Montag, 15. April 2013

[Rezension] Britta Orlowski - St. Elwine 01: Rückkehr nach St. Elwine




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 414 Seiten
Verlag: Aaronis Collection (22. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3936524521
ISBN-13: 978-3936524529
Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,6 x 2,8 cm

Inhalt gem. Aaronis-Verlag:
Elisabeth Crane kehrt nach Jahren an den Ort ihrer Kindheit zurück. Sie nimmt die Stelle der Oberärztin am St. Elwine Hospital an und widmet sich mit großem Elan ihrer Arbeit. Dank des Einflusses ihrer Freundin Rachel schließt sich Liz der örtlichen Patchworkgruppe an.
Bereits nach wenigen Wochen trifft sie auf ihren alten Gegenspieler aus der Highschool – Joshua Tanner. Glaubt er noch immer der unwiderstehliche Herzensbrecher zu sein? Elisabeth ahnt: irgendetwas hat sich geändert. Sie kann nicht verhindern, dass ihr Leben erneut kompliziert wird und schon bald steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens... 

Zum Buch:
Elisabeth Crane ist Ärztin und nach vielen Jahren fern ihrer Heimat St. Elwine will sie sich dort wieder häuslich niederlassen. Sie hat einen Job im örtlichen Krankenhaus bekommen und zieht vorübergehend bei ihrer Freundin Rachel ein.
Einen ihrer ersten Notfälle hat sie mit Joshua Tanner, der ihr während ihrer Highschool-Zeit das Herz gebrochen hat. 
Während des Baseballtrainings mit Kindern bekam er einen Schlag auf seine empfindlichste Stelle und wurde anschließend ins Krankenhaus eingeliefert. Elisabeth ist die diensthabene Ärztin und vorerst schadenfroh, kann sie sein schmerzerfülltes Gesicht nicht ernst nehmen. Josh hingegen würde, nachdem er erkannt hat, wer ihn behandeln will, lieber einen anderen Arzt haben wollen. Aber nur Elisabeth ist momentan zur Stelle und behandelt ihn professionell, nachdem sie den Ausmaß des Schlages erkennt.
Selbst nach all den Jahren spüren sie die noch immer vorhandene Anziehungskraft aufeinander, wollen sie aber nicht wahrhaben.
Elisabeth hatte nie verwunden, dass er sie am Tage des Abschlussballes versetzt hatte und hält Josh auch noch heute für unzuverlässig. Josh hingegen, dem das Leben übel mitgespielt hatte, fürchtet sich nach wie vor Elisabeth spitzer und zynischer Zunge und versucht ihr gezielt aus dem Weg zu gehen ...

Britta Orlowskis Erstlingswerk vereint ihre Liebe zum Schreiben und Quilten, welches sie gekonnt im Buch umgesetzt hat.

Die zwei Hauptprotagonisten Elisabeth und Joshua kennen sich noch aus der Highschoolzeit, wo sie selbst nach einem negativen Ereignis trotz allem Freunde geworden sind. Obwohl sie sich auch schon damals zueinander hingezogen fühlten, wurde nie ein Pärchen aus ihnen.
Elisabeth lebte bei einem Vater, der seit dem Tod der Mutter sich dem Suff ergab. Um sich und ihn über die Runden zu bekommen, hat Elisabeth mehrere Gelegenheitsjobs angenommen.
Joshua, der mit dem buchstäblichen goldenen Löffel im Mund geboren wurde, musste sich nie Gedanken um Geld machen. Elisabeth fühlte sich Josh nicht ebenbürtig und zeigte ihm das, indem sie ihn immer hochzog und verspöttelte.
Nun, 10 Jahre später, treffen sie wieder aufeinander. Elisabeth ist inzwischen Ärztin geworden und Josh Architekt, der gemeinsam mit seinem besten Freund Marc ein Architektenbüro betreibt.
Josh hat inzwischen eine Vergangenheit, die eine gescheiterte Ehe mit einbezog und von daher ist er auch Elisabeth gegenüber misstrauisch.
Die beiden merken bald, dass sie nicht mit und nicht ohne einander sein wollen und können.

Neben diesem Hauptstrang im Roman gibt es auch noch kleinere Nebenstränge. So gibt es beispielsweise auf den Baustellen, die von Marc konzipiert wurden, Sicherheitsprobleme. Wer und warum will man der Firma oder gezielt Marc schaden? 
Marcs Eltern sind seit Jahren geschieden, der Kontakt zu seinem Vater ist fast eingeschlafen. Als jetzt sein Vater zum zweiten Mal heiraten und eine Familie gründen will, ist das Marc alles andere als recht und er hat schwer damit zu kämpfen, so dass es auch fast zum Beziehungsaus zwischen ihm und seiner Freundin Amy kommt.

Des Weiteren kommt durch eine Autopanne die alleinerziehende Floriane, Flo genannt, mit ihrem Sohn Kevin nach St. Elwine. Die gebürtige Deutsche hat gleich nach Schule einen Amerikaner geheiratet, ohne einen Berufsabschluss zu haben. Nun kann sie sich nur durch Aushilfsjobs über die Runden bringen. Sie nimmt mehrere Jobs an und findet in St. Elwine Freunde, erlernt dort in der Quiltgruppe das quilten und spürt die Hilfsbereitschaft unter den Frauen.

Gekonnt verwebt die Autorin die verschiedenen Schicksale, die alle in St. Elwine aufeinandertreffen.

Mittels Rückblenden erlebt der Leser die Ereignisse aus der Highschoolzeit von Elisabeth und Joshua, die zeigen, wie die beiden an dem Punkt angekommen sind, an dem sie jetzt stehen.
Durch Erzählungen oder Rückblenden von Flo erhält der Leser auch kurze Einblicke und dem Leben in der damaligen DDR, die Flo erlebte. An der Stelle kamen bei mir alte Erinnerungen hoch, denn auch ich kenne noch diese Zeiten.
Ihre Liebe zum Quilten webt die Autorin mittels einer Quiltgruppe in St. Elwine ein. Fachbegriffe werden genannt, mit denen der Unkundige Leser, ich also, nichts anfangen kann, aber sie hören sich schön an.

Ein locker leichter Liebesroman, der in der fiktiven Stadt St. Elwine in den USA spielt. Mit dem Roman hält man ein Buch in den Händen, das gute Unterhaltung garantiert, wenn man nicht tiefsinnige Lektüre erwartet. Es erwarten den Leser sympathische Protagonisten, mit denen man gern befreundet sein möchte.
Es ist ein Liebesroman und als solchen möchte ich ihn gern weiterempfehlen. 



Bewertung:
Zur Autorin:
(Text übernommen vom Aaronis-Verlag)

Ich wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei.
So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik.
Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren.
Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“.
Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie, mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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