Samstag, 4. Mai 2013

[Rezension] Alison Almony - Die Erben des Mithras


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 722 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 471 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00BG6UWMI


Klappentext gem. Amazon:
Edinburgh, Schottland: Durch Zufall gelangt Cameron O´ Connor an antike Fragmente aus Qumran, die die Grundfeste der katholischen Kirche, des Christentums erschüttern können.

Ahnungslos über die Brisanz dieser Dokumente wittert O´Connor das große Geld. Ein erster Interessent, Dominikaner Titus, ist rasch gefunden. Doch noch vor dem ersten Treffen in Rom ist der Ordensbruder tot: bestialisch ermordet in den unterirdischen Katakomben eines Mithras-Tempels.

Eine düstere Vorahnung sagt O´Connor, dass dies erst der Anfang eines lebensgefährlichen Spiels ist...


Rezension:
Im Kloster San Clemente in Rom wird die Leiche von Dominikanerbruder Titus gefunden - er wurde in einem Mithraum, einem Teil eines Mithras-Tempels, förmlich hingerichtet. Warum musste der alte Mönch auf so grausame Art sterben. Die herbeigerufene Polizei, allen voran Kommissarin Silvia Larion stehen vor einem Rätsel, denn Bruder Titus hatte keine Feinde, war aber für sein Alter noch recht rüstig. Ins Auge fällt der Kommissarin ein junger Schotte namens Cameron O´Connor, der angibt, sich mit dem Opfer treffen zu wollen. Doch ein Motiv kann sie Cameron nicht nachweisen und dieser reist, unverrichteter Dinge, wieder nach Schottland ab.

Cameron O´Connor hingegen ahnt die Gefahr, bevor sie real wird. Cameron wurde 1967 geboren und sein Onkel, Thomas O`Connor, war ebenfalls Dominikaner, der jedoch bei einem Fährunglück im Ärmelkanal im Jahr 1977 ums Leben kam. Der junge Mann, der als Berater in einer Wirtschaftskanzlei und Unternehmensberatung tätig ist, hat vor kurzem auf dem Dachboden seines Elternhauses ein antikes Dokument gefunden - hinterlegt von seinem Onkel, kurz vor dessen Tod. Das Dokument scheint, schon auf Grund seines Alters, wertvoll zu sein, sodass Cameron Kontakt mit dem Dominikanerbruder Titus aufnahm, um das Dokument der Kirche zu verkaufen. Doch mit dessen Tod zerschlagen sich vorerst diese Pläne.

Derweil erzählt Cameron einigen seiner Freunde von dem Dokument, u. a. auch Rachel Nussbaum, der er schlussendlich das Dokument zukommen lässt, damit sie es in Tel Aviv erforschen kann. Doch damit überschlagen sich die Ereignisse, denn es sieht ganz so aus, als würde das Buch vom biblischen Saulus/Paulus handeln und wenn die Deutung nicht ganz falsch ist, könnte dieser im Auftrag der Römer ein Verräter gewesen sein. Eines steht fest: Das Dokument, wenn es sich als echt herausstellt, ist überaus brisant und es dauert nicht lange, bis die ersten Leichen in dessen Umfeld auftauchen, denn Interesse bekundet an demselben nicht nur die Katholische Kirche, auch ein moderner Mithras-Orden ist an diesem Dokument mehr als interessiert und will es um jeden Preis haben. Dann jedoch tauchen die ersten Toten rund um das Schriftstück auf ...


Es ist kaum zu glauben, aber dieses Buch ist ein Debüt! Den Plot fand ich ausgesprochen facettenreich und detailliert erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Schauplätze u. a. nach Rom, Schottland und auch Jerusalem verlegt wurden, eben direkt an solchen Orten spielt, an denen eine solche Handlung (naja, vielleicht nicht unbedingt Schottland, aber das ist ja das Heimatland des Protagonisten) zu erwarten ist. Die Figuren empfand ich als ausgesprochen tiefgründig erarbeitet, eine jede war anders und nicht nur die Figur des Protagonisten Cameron konnte mich überzeugen, nein auch die übrigen Figuren wurden intensiv mit Leben gefüllt. Hier hat mir ganz besonders gut gefallen, dass die Autorin den Leser nicht nur an der Gedankenwelt Camerons teilhaben lässt, sondern auch einen Blick in alle anderen Köpfe gestattet. Den Schreibstil empfand ich als angenehm bis fesselnd zu lesen, jedoch empfand ich die teilweise geballte Dialogfolge dann doch etwas zu viel. Als Fazit kann ich nur sagen, dass mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat und es absolut für jeden zu empfehlen ist, der gerne mystisch-angehauchte Bücher mit einer ordentlichen Portion Spannung und einem sehr gut ausgearbeitet Plot sowie facettenreichen Figuren lesen möchte.


Bewertung: 

Die Autorin:
Alison Amony wurde 1973 geboren und hat Rechtswissenschaften und Geschichte studiert. Nach ihrem zweiten Examen entdeckte sie vor über zehn Jahren zufällig das Thema „Mithras“ und es ließ sie nicht mehr los. Mit einem „Was wäre, wenn …“ entstand „Die Erben des Mithras“. (übernommen und gekürzt von Alison Almony)

Zum Blog der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Was passiert wohl, wenn man sich den Kindle seiner Mutter ausleiht, um ein bestimmtes Buch zu lesen? Richtig, man schaut, was noch so drauf ist - 630 Bücher um genau zu sein. Da wir eigentlich unterschiedliche Genres bevorzugen, war ich natürlich positiv überrascht, dass ich diesen kleinen Schatz entdeckte, sodass ich den Kindle einfach noch etwas länger behalten habe. ^^

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