Dienstag, 14. Mai 2013

[Rezension] Frauke Scheunemann - Herkules 03: Welpenalarm!



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Page & Turner (19. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442203910
ISBN-13: 978-3442203918
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 3,2 cm

Inhalt gem. Page & Turner-Verlag:
Ein kleines Dackelherz auf Abwegen
Merkt denn außer mir niemand, dass dieser kleine Mensch zum Himmel stinkt? Im wahrsten Sinne des Wortes! Brrr, es ist unerträglich, meine empfindliche Dackelnase schmerzt schon richtig. Ich beschließe, der Ursache für dieses Problem selbst auf den Grund zu gehen, und zerre an Henris Hose. Kurz darauf halte ich sie in der Schnauze. Jetzt noch weg mit der Windel, so macht Carolin das schließlich auch immer. Apropos Carolin – in diesem Moment biegt sie um die Ecke und stürzt sich mit einem Schrei auf mich: »Herkules, du böser, böser Hund! Komm sofort raus aus der Wiege!« Sie packt mich am Nacken und gibt mir einen Klaps auf den Po. Beleidigt jaule ich auf und verkrieche mich in mein Körbchen. Ich hab´s ja gleich gewusst: dieses neue Baby würde nur Ärger bringen!

Zum Buch:
Herkules hat Angst um sein Frauchen Carolin, wird sie doch bald sterben. Sie ist immer müde, schläft viel, muss sich übergeben und sagt selbst, dass es nur noch ein halbes Jahr dauern wird. Er ist untröstlich und lässt sich von Herrn Beck trösten, so gut es geht.
Aber nicht lange muss er diesen trüben Gedanken nachjagen, denn er erfährt, dass sie doch nicht sterben wird, sondern ein Baby bekommen wird. Oh Gott, denkt er, hat er doch noch die Worte von Herrn Beck in den Ohren, der ihm von den 3 Kindern erzählt hatte, wo er kurz gelebt hatte.
Zu allem Unglück erzählt ihm seine große Liebe Cherie auch noch, dass sie Babys erwartet, wie schlecht kann die Welt eigentlich sein, denn die Babys sind leider nicht von ihm.
Kaum ist das Baby von Carolin da, dreht sich auch alles nur noch um den kleinen Erdenbürger. Auch Luisa, Marcs Tochter, die ja nun die große Schwester ist, fühlt sich stark vernachlässigt. Glücklicherweise hat ihre Mutter schon vorgesorgt und ihr gesagt, sie könne sofort nach München kommen, wenn sie denkt, dass sie niemand mehr lieb hat.
So kommt es auch, Herkules, der alles mitbekommen hat, heftet sich mit Herrn Beck an ihre Fersen und sie können auch Willi, den ehemaligen Stadtstreicher, überzeugen, dass sie die Reise nach München gemeinsam machen. Was soll das nur werden, denn natürlich wird Luisa als vermisst gemeldet ...

Nun bereits zum dritten Mal hat die Autorin Frauke Scheunemann die Erlebnisse vom Dackelmix Herkules, seinem Freund Herrn Beck und seinen Freunden zu Papier gebracht, sehr zu meiner Freude.
Wieder einmal durfte ich in die Gedankenwelt eines kleines Dackels eintauchen, seine Sorgen spüren, seine Eifersucht miterleben und sein großes Herz erleben.
Das Leben der Menschen aus der Sicht eines Dackels zu erfahren, ist schon wirklich lesenswert. Die vielen kleinen Missverständnisse, die er nicht versteht, die zweideutige Sprache, das eine sagen und das andere meinen, machen ihm wie schon in den beiden ersten Bänden ganz schön zu schaffen. Hinzu kommt sein großes Herz, er möchte es allen recht machen und eckt oftmals damit an.
Der Versuch, das Baby von den stinkenden Windeln zu befreien stößt verständlicherweise von der Mutter nicht auf Gegenliebe, aber wie soll so ein kleiner Dackel das wissen.
Als Herkules dann mitbekommt, dass Luisa sich auf den Weg zu ihrer Mutter machen will, geht er einfach mit. Luisa hat keine Chance, entweder er geht mit oder er macht Rabatz. Natürlich kann der dicke Herr Beck die beiden nicht allein losziehen lassen, so dass auch er sich mit auf den Weg macht. Den beiden gelingt es sogar, Willi zu überreden, was ich an sich schon eine große Leistung finde. Aber die Verständigung von Herkules, Herrn Beck und Willi passte ja schon seit dem 1. Teil gut zusammen.

Es ist wieder ein Buch, das Herkules würdig ist. Mit vielen humorvollen Szenen gespickt, bei denen man manchmal zum Dauergrinser mutiert. Schon allein die Geburt des Babys auf den Friedhof zu verlegen wäre wohl nicht vielen Autoren eingefallen, hier passt es einfach.
Diesen Dackel und seinen Freund muss man einfach lieben und ihn ins Herz schließen.

Für Herkules habe ich mich mitgefreut, dass seine Freundin Cherie wieder auftauchte, auch wenn sie ihm wehtun musste, weil sie Babys von einem anderen bekam. Aber Herkules weiß ja, dass die Babys nicht ewig bei Cherie bleiben und so kann er auch das verzeihen und er liebt sie trotz allem.

Ein wundervoller Roman mit seinem Held Herkules und seinem tollen Freund Herrn Beck. Die beiden sind ein so fantastisches Team, dass es einfach Spaß macht, sie bei allem, was sie machen oder aushecken, zu begleiten.
Ich hoffe, dass sie noch ganz viele gemeinsame Abenteuer vor sich haben, zumindest das nächste in Form des Buches von "Hochzeitsküsse" wartet hier schon auf mich.
Diesen Unterhaltungsroman mit seinen tierischen Helden kann ich wärmstens weiterempfehlen.


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom Goldmann-Verlag)
Frauke Scheunemann, geboren 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Juristin. Sie absolvierte ein Volontariat beim NDR und arbeitete anschließend als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin und schreibt zusammen mit ihrer Schwester Wiebke Lorenz unter dem Pseudonym »Anne Hertz« sehr erfolgreich Romane.
Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihren vier Kindern und dem kleinen Hund Elmo in Hamburg.



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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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