Mittwoch, 12. Juni 2013

[Rezension] Ailee P. Roberts - Elvancor 01: Das Land jenseits der Zeit



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442478766
ISBN-13: 978-3442478767
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,6 x 4,6 cm

Inhalt gem. Goldmann-Verlag:
Wenn du es wagst, über die Schwelle zu treten, besiegst du den Tod – und findest die Liebe ...
Die 18-jährige Lena hasst das öde Leben in der Provinz. Bis sie sich mit der alten Frau Winter anfreundet, die sie mit ihren fantastischen Geschichten über einen verborgenen Schatz und ein fremdes, magisches Land fasziniert. Lena glaubt ihr jedoch kein Wort. Erst als nach dem Tod der alten Dame seltsame Dinge passieren, kommen ihr Zweifel. Zusammen mit Ragnar, dem attraktiven Enkel der Verstorbenen, macht sich Lena auf die Suche nach dem geheimnisvollen Schatz – und stößt auf ein magisches Land jenseits der Zeit ...

Zum Buch:
Die 18-jährige Lena muss Sozialhilfe leisten, weil sie die Schuld an einem Unfall auf ihre Kappe genommen hat. Ihr Plan, nach dem Abi für 1 Jahr durch Europa zu touren, fällt flach, da sie sich genötigt sieht, das kaputte Auto ihres Vaters abzuzahlen. Den Sozialdienst muss sie in einem Altenheim leisten, wo sie sich um die alten Bewohner kümmern muss. 
Dort lernt sie auch die alte Amelie Winter kennen, die ab und an von ihrem Sohn und von ihrem isländischen Enkel Ragnar Besuch bekommt. Nicht nur Ragnar ist gewöhnungsbedürftig, wird er doch wegen seiner Launen "Weltuntergang" genannt, auch Frau Winter selber scheint wunderlich zu sein. Lena erzählt sie Geschichten von einem Ort namens Elvancor und behauptet, dort gewesen zu sein und ihren Liebsten zurückgelassen zu haben. Auch ist sie der festen Meinung, dass er bald kommen wird, um sie zu holen. Lena kann die Geschichten nicht ernst nehmen, ist Frau Winter doch schon 92 Jahre alt. 
Aber auch, wenn sie ihr nicht glaubt, gefallen ihr die Geschichten.
Als Frau Winter stirbt, hinterlässt sie Lena einen Brief, indem sie sie auffordert, gemeinsam mit ihrem Enkel Ragnar nach einem Schatz zu suchen.
Und damit fangen die Probleme erst an ...

Dieses Buch ist das erste Werk, das ich von der Autorin gelesen habe. Sie war mir selbst namentlich bislang nicht bekannt.
Mit diesem Werk hält man auch den ersten Teil der Dilogie um Elvancor in den Händen.
Elvancor ist ein Land, das außerhalb unserer Welt liegt. Dieser erste Teil ist eher zur Einstimmung auf Elvancor zu zählen, denn er handelt komplett in der Gegenwart auf der Erde, abgesehen vom Prolog.

Langsam macht die Autorin den Leser mit den Protagonisten vertraut.
Lena wirkt anfangs ein wenig naiv. Für ihren Freund, der ihr ein paar fadenscheinige Gründe nennt, übernimmt sie die Schuld an dem Autounfall, bei dem das Auto ihres Vaters zu Schrott wurde. Führerschein weg, Sozialdienst und Schulden haften an ihr, von ihrem Freund keine Hilfe, im Gegenteil, er sucht sich eine andere Freundin. Sie ist frustriert, statt den Sommer mit ihren Freunden verleben zu können, sitzt sie in einem kleinen Kaff fest, hat Ausgehverbot für ein halbes Jahr und muss statt faulenzen arbeiten gehen. Trotz allem macht ihr die Arbeit mit den alten Leuten Spaß, lernt sie doch dort auch nette Menschen kennen.
Als sie Ragnar kennenlernt und sie später auf Schatzsuche gehen, verstehen sie sich recht gut, aber mehr als Freundschaft kommt zwischen ihnen nicht auf.

Ragnar, der in Island groß geworden ist, musste von dort verschwinden. Ihm haftet etwas sonderbares, eigenartiges an, das man nicht wirklich benennen oder greifen kann. Seine Wutausbrüche, die er im Altenheim hatte, beschreibt er später damit, dass er Beklemmungen in festen Häusern bekommt.
Nicht nur Lena findet ihn seltsam, auch als Leser macht man sich seine Gedanken, was es mit ihm auf sich haben könnte. Er ist selbstbewusst, tierlieb und ein guter Freund.
Als sich Lena und Ragnar auf die Schatzsuche machen, wissen sie nicht, ob sie einem Hirngespinst von Ragnars Oma nachjagen oder ob es den Schatz wirklich gibt. Sie fügen Puzzleteile aneinander und können auch auf Teilerfolge zurückblicken.
Aber bald spüren sie, dass sie nicht allein sind und dass etwa Böses auf sie zukommt. 

Schon von Anfang an verstand die Autorin es, mich zu packen und mitzureißen.  Sie baut die Geschichte langsam auf und zieht dann urplötzlich mit Spannung an, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Aileen P. Roberts hat eine Art, die Umgebung und speziell den Wald zu beschreiben, dass selbst ich Gänsehaut verspürte. Ich hatte das Gefühl, ich bräuchte nur still stehen zu bleiben und mich in aller Ruhe umsehen, dann würde alles genau so vor meinen Augen entstehen, wie sie es geschrieben hat.
Die Autorin hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der das lesen angenehm machte.

Es ist ein sehr schönes Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.


Bewertung:


(Text übernommen vom Goldmann-Verlag)
Aileen P. Roberts ist das Pseudonym der Autorin Claudia Lössl. Ihre Begeisterung für das Schreiben entdeckte sie vor einigen Jahren durch ihren Mann. Als dieser mit der Arbeit an einem Buch begann, beschloss sie, sich ebenfalls als Schriftstellerin zu versuchen. Seither hat sie bereits mehrere Romane im Eigenverlag veröffentlicht, 2009 erschien mit "Thondras Kinder" ihr erstes großes Werk bei Goldmann, danach folgten "Weltennebel" und "Feenturm". Claudia Lössl lebt mit ihrem Mann in Süddeutschland.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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