Samstag, 20. Juli 2013

[Rezension] Gabriella Engelmann - Sylt 02: Inselsommer



Leseprobe 



Eckdaten:
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426511452
ISBN-13: 978-3426511459
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 3 cm

Inhalt gem. Knaur-Verlag:
»Kommen Sie uns jederzeit in Keitum besuchen, und bleiben Sie, solange Sie wollen.« Immer wieder liest die 45-Jährige Hamburger Galeristin Paula die Einladung auf der hübschen Karte mit dem reetgedeckten Haus, der friesisch blau gestrichenen Tür, romantisch umrankt von Sylter Rosen. Seit Wochen geht ihr der wesentlich jüngere Vincent, der sie so offen umschwärmt, nicht aus dem Kopf. Dabei ist sie doch glücklich in ihrer Ehe mit Patrick – oder ist es nur die Gewohnheit, die da spricht? Soll sie einen Neuanfang wagen oder festhalten, was sie hat? Ein Inselurlaub als Gast der Buchhändlerin Bea und deren Nichte Larissa soll helfen, Klarheit in Paulas Gedanken und Gefühle zu bringen ...

Zum Buch:
Paula ist Galeristin und hat sich verliebt, ausgerechnet in ihren Angestellten Vincent oder hat sie sich eher in dessen kleine Tochter verliebt?
Paula selbst hat keine Kinder, da ihr Mann zeugungsunfähig ist. Sie verzehrt sich nach Kindern und obwohl sie eine glückliche Ehe führt, fehlt etwas.
Da kam ihr Vincent gerade recht.
Sie weiß nicht mehr, was richtig oder falsch ist und kann sich zu einer Entscheidung zwischen Vincent und ihrem Mann nicht aufraffen.
Da nimmt sie die Einladung nach Keitum auf die Insel Sylt an. Sie hofft, dort mit Abstand zu ihren Problemen zu Hause eine Entscheidung für ihre Zukunft treffen zu können...

Ein zweites Mal führt Gabriella Engelmann den Leser auf die zauberhafte Insel Sylt. Altbekannte Protagonisten warten schon auf den Leser, um sie wieder neu zu entdecken und zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt haben.
Die Bücherstube mit Larissa und Bea im Hintergrund gibt es immer noch und auch das angrenzende Café, so dass man sich gleich wieder mit den Protagonisten aus dem vorhergehenden Buch verbunden fühlt.
Nele, die früher das Café führte, ist inzwischen Künstlerin und stellte erst kürzlich ihre Bilder in einer Hamburger Galerie aus, bei der sie Paula als Galeristin kennenlernte. Zur Ausstellung waren natürlich ihre Freundin Larissa und deren Tante Bea mit vor Ort und zwischen den Frauen sprang sofort ein Funken Sympathie über, so dass sie Paula auf ihre Insel einluden.

Paula nimmt die Einladung sehr gern an und hofft, dort anstehende Entscheidungen treffen zu können.
Es sind aber nicht nur ihre eigenen Sorgen, die das Buch interessant machen, denn es haben so einige Sorgen und Probleme, die einer Lösung bedürfen.
Sei es die ebenfalls kinderlose und sich nach einem Kind verzehrende Larissa, die auswärtige Arbeit ihres Mannes oder auch das Problem der Bebauungsabsichten von Sylt.

Zu den bereits bekannten Protagonisten gesellen sich neue hinzu und bereichern das Buch mit ihren Eigenheiten. Patrick, Paulas Mann wartet plötzlich mit einer Ankündigung auf, mit der Paula im Leben nicht gerechnet hätte. Vincent, der hofft, dass Paula sich für ihn und seine Tochter entscheidet, selbst wenn Paula einige Jahre älter als er selbst ist.

Paula verlängert ihren geplanten Aufenthalt auf der Insel und kommt zu folgenschweren Entschlüssen. Nicht nur ihr eigenes Leben organisiert sie völlig neu, sondern sie nimmt auch Teil an den Leben der anderen. Sie hört sich nicht nur die Sorgen und Probleme anderer an, sie versucht auch, ihnen zu helfen und das sogar mit großem Erfolg.
Auch wenn mir Paula ab und an zu gut und zu erfolgreich war, habe ich sie in mein Herz geschlossen, eine Frau, die einiges erlebt hat, daran aber nicht zerbrochen ist, sondern noch immer ein Ohr für die Sorgen und Nöte anderer hat.

Was der Autorin Gabriella Engelmann wieder einmal hervorragend gelungen ist, mir die Insel Sylt nahe zu bringen. Obwohl es mich noch nie dorthin verschlagen hat, fühlte ich mich wohl auf der Insel. Sie hat eine Art, das Flair der Insel dem Leser nahezubringen, dass man förmlich das Gefühl hat, man riecht die Nordsee und badet seine Füße im Wasser. Nicht einmal fühlte ich mich dort fremd oder verloren, ich hatte das Gefühl, ich gehöre dazu.

Dass die Autorin nicht nur die Schönheit der Insel aufzeigt, sondern auch die Probleme von Sylt, was das Bebauungskonzept von Immobilienhaien angeht, lässt erkennen, dass auch sie sich Gedanken um die Insel macht. Besser kann man seine Liebe wohl nicht ausdrücken.

Auch wenn dieses Buch für sich allein stehen kann, bereue ich nicht, "Inselzauber", den Vorgänger gelesen zu haben. So habe ich mich gefreut, alte Bekannte wieder getroffen zu haben und hatte noch im Hinterkopf, was ihre Geschichte gewesen war.
Ein Buch, das wie gemacht ist für eine Lektüre am Strand und das ich sehr gern weiterempfehle.


Bewertung:




Zur Autorin:
(Text übernommen vom Knaur - Verlag)
Gabriella Engelmann, 1966 geboren in München, ist gelernte Buchhändlerin. Nach Stationen als Lektorin und als Verlagsleiterin eines Kinderbuchverlages arbeitet sie heute freiberuflich als Literaturscout und Autorin von Romanen für Erwachsene sowie von Kinder- und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann lebt und arbeitet in Hamburg.








Die Bibliographie von Gabriella Engelmann und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim





bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Folgende Bücher von Gabriella Engelmann wurden bereits von uns gelesen und rezensiert


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Sabine Büchersüchtig hat gesagt…

Hallo Monika,

mich hat "Inselsommer" auch sehr gut unterhalten, da hat uns die liebe Gabriella nicht enttäuscht. ;-)

Büchersüchtige Grüße
Sabine