Mittwoch, 8. Mai 2013

[Rezension] Britta Orlowski - St. Elwine 02: Pampelmusenduft




Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 424 Seiten
Verlag: Aaronis Collection (26. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 393652453X
ISBN-13: 978-3936524536
Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,8 x 3 cm

Inhalt gem. Aaronis-Verlag:
Die Geschichte über die Menschen in St. Elwine geht weiter... 
Als Charlotte und Tyler sich zum ersten Mal begegnen, stehen beide unter Stress.
Sie kehrt nach langer Tätigkeit in der Entwicklungshilfe heim und fühlt sich von der Menschenmenge auf dem Flughafen erschlagen. 
Er hingegen ist Rocksänger, hat eine kräftezehrende Tournee hinter sich und kämpft mit einem Jetlag. 
Daher hält sie ihn für einen enthusiastischen Fan und er sie für eine zickige Touristin. 
Was als Verwechslungskomödie beginnt, entwickelt sich allmählich zu einem mysteriösen Versteckspiel. Bald erhält Tyler Anrufe und Drohbriefe. Wer ist der Stalker?
Nachdem es immer wieder zu überraschenden Wendungen kommt,
spitzt sich die Lage plötzlich dramatisch zu... 
Eine furiose Liebesgeschichte, deren Spannungsbogen bis zur letzten Seite reicht. Liebhaber von Romanen im Patchworkmilieu kommen auf ihre Kosten und treffen auf alte Bekannte aus Band eins. 

Zum Buch:
Als Charlotte die Nachricht von ihrem Großvater bekommt, dass ihre Mutter tödlich verunglückte, weiß sie, dass es Zeit ist, wieder nach Hause zu kommen. Nach Hause heißt in diesem Fall  St. Elwine, wo sie schon Jahre nicht mehr war, weil ihre Mutter es nicht wünschte. Charlotte hat gerade 10 Jahre Entwicklungshilfe in Afrika als Zahnärztin hinter sich und soll nun in St. Elwine die Zahnarztpraxis ihres Großvaters wieder aufleben lassen.
Auf einem Flughafen trifft sie auf Tyler O'Brian, einem Rockstar, der sich dort gerade vor seinen Fans versteckt hat. Da Charlotte ihn nicht kennt, und sein Gebaren eigenartig findet, hält sie ihn für einen Fan des Rockstars und kann nur den Kopf schütteln. Sie hingegen erscheint Tyler als eine ein wenig weltfremde Touristin. 
Keiner denkt mehr an den anderen, bis sie sich in St. Elwine wiedertreffen. Charlotte ist gerade dabei, die Zahnarztpraxis ihres Großvaters aufzumöbeln.  Tyler, der sich gerade in St. Elwine ein Grundstück gekauft hat und dort zurückgezogen und weit weg vom Trubel um seine Person zurückgezogen leben will, muss ihren Notdienst in Anspruch nehmen.
Dass da zwischen ihnen beiden etwas ist, spüren beide, aber keiner von beiden will es zugeben. 
Tyler hat eine schwierige Kindheit hinter sich und diese nie vergessen, in keiner Beziehung und zudem verfolgt ihn ein Stalker, den er weder orten noch greifen kann.
Charly hütet ebenfalls ein Geheimnis, mit dem sie nicht hausieren geht und glaubt nicht wirklich mehr an die große Liebe.

Wieder einmal entführte mich die Autorin Britta Orlowski in das inzwischen bekannte Städtchen St. Elwine.
Viele bekannte Personen haben sich in diesen Roman ebenso eingeschlichen wie neue Gesichter. Charly ist die Cousine von Joshua Tanner und so bekommt der Leser auch wieder den Anschluss an ihn und seine Frau Elisabeth.
Man fühlt sich den Personen sofort wieder nah und hat das Gefühl, dass man mittendrin ist und nie weg war.

Mit diesem Roman begegnet man zwei Protagonisten, die jeder für sich etwas besonderes darstellen.
Tyler wäre eigentlich auf Grund dessen, was er in seinem bisher kurzen Leben schon durchgemacht hat, ein gebrochener Mann, wenn er sich nicht selbst immer am Kragen packen und wie ein Stehaufmännchen aus dem größten Mist ziehen würde. Er ist für mich ein Mensch, den man bewundern kann. Aus der Presse und den Boulevardblättern hat sich bestimmt schon jeder so seine Gedanken über Rockstars gemacht, diese kann man als Leser getrost beiseite legen, wenn man an Tyler denkt. Er hat keine Frauengeschichten und ist froh, wenn er für sich allein sein kann. Oft denkt er noch an seinen Bruder, den er vor Jahren aus den Augen verloren hat.
Aufgrund seiner zerrütteten und schlimmer Kindheit fühlt er sich nicht als Mensch, den eine Frau lieben kann, so dass es ihm schwer fällt, sich auf Charly einzulassen. Ein besonderes Verhältnis kann er zu Ryan, einem Kind aus dem Kinderheim aufbauen, in dem er sich selbst als Junge wieder erkennt. Für ihn würde er Berge versetzen.

Charly hingegen ist eine Frau, die sich zwar in Afrika als Ärztin durchgesetzt haben mag, aber jetzt anfangs ein wenig zickig erscheint. Trotzdem habe ich auch sie ins Herz geschlossen. Als sie merkt, dass ihr Großvater immer öfter Aussetzer hat, kümmert sie sich liebevoll um ihn. 
Aber auch Tyler, der sehr verletztlich wirkt, rührt an ihr Herz.

Eine wundervolle Geschichte, die ans Herz geht und zum Träumen verleitet. Zwei verletzte Herzen, die sich zusammenraufen und erkennen müssen, dass sie im gleichen Takt schlagen.
Als mir zum Ende des Buches die gesamte Kindheit Tylers klar war, sind mir fast die Tränen gekommen. Was für ein Wunder, dass aus diesem Kind dann doch ein Mann wurde, der sich im Spiegel in die Augen gucken kann.
Ich habe mit den beiden mitgelitten und immer Hoffnung gehabt, dass es gut ausgehen möge.

Wer gerne romantische und gefühlvolle Liebesromane mag, sollte sich den Namen Britta Orlowski notieren und ihre Bücher lesen. Ich zumindest habe diese Autorin für mich entdeckt. 


Bewertung:
Zur Autorin:
(Text übernommen vom Aaronis-Verlag)

Ich wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei.
So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik.
Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren.
Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“.
Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie, mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Diese Bücher von Britta Orlowski wurden von uns bereits gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Keine Kommentare: