Dienstag, 23. Juli 2013

[Rezension] Petra Schier - Adelina 04: Frevel im Beinhaus



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 2 (2. August 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499254379
ISBN-13: 978-3499254376
Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 3,2 cm

Inhalt gem. Rowohlt-Verlag:
Wenn die Knochen sprechen.
Ein gottloser Frevel empört die Kölner Bürger: Aus einem Beinhaus wurden Schädel und Knochen entwendet. Kurz darauf wird im Hinterhof der Apothekerin Adelina eine schwangere Frau ermordet. Sogleich gerät Medicus Neklas Burka, Adelinas Gemahl, in Verdacht, die Frau für seine Experimente missbraucht zu haben. Adelina ist entschlossen, seine Unschuld zu beweisen. Doch selbst ihr kommen Zweifel, als sie wenig später in ihrem Keller einen geheimen Raum mit menschlichen Schädeln und Knochen findet ...
Neugierig und furchtlos:
Apothekerin Adelina geht wieder auf Mörderjagd.

Zum Buch:
Auch im 4. Teil um die Apothekerin Adelina geht es hoch her.
Als im Hinterhof von Adelina und Neklas in der Abortgrube die Leiche einer Frau gefunden wurde, der man vorher das Kind aus dem Leib geschnitten hat, wird Neklas beschuldigt, deren Tod verursacht zu haben.

"Dank" Bruder Thomasius ist es auch Vater Emilianus zu Ohren gekommen, wessen man Neklas vor Jahren beschuldigt hatte. Dieser macht es sich zur Aufgabe, Neklas zu überführen und nimmt ihn kurzerhand in Haft.
Adelina ist untröstlich und versucht, Neklas' Unschuld zu beweisen, aber kann sie das wirklich verantworten, nachdem sie selbst in ihrem Keller Skelletteile gefunden hat?

Die Suche nach dem Schuldigen wird ihr zudem erschwert, da sie ebenfalls unter Hausarrest steht und sie das Haus nur in Begleitung verlassen darf. Ausgerechnet Tilmann Greverode, der Hauptmann der Stadtsoldaten nistet sich bei ihr ein und verfolgt sie auf Schritt und Tritt. Sie weiß, dass er sie hasst, nur nicht warum.
Georg Reese, der Gewaltrichter, für den sie in anderen Mordfällen recherchiert hatte, ist ihr in diesen schweren Tagen auch keine wirkliche Hilfe, denn er wurde von dem Fall abgezogen, da er zu Adelinas Familie einen zu engen und freundschaftlichen Kontakt pflegt.

Obwohl Adelina hochschwanger ist, gibt sie nicht auf und versucht Neklas zu helfen.

Wieder einmal mehr hat die Autorin Petra Schier mich in das mittelalterliche Köln des 14. Jh. entführt.
Viele alte Bekannte durfte ich wiedertreffen und sehen, wie sie mit der neuen Situation umgehen. Neklas wurde inhaftiert und es zeigte sich wieder, wer seine wahren Freunde sind. Diese ließen nichts unversucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Es gab einige Überraschungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Die Autorin spricht auch einen Teil der Kölner Geschichte an, der ebenfalls zur Vergangenheit gehört, es betrifft die Belagerung Kölns durch die Römer. Die Stadt ist von unterirdischen Katakomben durchzogen, die einen nicht unwesentlichen Teil in der Geschichte ausmachen.

Wieder ist es ihr gelungen, um einen historisch verbürgten Hintergrund eine Geschichte zu schreiben, die sehr gut recherchiert wurde. Mit den nötigen schriftstellerischen Freiheiten schaffte sie es wieder, eine Episode aus der Geschichte Kölns zu erzählen, die glaubhaft ist.   
Mit Geschichten von Petra Schier macht selbst Geschichte Spaß.

Obwohl es schon der 4. Teil aus der Adelina-Reihe ist, hat man kein Problem damit, wenn man die Vorbände nicht gelesen hat. Man kommt sehr gut in die Geschichte herein, die für sich allein stehen kann. Schöner ist es natürlich, wenn man mit den Protagonisten schon Bekanntschaft gemacht hat, so dass viele Zusammenhänge besser zu verstehen sind.
Ein Buch, das ich gern weiterempfehle.


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin.

Die Bibliographie von Petra Schier und unsere Rezensionen findet ihr HIER

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