Mittwoch, 20. März 2013

[Rezension] Edward Kelsey Moore - Mrs. Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner




Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Limes Verlag (18. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809026239
ISBN-13: 978-3809026235
Originaltitel: The Supremes at Earl's All-You-Can-Eat
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 3,8 cm

Inhalt gem. Limes-Verlag:
Seit fast vierzig Jahren gehen die drei Freundinnen Odette, Clarice und Barbara Jean miteinander durch dick und dünn. Und ungefähr genauso lang ist das Dreiergespann nur als die »Supremes« bekannt. Jeden Sonntag treffen sie sich gemeinsam mit ihren Ehemännern in Earl’s Diner, wo sie einst ihren Spitznamen erhielten. Unter den wachsamen Augen von Big Earl, dem Besitzer des Diners, wuchsen sie zu dem heran, was sie heute sind: drei kluge, witzige und starke Frauen. Und auch nach seinem Tod hat Big Earl weiterhin ein Auge auf seine »Supremes« – so wie auch andere gute Geister, denn dem Charme dieser außergewöhnlichen Ladys kann einfach niemand widerstehen ...

Zum Buch:
Sie sind seit über 40 Jahren Freundinnen. Odette, die auf einem Platanenbaum geboren wurde und mit James verheiratet ist; Clarice, die ihre große Liebe Richmond geheiratet hat und schwer unter seiner Untreue leidet und Barbara Jean, die ihre Liebe nicht heiraten konnte, weil er ein Weißer war und mit Lester verheiratet ist. 
Die drei Frauen, die die Supremes genannt werden, treffen sich seit ihrer Jugend jeden Sonntag im Earl's Diner gemeinsam mit ihren Ehemännern.

Barbara Jean und Clarice haben in ihrem Leben einiges erlebt, konnten aber immer auf die Freundschaft und Hilfe der anderen bauen.
Odette, deren Leben bislang ohne größere Probleme vonstatten ging, kann seit kurzem Geister sehen, die sich mit ihr unterhalten.
So erscheint eines Morgens ihre Mutter und hält einen Plausch mit ihr, im Gepäck hat sie die immer angetrunkene Mrs. Roosevelt. Zu Lebzeiten von Odettes Mutter hatte diese auch schon Mrs. Roosevelt gesehen und mit ihr gesprochen, wurde aber allgemein von allen belächelt.
Odette, die nun ebenfalls die Verstorbenen sieht, erzählt es niemanden.

In kürzester Zeit gibt es zwei Todesfälle, Big Earl, den ursprünglichen Besitzer von Earl's Diner und Lester, der Mann von Barbara Jean.
Barbara Jean fällt in eine tiefes Loch, aus dem die beiden Freundinnen versuchen, sie herauszuholen.
Dann wird auf einmal bei Odette eine schwere Krankheit diagnostiziert ...

Was für ein Buch, war mein erster Gedanke, als ich es ausgelesen hatte. Ein Buch über Freundschaft und Liebe, wie ich es lange nicht gelesen habe.
Drei Freundinnen, die eine tiefe und ehrliche Freundschaft seit über 40 Jahren pflegen, die sich regelmäßig jede Woche einmal treffen.
Sie behalten sich im Auge und sorgen sich umeinander. Ihre Männer sind immer mit dabei. 

Anhand von Rückblenden erfährt der Leser sehr viel über die drei Frauen, die sich schon aus Schultagen kennen. Man erfährt, wie sie sich kennengelernt haben und auch, welche tragende Rolle Big Earl mit seinem Earl's Diner dabei hatte.
Als Leser ist man mittendrin und dabei, wie aus den Jugendlichen Frauen werden, wie sie ihre Männer kennenlernten und wie sich ihre Ehen entwickelten.

Barbara Jean liebte als Jugendliche einen Weißen und er sie. Aber in den 50er / 60er Jahren waren in den meisten amerikanischen Staaten Mischehen verboten, so dass es für die beiden keine Zukunft geben konnte.

In dem Buch werden ernste Themen angeschnitten wie Rassendiskriminierung und Krankheit, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. 
Erfrischend fand ich die Szenen, die Clarice mit ihrer Cousine hatte, die eine Megahochzeit, die beste aller Zeiten, für ihre Tochter ausrichten will.
Ein Buch mit liebenswerten Frauen, die man ins Herz schließen muss, ob man will oder nicht.

Vorherrschend ist die Freundschaft der drei Frauen zueinander. Ein absolut ergreifender Roman, der zum Nachdenken anregt.


Bewertung:




Zum Autor:
(übernommen vom Limes Verlag)
Edward Kelsey Moore wurde 1960 in Indianapolis geboren. Er studierte Musik und Cello an der Indiana University und an der State University in New York. Er ist ein begeisterter aber unbeständiger Gärtner und ein enthusiastischer Amateur-, ehemals Profi-Barkeeper. Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner ist sein erster Roman.






An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 
und dem Verlag 




bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Kommentare:

Chimiko hat gesagt…

Irgendwie denke ich gerade nur noch "Will ich unbedingt haben!". Allein schon, als ich den Titel in der Blogliste gesehen habe, war ich fasziniert, aber nach deiner Beschreibung und deiner Rezension bin ich nun auch vom Inhalt hellauf begeistert.

Liebe Grüße
Chimiko

Philip hat gesagt…

Eine wirklich tolle Rezension. Ich habe das Buch auch zu Hause und bin sehr gespannt ob ich ähnlich davon angetan bin wie du! :)

Liebe Grüße, Philip