Donnerstag, 8. August 2013

[Rezension] Christine Spindler - Mond aus Glas


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 196
ISBN: 978-3-902-262520-5
Erscheinungstermin: 2. Dezember 2010 
Preis:
17,41 EUR (D)
Format:
Broschiert
Verlag: Renate Götz Verlag


Klappentext gem. Renate Götz Verlag:
Seit Lunas Zwillingsschwester Stella nach einer Tumoroperation starb, ist jeder in ihrer Familie mit seiner Trauer überfordert. Die Ehe der Eltern hält dieser Belastung kaum stand.
Als Luna Finn kennenlernt, dessen Eltern sich gerade getrennt haben, erkennen die beiden, wie einzigartig sie sind, und plötzlich bemerkt Luna, dass sie geheimnisvolle Fähigkeiten besitzt.
Christine Spindler hat mit „Mond aus Glas“ einen aufwühlenden Roman über Trauer, erste Liebe, Gefühle und Hoffnung geschrieben. Die Autorin schickt ihre Leser in einer atemlosen Fahrt von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt und bringt sie mit ihrem berührendern Schreibstil gleichzeitig zum Lachen und Weinen.

Rezension:
Die 16-jährige Luna Jannik ist anders als andere Mädchen ihres Alters, denn was Empathie ist, weiß sie nicht und auch mit ihrer direkten Art stößt sie immer mal wieder Leute vor den Kopf. Doch das war nicht immer so. Bis vor zwei Jahren hatte Luna ein Ebenbild, ihre Zwillingsschwester Stella, an der sie sich orientiert hat, doch als diese starb, blieb sie allein zurück. Ihre Eltern Vera, eine Kunstmalerin und Urban, ein Wissenschaftsjournalist runden zusammen mit Veras autistischer Schwester Evi Lunas Familie ab, aber wirklich verstehen, wer sie ist, das tut niemand aus ihrem Umfeld. Der Tod von Stella hat in der Beziehung zwischen Vera und Urban einen tiefen Riss hinterlassen. Von einer glücklichen Ehe kann man hier nicht sprechen - und mittendrin ist Luna, die versucht, sich in ihrer Andersartigkeit anzupassen und dennoch inmitten der Menschen allein ist.

Dann zieht jedoch Marianne Drostenhagen mit ihren beiden Kindern Finn und Charlotte in Lunas Gegend und Luna weiß: Es wird sich etwas ändern. Familie Drostenhagen zieht ausgerechnet in das Haus, von dem Luna schon immer fasziniert war und als sie den 18-jährigen Finn das erste Mal sieht, weiß sie, das er etwas Besonderes ist. Marianne hat sich zu diesem Umzug entschlossen, nachdem ihr Noch-Ehemann Rainer sie mehrfach betrogen, einen Neuanfang zu wagen, zumal auch sie ein Geheimnis mit sich herumträgt, das sie niemandem offenbaren kann. Weder Finn noch Charlotte sind besonders begeistert von dem Umzug, zumal Charlotte ihre ganzen Freunde und ihren heißgeliebten Vater zurücklassen muss. Finn hingegen, der bisher ohne Freunde war, ist auch nicht erpicht darauf, noch einmal von vorne zu beginnen, denn Finn ist Bluter, weswegen er von jeher von anderen Kindern gemieden wurde.

Gleich am ersten Schultag stellen Finn und Luna fest, dass sie in einer Klasse sind und nachdem Luna auf Grund ihrer direkten Art Ärger am Hals hat, steht ihr Finn solidarisch zur Seite. Die Beiden fühlen sich zueinander hingezogen, trotz oder gerade wegen ihrer Andersartigkeit gegenüber der breiten Masse. Schnell werden die Beiden ein Paar, doch seltsame Begebenheiten ereignen sich. Finn sieht immer wieder Stella und auch in Luna gehen Veränderungen vor, die so fantastisch sind, das man sie kaum glauben mag. Während Finn und Luna glücklich miteinander sind und die Dinge, die mit ihnen geschehen, als gegeben hinnehmen, kämpfen ihre Eltern noch immer mit den Verlusten, die sie erlitten haben. Als jedoch Zweifel bezüglich Stellas Tod auftauchen, spitzt sich die Situation im Hause Jannik immer weiter zu und mittendrin: Luna und Finn ...


Öffne dein Herz, lass deine Gedanken fließen! Der Plot wurde ausgesprochen tiefgründig und bildhaft erarbeitet. Hier hat mir besonders gut Lunas eigene Welt gefallen, die nicht unbedingt der realen, im Buch dargestellten Welt entspricht, denn die Autorin lässt den Leser immer wieder an ihrem Denken und Fühlen teilhaben. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und realistisch erarbeitet. Ob Protagonist oder Nebencharakter, alle haben einen unglaublich starken Eindruck auf mich hinterlassen, denn sie alle kämpfen gegen ihre inneren Dämonen, versuchen das normale Leben aufrecht zu erhalten und drohen mehr als einmal zu straucheln. Den Schreibstil kann ich nur als ausgesprochen tiefsinnig und fesselnd beschreiben. Dieser hat mich sofort in seinen Bann gezogen, sodass es mir unmöglich war, dieses Buch auch nur kurz aus der Hand zu legen. Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch nachdenklich und dennoch auch hoffnungsvoll zurück gelassen hat. Ich wünschte, es würde mehr solcher Bücher geben, in denen einfach alles stimmt - der Plot, der Schreibstil und die Figuren, dass einen ein solches Gesamtwerk einfach verschlingt und auch nach Beendigung des Werkes so schnell nicht mehr loslässt.

Bewertung: 

Die Autorin:
Jahrgang 1960, lebt mit ihrer Familie in Auenwald, einem idyllischen Dorf. Sie liebt die Natur, Musik, Malerei, Katzen - und natürlich ihren Beruf, das Schreiben. 40 Bücher hat sie bisher veröffentlicht, unter anderem Krimis, Fantasy, Jugendbücher und viele abenteuerliche Kinderromane unter dem Pseudonym Tina Zang. (übernommen von RGV)

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei 




 

bedanken, die dieses Buch auf meiner Wunschliste entdeckte und es mir zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

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