Dienstag, 18. Juni 2013

[Rezension] Brom - Der Kinderdieb


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 656
ISBN: 978-3-426-28329-5
Erscheinungstermin: Februar 2010
Format:
Hardcover
Verlag: PAN


Klappentext gem. Droemer Knaur:
Leise wie ein Schatten streift ein Junge durch die Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die dringend Hilfe brauchen. Peter rettet sie – und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch er verrät ihnen nicht, dass dieses Land im Sterben liegt und dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr …


Rezension:
Vorwiegend abends und nachts streift er durch New York - ein Junge auf der Suche. Doch er sucht weder Geld, noch Drogen, noch Abwechslung aus seinem Alltag - er sucht Kinder, Kinder, die verlassen wurden, Kinder, die vernachlässigt werden, Kinder, die nicht wissen wohin. Eines Nachts schaut er durch ein Fenster und sieht, wie ein Mann über seine Tochter herfällt. Schneller, als der Mann es sich versieht, ist der Junge im Zimmer und tötet ihn. Das Mädchen folgt ihm daraufhin bereitwillig - immerhin ist er ihr Retter und was immer auch geschehen mag, schlimmer kann es für sie nicht werden.

Der Junge jedoch ist immer auf der Jagd - er braucht mehr Kinder und im Prospect Park sieht er einen Jungen, der auf der Flucht zu sein scheint und tatsächlich, er wird von finsteren Gestalten angegriffen, denn der Junge namens Nick hat Drogen vom Mieter seiner Mutter gestohlen, um ein für alle mal dafür zu sorgen, dass dieser aus seinem Leben und dem seiner Mutter verschwindet. Er hat jedoch die Rechnung ohne die Kumpels des Dealers gemacht - die ihn aufspüren ... sein Ende ist nah. Der Junge, der ihn beobachtet, hilft ihm und rettet ihn und bietet ihm an, ihn zu begleiten, in ein Land, in dem es keine Erwachsenen gibt, in dem er immer Kind bleiben kann - der Junge heißt Peter.

Nick folgt Peter durch einen gefährlichen Nebel und landet in einer Welt, in der es Magie, Trolle, Hexen und vieles mehr gibt: Avalon. Peter bringt Nick zum Versteck der "Teufel", doch Nick weiß sofort: Er hat einen Fehler gemacht, er muss wieder nach Hause, doch ohne Peters Hilfe schafft er es nicht. Peter ist jedoch schon wieder in der Menschenwelt, um neue Kinder zu sammeln, denn ein Krieg steht kurz bevor und jeder Kämpfer wird gebraucht ...


Peter Pan in der Moderne! Der Plot wurde ausgesprochen detailliert erarbeitet, wobei es hier jedoch zu deutlichen Unterschieden zwischen der eigentlichen Peter-Pan-Geschichte und diesem Buch kommt. Auch empfinde ich das Buch, gerade für ein Jugendbuch, als ausgesprochen brutal und von daher nur bedingt für Jugendliche geeignet. Die Figuren wurden allesamt differenziert erarbeitet, wobei ihnen hier jedoch deutlich die Tiefe fehlt. Mit nicht einer Figur konnte ich mich anfreunden, die Protagonisten waren mir sehr unsympathisch. Den Schreibstil empfand ich als durchaus angenehm und spannend zu lesen - was jedoch auch der einzige Grund war, warum ich dieses Buch beendet habe, denn sowohl Plot, wie auch Figuren konnten mich nicht überzeugen.


Bewertung
 
Der Autor:
Brom, Jahrgang 1965, wurde in Albany im amerikanischen Bundesstaat Georgia geboren. Da sein Vater Pilot bei der U.S. Army war, verbrachte Brom einen Teil seiner Jugend im Ausland, unter anderem in Japan und Deutschland, wo er zur Schule ging; aus dieser Zeit rührt auch seine Angewohnheit her, seinen Vornamen nicht zu benutzen. Bereits mit 21 arbeitete Brom als Illustrator für Firmen wie Coca-Cola und IBM. Später begann er, sich auf die visuelle Umsetzung von Rollenspielen wie „Dungeons & Dragons“ und anderer Fantasywelten zu konzentrieren; er schuf außerdem Sammelkarten für Spielsysteme wie „Magic: The Gathering“ und arbeitet für zahlreiche Verlage und Computerspielhersteller. Brom hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und lebt heute mit seiner Familie in Seattle. (übernommen von Droemer Knaur)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Um dieses Buch wurde seinerzeit ja geradezu ein Hype gemacht und da auch die Geschichte für mich laut Klappentext durchaus ansprechend klang, habe ich mir das Buch ebenfalls besorgt. Zum Lesen der Geschichte bin ich allerdings erst jetzt gekommen - ich hatte wohl so eine Ahnung, dass mir das Buch nicht wirklich gefallen wird.

Kommentare:

Sabine hat gesagt…

Hallo Kerry,

an "Der Kinderdieb" kann ich mich nicht mehr genau erinnern, aber ich glaube, so schlecht wurde es von mir nicht bewertet.

Liebe Grüße
Sabine

PS: Wie hast du deinen Geburtstag verbracht?

BlueNa hat gesagt…

Hey,
ich habe auch letztens erst den "Kinderdieb" gelesen und ihn mit drei Sternen bewertet. Mir war es leider auch etwas zu zäh, was ich echt schade fand! Hatte mir viel von diesem Buch erhofft, vor allem, weil mir solche Geschichten normalerweise liegen.

LG
BlueNa