Freitag, 7. Juni 2013

[Rezension] Nora Roberts - Die letzte Zeugin




Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (25. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764504692
ISBN-13: 978-3764504694
Originaltitel: The Witness
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,6 cm

Inhalt gem. Blanvalet- Verlag:
Vertraue niemandem. Es könnte tödlich sein.
Abigail Lowery lebt in einer abgeschiedenen Kleinstadt im Süden der USA. Mithilfe modernster Sicherheitssysteme hat sie ihr Haus in ein wahres Fort Knox verwandelt. Sie vermeidet den Kontakt zu anderen Menschen — doch Brooks Gleason, der attraktive Polizeichef des Ortes, ist von der geheimnisvollen jungen Frau fasziniert und kommt ihr gefährlich nahe. Denn Abigail hat Angst, sich ihren Gefühlen hinzugeben — wie in jener schrecklichen Nacht vor zwölf Jahren, die ihr Leben auf dramatische Weise veränderte …

Zum Buch:
Elizabeths Leben ist vorprogrammiert, ihre Mutter sagt ihr seit 16 Jahren, was sie zu tun, zu essen, anzuziehen und was sie mal beruflich zu werden hat. Liebe in der Beziehung zu ihrer Mutter kennt sie nicht. Sie hat keine Freundin und lebt auch sonst untypisch zu allen anderen Teenagern.
Als sie eines Tages Streit mit ihrer Mutter hat, wird sie rebellisch. Eine Schulkameradin, die sie in der Mall trifft, überredet sie, mit ihr abends in einen Club zu gehen.
Als sie abends noch mit einen der Männer, die sie dort kennengelernt haben, nach Hause gehen, wird Elizabeth später Zeugin, wie dieser und ihre Freundin erschossen werden. Sie flieht, benachrichtigt die Polizei und wird von ihnen in Schutz genommen. Aber es gibt Verräter innerhalb der Polizei und weitere Morde geschehen und Elizabeth befindet sich wieder auf der Flucht.

12 Jahre später, aus Elizabeth ist inzwischen Abigail geworden, lebt diese außerhalb einer kleinen Ortschaft mit ihrem Hund völlig abgeschottet von der Welt. Sie bewegt sich unauffällig und lässt niemanden an sich heran. Ihr Zuhause ist von Alarm- und Sicherheitssystemen umgeben, die sie selbst entwickelt hat. Ihr Hund ist eine gut abgerichtete Kampfmaschine.
Es gibt in ihrem Leben keinen Menschen, der ihr nahe steht. Sie schreckt vor Kontakten zurück und traut niemandem.
Bis Brooks auf sie aufmerksam wird, der Polizeichef des Ortes. Er will wissen, wer sich hinter der unauffälligen, immer bewaffneten Frau verbirgt, sein Interesse ist geweckt...

Das war wieder ein Buch meiner Lieblingsautorin Nora Roberts, das ich regelrecht verschlungen habe. 

Sehr genau und detailliert bringt sie dem Leser das Mädchen Elizabeth nah. Ein Kind, das nach dem Bild der Mutter regelrecht geformt werden soll und ohne Liebe aufwächst. Welcher Jugendliche würde da nicht ausbrechen wollen. Als sie dann an einem Tag aufbegehrt, wird ihr auch bewusst, wie abgeschirmt sie durch ihre Mutter gelebt hat. Noch nie hat sie sich mit Freundinnen unterhalten können, sie kennt keine Fernsehsendungen, da ihre Mutter ihr nur ausgesuchte hat sehen lassen, sie kennt nicht einmal die Bücher, die jeder Jugendliche verschlingt. Sie lebt in einer Parallelwelt. Sie soll Ärztin werden wie ihre Mutter, will dies aber nicht, aber sie traut sich auch nicht, dagegen zu sprechen.
Durch einen bösen Streit mit ihrer Mutter ändert sich ihr ganzen Leben.

Auch 12 Jahre später ist sie noch immer ein einsamer Mensch, aber es ist eine gewählte Einsamkeit. Sie will leben, ihr Leben jedoch ist in Gefahr, sobald bekannt wird, wo sie lebt und ihre Identität bekannt wird. Die Morde, die sie vor Jahren beobachtet hat, sind noch immer nicht aufgeklärt. Die Mörder suchen sie, es ist eine Frage der "Ehre", sie zu finden. Die russische Maffia schläft nicht und sieht es noch immer als oberste Priorität, sie zu finden.

Trotz aller Vorsicht, niemanden an sich heranzulassen, gelingt es Brooks, anfangs in ihr Haus zu kommen, was wie Fort Knox gesichert ist, später schleicht er sich sogar in ihr Herz. Abigail weiß nicht, ob sie ihm trauen kann, ob sie ihm soviel Vertrauen schenken kann, dass sie ihm von ihrer Vergangenheit erzählen kann. Denn noch immer wird sie auch von der Polizei gesucht, ist sie doch auch Zeugin oder eventuell auch Verdächtige am Mord von 2 Polizisten.
Abigail macht es sich nicht leicht, sie kämpft mit ihren eigenen Dämonen. Einerseits kann sie sich nichts schöneres vorstellen, als in den Armen von Brooks zu liegen, andererseits hat sie Angst, auch ihn und seine Familie zu gefährden.

Außer den Thrillerelementen ist dieses Buch auch eine wunderschöne Liebesgeschichte, die verzaubert. Der Leser ist realitätsnah dabei, wie Abigail Zutrauen fasst und ihr Herz langsam öffnet. Viele Dinge sind ihr fremd, teils aus ihrer Erziehung seitens der Mutter, teils weil sie sich von der Welt abgekapselt hat.

All die Jahre hat sie immer die Mörder im Visier gehabt, all ihre Schritte beobachtet und sich einen Plan erarbeitet, wie sie diese unschädlich machen kann.

Nora Roberts hat mich mit ihrem Roman wieder in ihrem Bann gezogen. Von Beginn an wurde man als Leser ins Geschehen hineinkatapultiert. Die Spannung, die anfangs erzeugt wurde, hält sich auch über das Buch und steigert sich stetig. 
Die zwei Protagonisten haben mich voll überzeugt und ich habe sie gern begleitet. Sie sind verletzlich, aber auch stark und wirken in ihrem Tun glaubhaft. 
Brooks Familie ist so lebendig, dass man am liebsten auch Teil davon sein möchte.
Frauen wie Abigails Mutter hingegen müssten verboten werden.

Dieses Buch ist ein absolutes Highlight und ich empfehle es sehr gern weiter. 


Bewertung:



Zur Autorin: 
(übernommen von blanvalet)
Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück - denn inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.
Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.


Auf diesem Weg möchte ich mich auch recht herzlich beim



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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