es, an jedem Adventssonntag ein Weihnachtsbuch vorzustellen. Das finde ich eine so super Idee (zumal ich einige Bücher mit weihnachtlichem Thema hier liegen habe), dass ich mich entschlossen habe, dort mitzumachen.
Der Startschuss fällt am 26.11.2012, so dass am 1. Adventsonntag das erste Buch vorgestellt werden kann. Da es auch in diesem Jahr 4 Adventssonntage sein werden, werde ich euch auch an diesen Sonntagen jeweils ein Buch vorstellen. 
Weiter Infos könnt ihr hier nachlesen.

Diese Bücher haben es in die engere Auswahl geschafft:

Weihnachtspunsch & Weihnachtskater von Christiane Lind
Weihnachtskavalier von Annina Boger
Weihnachtskatze gesucht von Andrea Schacht
Ein Ritter zu Weihnachten von Carrie MacAlistair

Da bin ich mal gespannt, wofür die anderen Mädels sich entschieden haben :-)


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt