Montag, 17. Juni 2013

[Rezension] Janne Mommsen - Oma Imke 04: Omas Erdbeerparadies



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: rororo (1. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499259567
ISBN-13: 978-3499259562
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,6 x 2,4 cm

Inhalt gem. Rowohlt-Verlag:
Das Paradies. So fern. So nah.
Seit 1898 ist es eine Institution auf Föhr: Das Gasthaus mit dem seltsamen Namen «Erdbeerparadies». Es gibt hier Feuerwehrbälle und Punkkonzerte, bei der Fußball-WM 1954 saßen alle vor dem einzigen Fernseher auf der ganzen Insel, und auch Oma Imke hat schon als junges Mädchen im «Erdbeerparadies» geschwooft. Tanzen kann Imke inzwischen nicht mehr, aber ihre gute Laune, die hat sie sich erhalten. Und sie freut sich, dass seit neuestem ihr Sohn Arne der neue Wirt ist. Leider kein sehr geschickter. Was, wenn Insulaner wie Urlaubsgäste jetzt alle in die doofe neue Großdisco «Island Palace» abwandern? Familie Riewerts, sonst stets im Streit vereint, ist entschlossen, für ihr Inselparadies zu kämpfen!

Zum Buch:
Jade wollte bei einem Meeting mit den obersten Bosse der Bank, wo sie ihr Praktikum macht, großartig glänzen. Sie hat nur einen Fehler gemacht ... es ohne Wissen ihres Betreuers darauf ankommen lassen. Logisch, dass der stinksauer ist und sie kurzerhand in die Poststelle versetzt.
Da ihr das nicht passt, setzt sie sich kurzerhand in ihren Paul, eine alte Ente, und fährt zu ihrem Onkel Arne und ihrer Oma Imke nach Föhr.
Arne kämpft gerade mit dem Überleben vom "Erdbeerparadies", einem Gasthof, den es schon seit 1898 gibt und den er vor 2 Monaten übernommen hat. Gäste fehlen und auch das richtige Konzept zum Betreiben ebenfalls. Eine Veranstaltung, die die Älteren anlocken soll, schlägt fehlt. Da ist guter Rat teuer.
Jade, voller Tatendrang auf Föhr angekommen, macht sich das "Projekt Erdbeerparadies" zu eigen. Sie schlägt Arne eine Teilhaberschaft vor und glänzt auch mit guten Ideen, die gewinnbringend sind.
Aber leider haben sie die Rechnung nicht mit Susanne gemacht, die den Konkurrenzbetrieb betreibt und es gar nicht gern sieht, wenn man ihr die Kunden abspenstig macht ...

"Omas Erdbeerparadies" ist bereits der 4. Teil aus der Reihe um Oma Imke. Für mich war es die 1. Bekanntschaft mit Oma Imke. Man kann das Buch für sich allein lesen, aber ich denke, dass ich mehr davon gehabt hätte, wenn ich das Vorwissen und die Entwicklungen der einzelnen Protagonisten durch die 3 vorhergegangenen Teile miterlebt hätte. So fehlt mir an einigen Stellen einfach das Wissen.

Jade, die gerade alles, ohne an Konsequenzen zu denken, hingeschmissen hat und nach Föhr gefahren ist, trifft dort auf ihren Onkel Arne und ihre Oma Imke, die im Rollstuhl sitzt. Sofort erkennt sie, wie es um das Erdbeerparadies steht und macht sich Gedanken, wie es mit dem Gasthof weitergehen soll. 
Sie hat tolle Ideen, die sie anfangs auch ohne Wissen von Arne umsetzt. 
Oma Imke, die nach einem Schlaganfall zwar noch voll da ist, kann sich nur mittels Zettelblock verständigen, sprechen ist nicht mehr möglich. Sie steht hundertprozentig hinter Jade und unterstützt, wo sie nur kann, diese und hilft auch, Kontakte wieder anzuknüpfen.
So erfolgreich sie auch sind, so vehement schmeißt ihnen Susanne, die auch noch im Stadtrat sitzt, Knüppel zwischen die Beine.
Da macht Jade einen Fund in den Hinterlassenschaften des Vorbesitzers des Gasthofes und sie hoffen nun auf das große Geld.
Momme, in den sich Jade ein klein wenig verguckt hat, soll ihr helfen, den Gegenstand aufzuwerten, aber der sitzt gerade zwischen zwei Stühlen, denn Susanne ist seine Tante und seine einzige Verwandschaft, die er noch hat.

Ein wunderbares Buch, in dem es um den Erhalt des Gasthofes Erdbeerparadies geht. Ideen und Mut sind gefragt und Engagement wird gebraucht. All das bringt die junge Protagonistin Jade mit und schafft es, ihren Onkel Arne mitzureißen und auch Oma Imke bekommt Gelegenheit, mit den Gedanken in der Vergangenheit zu frönen.
Sie ziehen alle an einem Strang, wollen was erreichen und das mit allen Mitteln.
Als Leser sieht man einige Male mit zu, wie alle Felle wegschwimmen, aber dann wartet schon der nächste Lichtblick an der nächsten Ecke. Die Story ist ständig in Bewegung, rasant und man muss aufpassen, den Anschluss nicht zu verpassen.
Es ist nie langweilig, weil sich ständig was tut. Es gibt Sonnenstunden, aber auch traurige, die ans Herz gehen. Man ist gerührt und nimmt Anteil an dem Leben der Protagonisten.
Auch wenn ich sie nur kurz kennengelernt habe, schloss ich sie in mein Herz.

Dem Autor Janne Mommsen ist es hervorragend gelungen, die Atmosphäre und Schönheit der Insel wiederzugeben und ich fühlte mich dort wohl und nicht fremd, obwohl ich noch nie selbst auf der Insel war. 
Mit diesem Buch hält man ein tolles Buch in der Hand, das nach einem Leseerlebnis in einem Strandkorb förmlich schreit. Ich denke, man sollte ihm den Gefallen tun.
Mir hat das Buch gefallen. Auch wenn mir an Hintergrundwissen einiges fehlte, empfehle ich dieses Buch sehr gern weiter.

Bewertung:




Zum  Autor:
(Text vom Rowohlt-Verlag)Janne Mommsen, Jahrgang 1960, hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Drehbücher und Theaterstücke. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen. Passenderweise lebt die Familie seiner Frau seit Jahrhunderten auf der Insel Föhr.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar im Zusammenhang mit einer Leserunde bei Lovelybooks zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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