Dienstag, 16. April 2013

[Lesung] Edward Kelsey Moore liest aus "Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl´s Diner"

Kaum zu glauben, es ist schon wieder einen ganzen Monat her, dass wir bei unserer letzten Lesung waren, aber dem konnte heute zum Glück Abhilfe geschaffen werden und heute hatten wir wieder etwas ganz besonderes auf dem Plan! Edward Kelsey Moore ist gerade mit seinem Debütroman "Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl´s Diner" auf Deutschland-Tournee und da wir beide jeweils ein Exemplar dieses Buches haben, mussten wir da natürlich um jeden Preis hin. Wobei "Preis" trifft es hier nicht ganz - blanvalet hat auf Facebook Karten verlost und wir hatten Glück und standen somit auf der Gästeliste ^^


 

Nachdem wir natürlich wie gewohnt viel zu früh vor Ort waren, haben wir uns erst einmal die Gegend angeschaut (so lernt das Katzenpersonal seine Heimatstadt auch in den hintersten Winkel kennen) und sind was Essen gegangen. 


 
Wasserturm in der Ficinistraße, ein prächtiges Gebäude, heute eine Jugendherberge, nach Aussage eines junges Mannes, den wir vor Ort befragten. Davor und dahinter trifft man auf wundervolle alte sanierte Häuser, die wirklich sehenswert sind.

Ein Toilettenhäuschen, ein Bild, das so nach und nach aus dem Altberliner Stadtbild verschwindet, aber ab und an kann man noch welche sehen.

Da die Lesung im English Theatre 




stattfand und dieses sich in einer Altbaugegend befindet, hat Kleeblatt gleich mal die Gunst der Stunde genutzt und noch ein paar Aufnahmen der Gegend gemacht. Einen netten Gruß an die Nachbarschaft hat Kerry hinterlassen.


Während Kleeblatt immer noch dabei war, die Gegend fotografisch festzuhalten, flitzte Kerry zum Theater und holte schon mal die Karten - was wir haben, haben wir. Dann mussten wir tatsächlich immer noch warten, aber da wir zu zweit waren, verging die Zeit ganz fix. 

Starten sollte die Lesung um 20:00 Uhr, weswegen Kerry 10 Minuten vorher Posten an der Eingangstür bezogen hat, nur um ja die Erste zu sein (rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze), damit das Katzenpersonal wie gewohnt in der ersten Reihe sitzen konnte. Mit ein paar Minuten Verspätung ging es dann auch los, selbstredend für das Katzenpersonal in der ersten Reihe sitzend, wo sonst?

Zur Einführung wurde etwas mit dem Autoren geplaudert, der so nett war, darauf einzugehen, dass das Publikum nicht unbedingt Englisch als Muttersprache hat und (was wir sehr angenehm fanden) klar und deutlich aus seinem Leben zu berichten (natürlich in Englisch). Wir erfuhren, dass Edward Kelsey Moores früheste Kindheitserinnerung darin bestand, dass seine Mutter einen Bibliotheksausweis auf seinen Namen ausfüllte - denn er war ein geborener Bücherwurm. Bereits in jungen Jahren schrieb er seine ersten Geschichten, doch dann hielt eine andere Liebe in seinem Leben einzug - die Musik - und für ca. 40 Jahre wurde dies seine Passion, doch so ganz wollte das Schreiben nicht von ihm weichen. Zwar studierte er Musik, doch jedes Jahr gab es in seiner Heimatstadt einen Kurzgeschichten-Wettbewerb und jedes Jahr wollte er teilnehmen und tat es dennoch nicht. Dann aber sollte es sich ändern - er fing an, an einer Kurzgeschichte über 3 Freundinnen zu schreiben, die in einem Diner sitzen und sich unterhalten. Die Geschichte bekam er jedoch nicht rechtzeitig fertig - doch was ihn am meisten wurmte, für die Gewinnergeschichte spielte er den Song ein - während seine eigene Story unvollendet war. 

Doch der Ehrgeiz hatte ihn gepackt und die drei Damen ließen ihn auch nicht mehr los, sodass er begann, eine Story um die Kurzgeschichte herum zu entwickeln - das Ergebnis ist "Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl´s Diner". Sicherlich ist er der einzige Autor, der zwischen seinen Auftritten im Orchestergraben damit beschäftigt war, einen Roman zu schreiben, aber der Erfolg gibt ihm recht, vor allem, da er lediglich hoffte, einen Verleger zu finden, der ihm soviel Geld für sein Werk gab, dass er sein 20 Jahre altes Autor reparieren konnte und damit aus dem Auto heraus seine Bücher zu verkaufen - was jedoch folgte, war eine Erfolgsgeschichte, denn nunmehr war Edward Kelsey Moore nicht nur ein Chellist, sondern auch ein Autor, dessen Erfolg ihm recht gibt. Ein zweites Buch ist bereits in Arbeit, wir hoffen, dass es möglichst schnell fertig gestellt wird und dann noch schneller ins Deutsche übersetzt wird.

So, zurück zur Lesung:

Gleich die Einführung in das Buch wurde durch Edward Kelsey Moore in der englischen Sprache vorgetragen -  so lernte das Publikum "Odette" durch ihn kennen. Anschließend übernahm Regina Lemnitz (die deutsche Stimme von u. a. Whoopi Goldberg) den weiteren deutschen Part - und es war ein Genuss. Könnt ihr euch das vorstellen, wenn man die Augen schloss, konnte man sich glatt vorstellen, dass Whoopi vorne saß und las (bei der Stimme hatten wir sofort die amerikanische Schauspielerin im Kopf). Doch das ist nicht alles, Edward Kelsey Moore reiste nicht nur mit seinem Buch an, auch sein Chello hatte er dabei und er hat uns, seinem überaus fasziniertem Publikum, zu jeder seiner drei Protagonistinnen (Odette, Clarice und Barbara Jean) ein Stück auf seinem Chello vorgespielt, was die jeweilige Protagonistin widerspiegelte. 

Hier könnt ihr den Beitrag sehen, den er Clarice gewidmet hat:

Selbstredend wurden mehrere Passagen vorgelesen, sowohl von Edward Kelsey Moore, wie auch von Regina Lemnitz und was sollen wir sagen - die Zeit flog nur so dahin. 





Alles in allem können wir sagen, wir haben einen ganz wundervollen Abend verbracht und selbstredend haben wir unsere Werke noch signieren lassen - solche eine günstige Gelegenheit konnte wir uns partout nicht entgehen lassen.


Sollte einer von euch die Möglichkeit haben, eine Lesung von Edward Kelsey Moore zu besuchen (wie gesagt, er tourt gerade durch Deutschland), solltet ihr diese Gelegenheit UNBEDINGT wahrnehmen, wir versprechen euch, ihr werdet einen wundervollen und unvergesslichen Abend erleben.

Kleeblatt und Kerry

PS: Kleeblatt hat das Buch bereits gelesen und rezensiert --> hier und Kerrys Rezension geht heute auch noch online.

1 Kommentar:

Sabine hat gesagt…

Danke für den tollen Beitrag - ich muss mich mal extra für die ganze Arbeit (vor allem mit den Lesungen-Posts), die ihr euch da immer macht, bedanken.

Sonnige Grüße von
Sabine