Samstag, 25. Mai 2013

[Rezension] Agatha Christie - Die Tote in der Bibliothek


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 192
ISBN: 978-3-596-16538-4
Erscheinungstermin: 20. Oktober 2004
Format: Taschenbuch

Verlag: Fischer


Klappentext gem. Fischer:
In Colonel Bantrys Bibliothek liegt eine Leiche. Eine höchst unpassende Leiche: jung, im rückenfreien Abendkleid, mit unnatürlich blonden Haaren und rotlackierten Fingernägeln. Natürlich wird es Getuschel geben, und der sensible Colonel Bantry wird unter den unausgesprochenen Anschuldigungen zu leiden haben. Keine Frage, dass Miss Marple - eine alte Freundin seiner Frau - aufdecken muss, was das wirklich Unpassende an dieser Leiche ist und welcher Art die Verbindung des jungen Mädchens zu dem Filmproduzenten Basil Blake und dem reichen Invaliden Conway Jefferson war.


Rezension:
Colonel Arthur Bantry und seine Frau Dorothy "Dolly" Bantry leben ein ruhiges und zurückgezogenes Leben auf dem Land, zumindest solange, bis Arthur eines Morgens eine Leiche in seiner Bibliothek findet. Die Frau, obwohl tot, ist wunderschön  und es stellt sich kurz darauf, dass es sich um die 18-jährige Ruby Keene handelt. Arthur kann seiner Frau glaubhaft versichern, dass er die Tote noch nie gesehen hat, denn die Nachbarn in dem kleinen Örtchen fangen schon an zu tuscheln. Um dem Einhalt zu gebieten, wendet sich Dolly an ihre Freundin Jane, die niemand geringes als die berühmte Jane Marple ist, die bereits so manchen Mordfall auflösen konnte.

Miss Marple ist natürlich sofort zur Stelle, um ihrer Freundin beizustehen und zum Leidwegen von Colonel Melchett, dem Polizeichef der Grafschaft, macht sie sich umgehend, mit ihrem ganz eigenen Stil, an die Ermittlungen. Schnell stellt Miss Marple fest, irgendwas stimmt hier ganz gewaltig nicht. Wer hatte ein Motiv? Warum musste die junge Frau sterben?

Wie man es auch dreht und wendet, niemand scheint in die engere Wahl als Täter zu kommen. Zwar gibt es die ein oder anderen zwielichtigen Gestalten, aber ein wirkliches Motiv ist nicht zu erkennen, bis Miss Marple einem Gast in einem Hotel begegnet. Ab diesem Moment weiß sie, was zu tun ist, um den Täter zu überführen!


Mein erstes Miss-Marple-Buch! Der Plot wurde detailliert und abwechslungsreich erarbeitet und ganz ehrlich - ich wusste nicht, wer der Täter war. Miss Marple war mir hier definitiv einige Schritte voraus, aber sie war auch so nett, den Fall für mich aufzuklären. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir Jane Marple ausgesprochen sympathisch war, wie sie z. B. alles stehen und liegen lassen hat, um ihrer Freundin beizustehen und mit ihrem scharfen Verstand den Fall zu lösen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe. Bei diesem Buch handelt es sich um meinen ersten Marple-Fall bzw. auch um mein erstes Christie-Buch, aber eines weiß ich jetzt schon: Es wird nicht das letzte gewesen sein.

Bewertung
 
Die Autorin:
Agatha Christie schuf den modernen britischen Kriminalroman. Sie schrieb 68 Krimis, zahlreiche Kurzgeschichten, zwanzig Theaterstücke, eine Autobiographie, einen Gedichtband und – unter ihrem Pseudonym Mary Westmacott – sechs Romanzen. Sie gilt als die meistgelesene Schriftstellerin überhaupt. Die »Queen of Crime« verband ihre Lebenserfahrungen mit Phantasie, psychologischem Feinsinn, skurrilem Humor und Ironie. 1971 in den Adelsstand erhoben, starb sie im Alter von 85 Jahren am 12. Januar 1976. (übernommen vom Fischer)

Wie ich zu dem Buch kam:
Schon ewig wollte ich mal ein Buch von Agatha Christie lesen und endlich hat es, im Rahmen einer Challenge, geklappt.

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