Sonntag, 3. März 2013

[Rezension] Sabine Bürger - Hexenkinder




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 300 Seiten
Verlag: bookshouse (31. Dezember 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9963724280
ISBN-13: 978-9963724284
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,9 cm

Inhalt gem. Bookshouse:
Als die elfjährige Samantha von der abenteuerlichen Zeitreise ihrer Mutter erfährt, beschließt sie, ebenfalls den Sprung durch die "Geheime Pforte" zu wagen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen, den Zwillingen Antonia und Anica, verschwindet sie in das mittelalterliche Magdeburg. Eine geplante Hexenverbrennung stellt Samantha vor eine schwerwiegende Entscheidung, doch das ist erst der Anfang ihres ungewöhnlichen Ausflugs in die Vergangenheit.
Ob es die Begegnung mit Mathilda, der Tochter der Kräuterfrau, den im Wald hausenden Gesetzlosen oder den Bergleuten ist, immer bleibt es für Samantha ein Kampf gegen den Aberglauben, die Grausamkeit und die Ungewissheit der damaligen Zeit. Sie lernt Missgunst und Niedertracht kennen, erfährt aber auch Liebe und Zuneigung. Als sie schwer krank wird, kann nur noch eine Rückkehr ins 21. Jahrhundert sie retten, doch diesen Weg hat sich Samantha verbaut ...

Zum Buch:
Samantha erzählt ihrer Freundin ein Geheimnis, dass ihre Mutter eine Hexe ist. Da diese ihr nicht glaubt, bittet sie ihre Mutter, ob sie es nicht beweisen kann.
Statt es ihr in Form von Hexerei zu zeigen, erzählt sie Samantha und ihrer Freundin eine unglaubliche Geschichte. Sie handelt von einer Reise in die Vergangenheit, die Soraya, die Mutter von Samantha, gemeinsam mit ihrer Großmutter Amelie in das mittelalterliche Magdeburg unternommen hatte.
Die beiden Mädchen sind fasziniert von den Abenteuern und weihen schließlich auch die Schwester ihrer Freundin ein.
Gemeinsam mit den Zwillingen Antonia und Anica überlegt Samantha nun, wie sie sich ebenfalls auf die Reise ins Mittelalter machen können, nachdem es ihnen durch Zufall gelungen ist, die "Geheime Pforte", den Übergang, zu finden. Nachdem sie auch die Amulette gefunden haben, kann sie nichts mehr zurückhalten. In den Ferien ist es dann soweit und sie reisen ins 15. Jh. nach Magdeburg.
Dort kommen sie gerade zu einer Hexenverbrennung an, wobei ein 10-jähriges Mädchen das Opfer ist. Schnell entschließen sie sich, ihr zu helfen und Samantha schickt Antonia und Anica gemeinsam mit dem Mädchen zurück in die Zukunft. Nun ist sie allein in der Vergangenheit und muss sich zurechtfinden und nicht jeder ist ihr wohlgesonnen ...

Die Autorin Sabine Bürger schickt den Leser zurück ins Mittelalter, nach Magdeburg ins 15. Jh. Es ist eine Zeit ohne sanitäre Einrichtungen, eine Zeit der Kirche und ihrer Macht und der Hexenverbrennungen an unliebsamen Personen.
Die Autorin hat die Missstände und Verhältnisse der mittelalterlichen Zeit sehr gut wiedergegeben, das Markttreiben sehr realistisch beschrieben.
In diese Zeit schickte sie ihre Protagonisten, erst Soraya und ihre Großmutter Amelie, später die Kinder Samantha mit ihren Freundinnen, den Zwillingen Antonia und Anica.
Die Reise, die Soraya unternahm, machte sie unter Führung ihrer Großmutter.
Die drei Mädchen, die später allein reisten, erscheinen mir ein wenig zu jung zu sein, um glaubhaft allein in einer Zeit zurechtzukommen, die sie nur aus der Erzählung von Samanthas Mutter kennen.

Samantha, Antonia und Anica sind drei mutige Mädels, die auch einen klaren Kopf behalten, wenn Gefahr droht. Dass sie eine Hexenverbrennung verhindern, indem sie massiv dort eingreifen und das Mädchen entführen, zeigt auch ihr großes Herz. Samantha, die zurückbleibt, muss sich nun allein durchschlagen und schafft schon fast die erste Hürde nicht, als sie auf dem Markt Mundraub begeht. Die Gesetze sind streng und jedes noch so kleine Delikt zieht scharfe Strafen nach sich.
Aber auch wenn Samantha nunmehr allein ist, lässt sie sich nicht unterkriegen ...

Sie begegnet Menschen, von denen sie aus der Erzählung ihrer Mutter gehört hat.
In der Vergangenheit ist genau so viel Zeit vergangen wie parallel in der Gegenwart, so dass die Kinder, die Soraya kennengelernt hatte, nun auch Erwachsene sind.
Auf die Art und Weise erfährt der Leser auch, was aus den Leuten geworden ist, die Soraya seinerzeit getroffen und in ihr Herz geschlossen hatte.

Ich weiß nicht, ob es ein Buch für Kinder ist, aber auf alle Fälle sehr gut geeignet ist es für Jugendliche, die schon vom Mittelalter und Hexenverbrennungen gehört haben. 
Es ist stilgemäß für die Altersklasse geschrieben und lässt sich gut lesen.

Was mir gefehlt hat, war eine Information, auf welche Art und Weise man durch die Pforte nun wirklich kam. Musste man zusätzlich noch einen Spruch sagen oder an dem Amulett reiben oder einfach nur fest an die Zeit glauben, wo man hin will? Dazu eine Information wäre schön gewesen.

Eine schöne Geschichte zum Thema Zeitreisen ins Mittelalter, in der es auch um Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Vertrauen geht, um Neid und Gier, um die Macht der Kirche, um Krankheit und Tod.
Eine Geschichte, mit der der Leser ins Mittelalter eintauchen kann mit all seinen Begleiterscheinungen, wie z.B. Krankheit, Armut und dem Glauben an Hexen. 

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Bookshouse)
1946 an der Ostsee, im hanseatischen Rostock geboren, blieb mein Wunsch Gedichte und Geschichten aufzuschreiben, vorerst auf kindliche Versuche beschränkt.
Mein Schulabschluss an einer POS in Rostock, meine Ausbildung zur Laborantin am Justus von Liebig Institut und meine Heirat folgten.
Als Berufstätige und Mutter dreier Kinder war ich vollends ausgelastet. Mein großer Traum vom Schreiben rückte in den Hintergrund.
Erst viele Jahre später brachte mich meine Liebe zu den Büchern, die bis heute meine ständigen Begleiter sind, dazu, an meine Kinder – und Jugendjahre anzuknüpfen, Eigenes aufzuschreiben.
Seit 2010 schreibe ich für eine Agentur Krimis und Kurzgeschichten. Im Dezember ist mein Kinder – und Jugendbuch erschienen, dem hoffentlich viele folgen werden.
Ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit mit einem Verlag, der meinen Vorstellungen und Wünschen total entspricht.


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An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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