Montag, 10. Juni 2013

[Rezension] Petra Schier - Adelina 03: Verrat im Zunfthaus




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349924649X
ISBN-13: 978-3499246494
Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 3 cm

Inhalt gem. Rowohlt-Verlag:
Eine neugierige Apothekerin. Ein toter Zunftmeister. Ein Verrat, der ganz Köln erschüttert.
Bei einem Besuch im Zunfthaus entdeckt die junge Apothekerin Adelina die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau. Kurz darauf verschwindet deren Verlobter, ein Zunftmeister. Alle gehen von einer Eifersuchtstat aus – bis auch er tot aufgefunden wird. Adelina hat allerdings andere Dinge im Kopf als die Aufklärung dieses Falls. Doch dann tauchen Münzen bei ihr auf, die dem Bestechungsgeld der Patrizier an die Zünfte entstammen und Adelina gerät in den Verdacht, die Stadt Köln verraten zu haben ...

Zum Buch:
Nachdem Adelina die Apotheke ihres Vaters nunmehr allein führt, braucht sie auch ein eigenes Siegel der Zunft. Im Zunfthaus findet sie im Keller eine übelst zugerichtete Frauenleiche. Neklas, ihr Mann, der später die Leiche untersuchen soll, stellt fest, dass die Frau schwanger war. Da deren Verlobter verschwunden und nicht auffindbar ist, wird er zunächst beschuldigt, etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Als auch dieser schlimm zugerichtet und tot gefunden wird, ist guter Rat teuer.
Adelina, die sich eigentlich nicht in die Ermittlungen einmischen wollte, kann es nicht lassen, bis auch sie in den Fokus der Gesetzlichkeit gerät, nachdem bei ihr eine Geldkassette gefunden wird, die auf Verrat schließen lässt ...

Köln scheint im Mittelalter ein sehr gefährliches Pflaster gewesen zu sein.
Nun schon zum 3. Mal lässt die Autorin Petra Schier die Apothekerin Adelina bei der Aufklärung von Mordfällen im mittelalterlichen Köln helfen.
Durch ihren Scharfsinn und ihre Kombinationsgabe gelingt es ihr wieder, den oder die Mörder zu ermitteln. Bis dahin ist es aber ein langer Weg.

Wieder ist es der Autorin hervorragend gelungen, um belegte geschichtliche Ereignisse in Köln einen Roman zu schreiben, der nicht nur glaubhaft ist, sondern auch historisch belegt werden kann. So genießt der Leser gleich ein wenig Geschichtsunterricht.
Auch an dem Leben im Mittelalter kann der Leser wieder teilhaben. Gekonnt bringt die Autorin Informationen ein, die mir zumindest bislang nicht bekannt waren. So war für mich neu, dass eine Magd und ein Knecht nicht heiraten durften, wenn sie kein Geld für einen eigenen Hausstand hatten.

Auch in dem 3. Teil trifft man auf die allbekannten Protagonisten aus den ersten beiden Bänden. Selbst Thomasius, der Widersacher von Neklas, ist für eine Überraschung gut, mit der nicht zu rechnen war.
Einen erheblichen Teil des Buches widmet Petra Schier den privaten Ereignissen in Adelinas kleiner Familie, ganz speziell denke ich da an ihre Stieftochter Griet, die erst glaubt Geister zu sehen und später spurlos verschwindet.

Ein Buch, das den Leser wieder fesselt und nicht loslässt. Egal, ob es um die Suche nach den Mördern geht, um die Beziehung zwischen Ludowig und Franziska, der Beschuldigung, dass Adelina des Verrats bezichtigt wird, dem Verschwinden von Griet und vielem anderen, man kann das Buch einfach nicht beiseite legen. Einmal in Adelinas Welt eingetaucht, mag man erst wieder auftauchen, wenn das Buch durchgelesen ist.

Petra Schier scheint ein wandelndes Lexikon zu sein, an ihrem Wissen zur Geschichte Kölns lässt sie den Leser gern teilhaben. Mit ihrem fundiertem Wissen und ihrem angenehmen Schreibstil macht sie das lesen zum Vergnügen und was will eine Autorin mehr, als dass der Leser Vergnügen und Spaß an ihren Büchern hat?
Ich habe mit diesem Buch zum 3. mal meine Freude an Adelina gehabt und freue mich schon auf die beiden Folgebände.

Wieder ein Buch von Petra Schier, das ich sehr gern weiterempfehle.
  


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin.

Die Bibliographie von Petra Schier und unsere Rezensionen findet ihr HIER

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