Montag, 7. Januar 2013

[Rezension] Beatriz Williams - Das Meer der Zeit




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. Dezember 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426508184
ISBN-13: 978-3426508183
Originaltitel: Overseas
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 3,4 cm

Inhalt gem. Knaur-Verlag:
Eine junge Frau auf der Suche nach Glück und Erfolg. Ein geheimnisvoller Mann, der nicht aus dieser Zeit zu stammen scheint. Eine Liebe, die keine Zukunft haben kann.
Als die junge New Yorkerin Kate den attraktiven und reichen Julian kennenlernt, glaubt sie zu träumen, denn er ist fast zu perfekt, um wahr zu sein. Da erhält sie eines Tages mit der Post ein Buch, in dem die Geschichte eines gefeierten britischen Poeten erzählt wird, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Das Bild auf der Buchrückseite zeigt – IHREN Julian!

Zum Buch:
Kate, die an der Wall Street arbeitet, lernt während eines Meetings den Milliardär Julian Ashford kennen. Er verhält sich merkwürdig, als würde er Kate schon lange kennen.
Sie verabreden sich und Kate fühlt sich zu ihm ebenso hingezogen wie er augenscheinlich zu ihr. Da die beiden jedoch geschäftlich miteinander zu tun haben, wollen sie eine Beziehung erst einmal nicht angehen.
Ein paar Monate sehen sie sich nicht, bis Kate eines Abends beim Joggen angegriffen wird. Ihr Retter in der Not ist Julian, der wie man erfährt, sie schon eine Weile beim Joggen als Schatten begleitet.
Von diesem Tag an sind die beiden fast unzertrennlich. Kate zog mit nur ein paar Sachen zu Julian, damit er sie beschützen kann. 
Julian will um alles in der Welt Kate beschützen, die Bedrohung ist noch nicht real, aber er weiß, dass sie kommt.
Dann wird Kate ein Buch mit der Biographie von Captain Julian Laurence Spencer Ashford zugespielt, einem Dichter, der 1916 während des 1. Weltkrieges fiel. Die Fotografien zeigen einen Mann, der wie der heutige Julian Ashford aussieht, nur ein paar Jahre jünger. Wenn Kate nicht wüsste, dass es keine Zeitreisen gibt, würde sie glatt behaupten, der Julian aus dem Buch ist identisch mit ihrem Julian ...

Beatriz Williams hat sich mit diesem Buch an das Thema Zeitreisen herangewagt. 
Seit ich die Geschichte um Jamie und Claire aus der Highlandsaga von Diana Gabaldon gelesen habe, habe ich ein Faible für Zeitreiseromane, so dass es eine Frage der Zeit war, dass ich mir diesen Roman vornehme.
Der Roman spielt hauptsächlich in den Jahren 2007 / 2008 und abweichend im Jahre 1916.

Gleich zu Beginn befindet sich Kate im Jahre 1916 und sucht dort die Bekanntschaft von Captain Julian Ashford, den sie 2007 kennenlernte. Sie ist gekommen, um ihn zu warnen, aber wie soll sie ihm erklären, dass sie aus der Zukunft kommt?
Vor genau dem selben Problem befindet sich Julian im New York des Jahres 2007. 
Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kate zu beschützen, ohne ihr zu sagen, dass er aus der Vergangenheit kommt. Kate, eine selbstbewusste Frau der heutigen Zeit hat ihre Probleme mit dem Beschützersyndrom von Julian, sie fühlt sich eingeengt, zumal auch keine direkte Bedrohung besteht. Julian hält sich mit Erklärungen zurück.

Die beiden sind füreinander bestimmt, denn sowohl 1916 wie auch 2007 fühlen sie sich zueinander hingezogen.
Die Art der Zeitreise erschließt sich dem Leser erst gegen Ende des Buches. bis dahin rätselt man, wie es möglich war, dass Julian in der Gegenwart erschien und wie es Kate ermöglicht wurde, in die Zeit zurückzureisen. Die Erklärung fand ich nicht wirklich geglückt, denn genauere Erläuterungen, warum es geschehen konnte, fehlten leider. Lediglich für ein wie und durch was fand die Autorin eine Erklärung.

Julian ist ein Mann der alten Schule. Kate erkennt sehr schnell, dass mit ihm etwas anders ist als die Männer, die sie bislang kannte. Ein Mann, der vorehelichen Sex nicht wirklich gutheißen mag, erscheint in der heutigen Zeit schon weltfremd. 
Die Kennlernphase der beiden zog sich meines Erachtens zu sehr hin. Nach 200 Seiten, in denen die Geschichte sich nicht wirklich bewegte, wurde sie lebendig und es machte Spaß, die beiden Protagonisten Kate und Julian zu begleiten. Zum Ende hin überschlugen sich dann die Ereignisse und man mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Kate erzählt, sie erzählt sie wie eine Erinnerung.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen, wenn es wie schon erwähnt, anfangs auch sehr schleppend geht.

Ich habe lange überlegt, ob ich 3 oder 4 Pfötchen gebe, habe mich aber dann für 4 entschieden, weil die Geschichte mich doch noch gepackt hatte. 


Bewertung:




Zur Autorin:
(Text von Knaur)
Beatriz Williams hat an der Columbia University einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaft gemacht. Ihre große Leidenschaft aber gilt dem Schreiben, dem sie so oft frönt, wie es ihre vier Kinder zulassen.


Von Beatriz Williams wurden gelesen und rezensiert:



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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