Dienstag, 28. Mai 2013

[Rezension] Flynn Meaney - Der Sommer, in dem ich Vampir wurde




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (11. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960548
ISBN-13: 978-3863960544
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Bloodthirsty
Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 12,4 x 2 cm

Inhalt gem. INK Egmont.Verlag:
Checkliste: Blasse Haut? Ja. Ungewöhnlich helle Augen? Ja. Schmächtiger Körper und grüblerisches Auftreten? Ja. Und ja. Übersinnliche Fähigkeiten? Nicht ganz. Der unscheinbare sechzehnjährige Finbar Frame ist in Sachen Mädchen ein absoluter Loser. Als er davon Wind bekommt, dass seine Mitschülerinnen total dem Vampirkult verfallen sind, beschließt er kurzerhand, Vampir zu werden - selbstverständlich ohne den Blutsauger-Part. Finbars Täuschung funktioniert besser als gedacht. Schon bald scharen sich unzählige Möchtegernfreundinnen um den geheimnisvollen Untoten. Aber als Finbar das Mädchen seiner Träume trifft, erkennt er, dass das Leben als Pseudo-Vampir ganz schön kompliziert ist.

Zum Buch:
Finbar und Luke sind Zwillinge, zwar zweieiige, aber sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Luke der sportliche Typ ist, dem die Mädchen hinterherlaufen, ist Finbar eher der blasse unscheinbare Typ, der es schwer hat, überhaupt bemerkt zu werden.
Als sie mit ihren Eltern nach New York ziehen, sehen beide es als Neuanfang an. Finbar geht erstmals in eine Jungen / Mädchen-Schule und macht sich Hoffnungen, dass nun alles besser wird.
Zu allem Übel stellt sich auch noch heraus, dass er eine Sonnenallergie entwickelt hat, die ihn zwingt, sich nicht allzu lange in der Sonne aufzuhalten. Durch seine blasse, blutleere Haut kommt er dem Idealtyp eines Vampirs schon sehr entgegen. So wird er auch eines Tages in der Bahn als solches erkannt. Da Vampire momentan sehr angesagt zu sein scheinen, sagt er auch nichts dagegen und benimmt sich entsprechend, was ihm doch tatsächlich auch einen Zulauf aus der Mädchenwelt beschert. Er fühlt sich zum ersten Mal in seinem Leben so richtig gut. In der Schule hat sich herumgesprochen, dass er ein Vampir ist und die Mädchen nehmen ihn wahr.
Dann lernt er Kate kennen, die ist völlig anders als die anderen Mädchen. Auch sie scheint ein Außenseiter zu sein. Welches Geheimnis birgt sie und wieso fühlt sie sich zu Finbar hingezogen? ...

Hält man das Buch in den Händen, sieht man zuerst auf ein wunderschön gestaltetes Cover. In schwarz / blau gezeichnet, mit einem riesigen Mond und Fledermäusen. Die Gänsehaut lässt grüßen. Da kann man sich gut in die Szene einen blutgierigen Vampir hineindenken.

Nur, dieses Jugenbuch ist ein Vampirroman so ganz ohne Vampir. Wie das gehen soll? 
Allein durch die Tatsache, dass Finbar dem Idealtyp eines blutgeifernden Vampirs entspricht, blasse Haut, Sonnenallergie, lässt bei den Mädchen der Verdacht aufkommen, dass er ein Vampir ist. Die sind momentan gut angesagt, die Literatur ist voll davon und was liegt da näher, als sich mich jemandem bekannt zu machen, der scheinbar einer sein könnte.
Finbar, der zum ersten Mal das Interesse von Mädchen an seiner Person genießt, lässt sie auch in dem Glauben und versucht sich entsprechend zu benehmen. Blöd ist nur, wenn ihn ein Mädchen bittet, ihn zu beißen. Da kann man schon mal in dumme Situationen kommen, die für Finbar zwar unangenehm sind, dem Leser aber mehr als ein Grinsen ins Gesicht zaubern.

Finbar ist, auch wenn er als Vampir ein wenig hochstapelt, trotz allem ein sympatischer Protagonist, den ich als Leser sehr gern begleitet habe. 
Da das Buch aus der Sicht von Finbar in der Ich-Form geschrieben wurde, fällt es dem Leser leicht, sich in die Sichtweise von Finbar hineinzuversetzen. Seine eigenen Gedanken, die er besser nicht ausspricht, sind für den Leser in kursiver Schrift geschrieben und entlockten mir nicht nur einmal ein Schmunzeln.

Ist schon erstaunlich mitzuerleben, wie aus einem Loser fast ein Frauenheld wird, allein durch die Tatsache, dass er sich als Vampir gibt. Wie schnell sich doch das Bild wandeln kann allein aufgrund von irgendwelchen Trends.

Das Buch ist in einem leicht lesbaren Stil geschrieben, der sich gut lesen lässt. Man muss kein Vampirfan sein, um Freude an dem Buch zu haben. Die Protagonisten machen es einem leicht, sie zu mögen und sie ein Stück zu begleiten.
Zwischendurch habe ich mich gefragt, wo mag das Buch hingehen, wie kommt er aus der Nummer wieder raus.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen, die Autorin hat es zu einem logischen und nachvollziehbaren Ende gebracht, das mich völlig überzeugt.

Ein Jugendbuch, dass ich gern weiterempfehle.


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen von Ink Egmont)
Flynn Meaney wurde zu ihrem Debütroman von der Bemerkung einer Freundin inspiriert, die meinte: „Jetzt, wo Vampire so angesagt sind, können wir uns endlich den Selbstbräuner sparen.“ Erstaunlich, was für einen Einfluss auf einmal dieser ganze Vampirkult auf die schmächtigen, blassen Teenager hat, die während der Baywatch-Jahre lange Durststrecken durchlitten haben! Die Autorin lebt in Mamaroneck, New York. Sie hat ein Studium an der Universität Notre Dame absolviert und ist zurzeit am Hunter College für Kreatives Schreiben und Poesie eingeschrieben.



An dieser Stelle möchte ich mich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

manu s kramladen hat gesagt…

das hört sich super an, genau der lesestoff für meine tochter...lach. danke schön für s vorstellen. lg manu