Donnerstag, 18. Juli 2013

[Lesung] Benefizlesung mit Micaela Jary, Britta Orlowski, Zoë Beck und Brigitte Kanitz

Oh man, was für ein Tag.
4 namhafte Autorinnen hatten angekündigt, gemeinsam zu lesen. Eine Benefizlesung für die vom Hochwasser geschädigten Buchhandlungen. Die Lesung fand dieses mal aber nicht Berlin statt, sondern in Rathenow, ca 100 km von Berlin weg.
Ich (Kleeblatt) wollte unbedingt dabei sein und nahm kurzfristig Urlaub, alles andere wäre Stress.
Nach einer katastrophalen Hinfahrt (Straßen ohne Vorankündigung gesperrt, keine Umleitungen gekennzeichnet, Baustellen ohne Ende) kam ich beizeiten in ein Rathenow an, in dem die Sonne sich so richtig von der guten Seite zeigte. Ich hatte genügend Zeit, um noch ein wenig Sightseeing zu machen.
Was für eine kleine schöne Stadt, leider auch nicht ohne Baustellen.

Hier ein kleiner Blick auf die Stadt




 
Sankt-Marien Andreas Pfarrkirche

 
links: Die Rathenower Schleusenspucker, rechts: Das Kurfürstendenkmal

Der Bismarckturm

Für alles hat die Zeit leider nicht gereicht, aber vielleicht ist das ja ein Grund, um noch einmal hinzufahren.

Die Lesung fand dann in einem Einkaufscenter in der Walther Specht Buchhandlung statt.


Nach einer kurzen Einführung durch die Filialleiterin übernahm Zoë Beck die Moderation.
Nachdem sie alle vorgestellt wurden, erläuterte Micaela Jary, wie es zu dieser Idee der Benefizveranstaltungen für die vom Hochwasser geschädigten Buchhändler kam.
Alle Eintrittsgelder und Spenden des Abends gehen übrigens ohne Abzüge auf ein Spendenkonto, das für diesen Zweck eingerichtet wurde.

Bevor jede Autorin aus einem ihrer Bücher vorlesen dufte, wurde sie ein wenig interviewt.

Von Britta Orlowski, die als erstes lesen durfte, erfuhren wir, dass sie schon seit sie schreiben kann, Geschichten geschrieben hatte. Bis zu ihrem ersten Buch sollte es aber noch Jahre dauern.
Aus diesem las sie uns dann auch vor.

 
Britta Orlowski liest aus "Rückkehr nach St. Elwine"
(wen es interessiert: Die Rezension gab es HIER)

Weiter ging es mit Zoë Beck, von der wir erfahren durften, dass sie zweisprachig aufgewachsen ist. Sie bewundert Autoren, die für historische Bücher fleißig recherchieren, sie selbst wäre jedoch dafür viel zu faul.

    
Zoë Beck liest ihre Geschichte "Ein zufriedener Mann" aus dem Buch "Berlin blutrot"

Nach einer kurzen Pause zum Füße vertreten und Bücher kaufen folgte der zweite Teil des Abends.

Micaela Jary begann aus ihrem Buch zu lesen, jedoch nicht ohne uns vorher zu erzählen, wieso sie ihren Roman in Sansibar spielen ließ und dass ihr schon unmittelbar nach der Geburt prophezeit wurde, dass sie Schriftstellerin werden würde. Wie das Leben so manchmal spielt.


 
Micaela Jary liest aus "Sehnsucht nach Sansibar"
(wen es interessiert: Die Rezension gab es HIER)

Zum Ende des Abends durften wir dann auch noch der Autorin Brigitte Kanitz lauschen. Von ihr erfuhren wir, dass sie in Italien lebt und aus welchem Grund sie 6 Pseudonyme hat. Ob diese Antwort, die wir bekamen, ernst gemeint war... ich weiß nicht :-)

 
Brigitte Kanitz liest aus ihrem neuen Buch "Oma packt aus"
(Die Rezension zu dem Buch geht heute auch noch online)

Nach der Gemeinschaftslesung wurde natürlich auch ein Gemeinschaftsfoto gemacht.

v.l.: Zoë Beck , Britta Orlowski, Brigitte Kanitz und Micaela Jary

Dieser Tag war richtig schön, wenn man von der Fahrt nach Rathenow absieht.
Ich habe viel gesehen, viel gehört und wieder zwei sympathische Autorinnen, von denen ich schon Bücher gelesen habe, sie aber noch nicht persönlich kannte, kennengelernt.
Die 4 Autorinnen waren an dem Abend ein super Team. Jede las aus einem anderen Genre, so dass es eine sehr schöne Mischung des Gehörten gab.
Im Nu war der Abend vorbei. Ich konnte jedoch nicht eher gehen, als bis Brigitte Kanitz all meine Bücher signiert hatte. 
Von Micaela und Zoë hatte ich schon alles signiert, was ich habe und die Bücher von Britta habe ich nur als E-Book. Das ist der große Nachteil von E-Books, aber sie schenkte mir eine Autogrammkarte, über die ich mich genauso gefreut habe.

Tja und dann hieß es Abschied nehmen, denn ich wollte ja auch wieder nach Hause.
Auf der Heimfahrt habe ich noch ein Bild von einer Postmeilensäule gemacht, die ich auf der Hinfahrt nicht fotografieren konnte, weil ich nicht plötzlich stehen bleiben konnte.

 
Laut Postmeilensäule waren es noch 50 km bis Berlin, bis zu mir nach Hause jedoch 88 km

Und noch ein letzter Gruß aus Rathenow, den ich sehr schön fand.


Bis zum nächsten Mal
Monika

Kommentare:

MacBaylie hat gesagt…

Ui, wie fein.

Morgen gibt es eine Benefizlesung mit Zoë Beck in Dormagen bei Ricci :-)
Das freue ich mich schon drauf. Ganz besonders, weil der erste Termin der 20. gewesen wäre und ich da leider nicht gekonnt hätte.

Liebe Grüße
MacBaylie

Chimiko hat gesagt…

Das klingt ja wirklich super! Tolle Aktion :)

Alles Liebe, Chimiko