Freitag, 18. Januar 2013

[Rezension] Christine Anlauff - Serrano 02: Katzenmond




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 438 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746628423
ISBN-13: 978-3746628424
Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 3,4 cm

Inhalt gem. Aufbau-Verlag:
Ein Kater für alle Fälle
Nur Ärger mit den Frauen: Während Kater Serrano von seiner Exgeliebten Maja überredet wird, sich auf die Suche nach ihrer tollpatschigen Tochter zu machen, kommt Kommissar Liebermann einfach nicht dahinter, wie er es seiner Freundin Nico recht machen kann. Als eine Wasserleiche auftaucht und sich dann noch die Pathologin als echter Problemfall erweist, sitzt Liebermann in puncto Informationen völlig auf dem Trockenen. Serrano kommt indes den blutigen Attacken eines unheimlichen Schattens auf die Spur. Ungeachtet aller Regeln attackiert dieser die Kater des Viertels bei ihrem Werben um drei Perserinnen. Steckt womöglich der alte Schwätzer dahinter, ein so heimtückischer wie brutaler Kater, der seit einem legendären Kampf verschollen ist? Serrano ist gefragt, um die Ordnung im Viertel wiederherzustellen. Doch damit dies gelingt, müssen Liebermann und er zusammenarbeiten.

Zum Buch:
Hauptkommissar Liebermann hat noch ein paar Tage Urlaub, bevor er sein Amt als leitender Ermittler der Mordkommission antritt. Da wird eine männliche Wasserleiche gefunden und er in die Ermittlungen, für die er ab Montag verantwortlich ist, mit einbezogen. Viele Hinweise führen zur Liebesschule "Aphrodite", die vor einiger Zeit in Liebermanns Straße eröffnet hat. Leicht gemacht wird ihm die Arbeit nicht, hat er doch mit einem Kollegen zu tun, der sich bei der Beförderung übergangen fühlte und auch die Pathologin ist ihm nicht wohlgesonnen. 
Bei seinen Ermittlungen begegnet ihm immer wieder Kater Serrano, der ihm und seiner Freundin Nico zu allem auch noch ein Katzenbaby ins Haus brachte.
Die Mutter des Katzenkindes ist Serranos Tochter Krümel, die auch von einem Tag auf den anderen verschwand. Seine ehemalige Geliebte Maja und Mutter von Krümel bittet ihn daraufhin, Krümel zu suchen. Auch seine Recherchen führen ihn in die Liebesschule. Seine Informationen erhält er dort von einer Siamkatze und 3 Persern. Die Schule wird bewacht von einem halbblinden Riesenhund. Er erfährt von einem Schatten, der nicht nur die 4 Katzen der Schule bedroht, sondern auch vor Überfälle auf andere Katzen nicht zurückscheut.
Wird es Liebermann und Serrano gelingen, ihre Fälle zu lösen und hängen die beiden irgendwie zusammen? ...

Wieder einmal ermitteln Liebermann und Kater Serrano gemeinsam.
Nachdem die beiden schon im "Katzengold" beide überzeugt haben, machen sie sich wieder auf Verbrecherjagd.
Auch in diesem 2. Teil hat der Leser Gelegenheit, sowohl Liebermann wie auch Serrano bei ihrer Arbeit im Kampf um Gerechtigkeit zu begleiten.
Serrano hält Augen und Ohren im Katzenreich offen. Seit er nicht mehr Chef der Katzen ist und er sein Amt an seinen Sohn Cäsar abgetreten hat, bekommt er nicht mehr alles mit. Das wird ihm erst jetzt so richtig bewusst, als er merkt, dass alle von dem neuen Katzenhaus wissen, nur er nicht. Als Maja ihn bittet, doch ihre Tochter Krümel zu suchen, macht er sich gemeinsam mit Cäsar ans Werk. Immer wieder begegnet ihm auf seinen Wegen Liebermann und Serrano macht sich so seine Gedanken um ihn. 
Genauso wundert sich Liebermann seinerseits darüber, was Serrano so treibt. Erst führt er ihn zu einer toten vergifteten Katze und dann trifft er ihn auch sonst immer wieder in den gleichen Gegenden, in denen er selbst ermittelt.
Die beiden Ermittlungen stehen in einem Zusammenhang und der Leser hat das Vergnügen, bei jedem Schritt dabei zu sein.

Die Geschichte ist gut durchdacht und umgesetzt. Immer wenn ich dachte, das ist der Mörder, drehte sich die Sachlage und ich musste mich neu formieren. Ich fühlte mich wie in einem Rondell, war immer in Bewegung und machte mir meine Gedanken, wie sich denn alles zusammenfügen möge. Ich lag oftmals daneben.

Neben den polizeilichen Ermittlungen Liebermanns hat der Leser auch Gelegenheit, an seinem Privatleben teilzuhaben. Seine Tochter Miri lebt nun bei ihm und die Beziehung zu Nico und deren Tochter geht in eine enge Beziehung über. 
Das Zusammenspiel zwischen Arbeit und Privatleben ist bei seinem Beruf nicht leicht, aber möglich.
Die Autorin gibt dem Leser damit die Möglichkeit, nicht nur den taffen Polizisten kennenzulernen, sondern auch den etwas unsicheren, manchmal unbeholfenen Mann in seiner Beziehung zu Nico. Das macht ihn menschlich und symphatisch.

Christine Anlauff ist es auch mit ihrem 2. Buch um Liebermann und Serrano gelungen, einen abgerundeten und spannenden Krimi und gleichzeitig ein Katzenbuch zu schreiben. Ihre Liebe zu Katzen ist spürbar, denn nur wer Tiere liebt und beobachtet, kann deren Verhaltensweisen so gut beschreiben. 

Ich kann nur hoffen, dass das noch nicht die letzte Geschichte von Serrano und Liebermann ist, denn dieses Buch ruft förmlich nach einer weiteren gemeinsamen Ermittlung.

Bewertung:




Zum Autor:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Christine Anlauff, geboren 1971 in Potsdam, ist gelernte Buchhändlerin und veröffentlichte ihren ersten Roman "Good morning, Lehnitz" 2005 im Gustav Kiepenheuer Verlag. „Katzengold“ (atb 2740), der erste Teil der Serie um Kater Serrano und Kommissar Liebermann, erschien 2010 und wurde mit dem Deutschen Katzenkrimi-Preis ausgezeichnet. Christine Anlauff lebt und schreibt in Potsdam – mit vier Kindern und (natürlich) einer Katze.

Die Bibliographie von Christine Anlauff und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite



Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Aufbau Verlag bedanken,


der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.


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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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