Freitag, 12. Juli 2013

[Rezension] Siegfried Langer - Vater, Mutter, Tod


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 336
ISBN: 978-3-548-61051-1
Erscheinungstermin: 13. Mai 2011 
Format: Taschenbuch
Verlag: List 


Klappentext gem. Ullsteinbuchverlage:
Ein Vater, der große Schuld auf sich lädt.
Eine Mutter, die alles tun würde, um ihren Sohn zurückzubekommen.
Ein Junge, der tot in einer Berliner Wohnung liegt.
Eine Frau, deren Erinnerungen sie betrügen.

Kommissar Manthey sucht nach den Zusammenhängen. Er will ein Kind retten – um jeden Preis.
Und stößt auf einen Abgrund aus Verzweiflung und Wahn.

Rezension:
Jacqueline Adam führt ein wundervolles Leben. Sie ist Architektin im renommierten Architekturbüro Friedrich Vogt & Simon Hall, glücklich verheiratet mit ihrem Mann René, einem Anwalt, und der siebenjährige Sohn Lukas macht das Familienglück komplett. Es könnte nicht besser laufen, wenn es auch in letzter Zeit etwas stressig in Jacquelines Leben war, aber sie hat es geschafft und mit ihrem Entwurf das Projekt Hotel "Le Mirage" als Auftrag für ihren Arbeitgeber sichern können. Leider blieb der Stress nicht ohne Folgen, häufige Kopfschmerzen quälen sie, doch dies ist nur ein geringer Preis für ihre momentanen Erfolg und wer weiß, vielleicht steigt sie sogar bald in die Chefetage auf - die Vorzeichen stehen günstig.

Um etwas zu entspannen, trifft sich Jacqueline in der Mittagspause mit ihrer Mutter Roswitha Collin. Die beiden gehen shoppen und verbringen eine schöne Zeit miteinander, doch als sie sich trennen, fällt Jacqueline zum ersten Mal eine rothaarige Frau auf, die sie zu beobachten scheint. Als sie ihre Mutter darauf aufmerksam machen willen, ist diese verschwunden. Als Jacqueline an diesem Abend nach Hause kommt, ist sie immer noch etwas verwirrt, doch ein Schock trifft sie, als ihr Mann ihr klar macht, dass ihre Mutter bereits vor zwei Jahren verstorben ist. War der Stress in letzter Zeit zu groß, droht sie zusammen zu brechen?

Doch Jacqueline will sich durchbeißen - zu lange hat sie für ihren Erfolg gearbeitet, als dass sie jetzt das Handtuch werfen würde. Zwar sucht sie auf Rat ihres Mannes einen Arzt auf, doch kürzer treten will sie nicht. Es belasten sie jedoch nicht nur ihre Kopfschmerzen und "Aussetzer", auch erscheint diese rothaarige Frau immer wieder in ihrer Nähe und scheint sie auf Schritt und Tritt zu beobachten. Was will diese Frau von ihr, ihr Leben zerstören, sie in den Wahnsinn treiben oder ist sie eine Gefahr für ihre Familie? Noch bevor Jacqueline sich dessen ganz klar wird, bricht eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes über sie hinein und droht, sie in die Knie zu zwingen ...


Was ist Realität, was ist Wahn? Der Plot wurde ausgesprochen vielschichtig und spannend erarbeitet, ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt rausbekommen musste, was sich hinter Jacquelines "Aussetzern" verbirgt und wie sich die Geschichte auflöst. Die Figuren, allen voran Protagonistin Jacqueline wurden ausgesprochen facettenreich erarbeitet, ich kann nur sagen: Was für eine vielschichtige Persönlichkeit, der Wahnsinn, wobei ich mir hier allerdings gar nicht so sicher bin, ob ich der Dame gerne mal in der Realität begegnen wollen würde. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd, sodass aus einem kurzen, abendlichen Anlesen des Buches ein nächtliches Durchlesen des Buches wurde und ich habe es nicht bereut, denn ich hätte unmöglich zwischendrin aufhören oder das Buch gar zu Seite legen können, wollen und mögen. Es ging einfach nicht, ich war so in der Geschichte gefangen, dass sie mich bis zum Ende nicht mehr aus ihrer Gewalt gelassen hat. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hierbei um das erste Buch des Autoren handelt, das ich gelesen habe und das ich überaus beruhigt bin, "Sterbenswort" auf meinem SuB liegen zu haben, denn wenn ich mal wieder Nervenkitzel brauche, weiß ich genau, zu welchen Buch ich greifen werde.


Bewertung: 

Von Siegfried Langer bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor:
Siegfried Langer, geboren 1966, stand unter anderem als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera. Sterbenswort ist nach dem Erfolg von Vater, Mutter, Tod sein zweiterThriller bei List. (übernommen von Ullsteinbuchverlage)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch hatte ich mir von meiner Mutter geliehen.

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