Montag, 19. August 2013

[Rezension] Lisa van Allen - Die Wünsche meiner Schwestern



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (19. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352008698
ISBN-13: 978-3352008696

Inhalt gem. Rütten & Loening:
Woraus ist unser Glück gestrickt?
Seit langer Zeit hüten die Frauen der Van Rippers das Geheimnis ihrer Magie – und die liegt im Stricken: Sie haben die Gabe, Wünsche wahr werden zu lassen, indem sie diese mit Wolle verweben. Nur gemeinsam können die drei Schwestern Aubrey, Bitty und Meggie diese Familientradition bewahren, aber allein Aubrey ist dazu gewillt. Und auch sie beginnt zu zweifeln, als sie sich in Vic verliebt. Doch welche Wünsche machen uns glücklich, wenn sie sich erfüllen?
Der Tod ihrer Tante Mariah führt die Schwestern Aubrey, Bitty und Meggie nach Jahren der Trennung wieder zusammen und zwingt sie dazu, sich mit dem Vermächtnis ihrer Familie auseinanderzusetzen. Seit mehr als zwei Jahrhunderten hüten die Frauen der Van Rippers in in der alten Strickerei das Geheimnis ihrer Magie: Sie erfüllen den Menschen von Tarrytown ihre sehnlichsten Wünsche, indem sie sie mit Wolle verweben. Während Bitty und Meggie das Haus nun verkaufen wollen, um sich ihrer eigenen Sorgen anzunehmen, möchte Aubrey die Familientradition fortführen. Ein Wunsch, der ins Wanken gerät, als sie sich zum ersten Mal verliebt – in Vic. Doch Wünsche haben ihren Preis, und manche erfordern große Opfer – wer wüsste das besser als die drei Schwestern?

Zum Buch:
Seit ihre Schwestern Bitty und Meggie ausgezogen sind, lebt Aubrey Van Ripper allein mit ihrer Tante Mariah in der alten Strickerei, die schon seit ewigen Zeiten im Besitz der Familie ist. Sie werden als Hexen bezeichnet, sind sie doch in der Lage, Wünsche wahr werden zu lassen. 
Menschen in ihrer größten Not schleichen sich zu Aubrey und Mariah, um sich etwas stricken zu lassen, in das ihre Wünsche mit eingearbeitet werden. Als Bezahlung müssen sie sich von etwas trennen, was ihnen lieb und kostbar ist und sie müssen wirklich daran glauben.
Niemand gibt jedoch öffentlich zu, dass er jemals bei einer von den Van Rippers war.

Plötzlich und unerwartet stirbt Tante Mariah. Sie war gerade dabei, sich beim Gemeinderat wegen eines geplanten Einkaufszentrums zu beschweren, da fiel sie tot um.
Zur Beerdigung kommt Aubreys Schwester Bitty mit den beiden Kindern. Ihr Mann glänzt durch Abwesenheit. Durch Zufall findet sich auch die "Weltreisende" Meggie ein, die jedoch bis dahin nichts vom Tod ihrer Tante wusste. Die beiden haben nicht vor, lange zu bleiben, die Beerdigung hinter sich zu bringen und versuchen, den Verkauf des Hauses in die Wege zu leiten. Da haben sie aber die Rechnung ohne Aubrey gemacht, die will nämlich um nichts in der Welt das Haus aufgeben und die Strickerei weiterführen.

Als dann auch noch Vic in Aubreys Leben tritt, ist nichts mehr wie es war. 
Auch rückt die Abstimmung für oder gegen das Einkaufszentrum immer näher und Aubrey hat einen Plan, wie auch das Dorf sich dafür stark machen kann...

Ein wunderbar warmherziges Buch nicht nur für Frauen, die gern stricken.
Der Leser taucht nach und nach in die Geschichte der Familie Van Rippers ein. Da wird Vergangenes neu belebt und auch an den aktuellen Lebensumständen der Van Rippers-Frauen nimmt man als Leser regen Anteil.
Aubrey war die Konstante im Buch, die immer schon im Ort Tarrytowns lebte und sich auch nicht vertreiben lässt. Sie muss zuerst gegen ihre beiden Schwestern antreten, die nur das Ziel haben, das Haus zu verkaufen und zu wieder zu verschwinden.
Bitty, die mit ihren beiden Kindern angereist ist, muss tatenlos mit ansehen, wie ihre Tochter Nessa vom Stricken ganz begeistert ist. Sie selbst hat seit Jahren keine Nadeln mehr angefasst.
Meggie hat ihre eigene Odyssey hinter sich. Sie ist die jüngste der Schwestern und vermisste ihre Mutter am meisten, die vor Jahren von einem Tag auf den anderen verschwunden war. Sie ist noch immer auf der Suche nach ihr.

Beim Lesen kann es passieren, dass man das Gefühl hat, man müsste jetzt auch Nadeln und Wolle rausholen und anfangen zu stricken. 
Die Kapitelüberschriften sind dem Thema stricken hervorragend angepasst, so findet man beispielsweise eine Überschrift mit dem Titel "Strick das Muster weiter". 
Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es Auszüge eines Buches, das mit  "Aus dem großen Buch im Flur" überschrieben sind. Lebensweisheiten rund um das Stricken oder auch kurze Abrisse aus der Geschichte des Strickens findet man dort. Dieses Buch ist die große Familienfibel der Van Rippers.

Dieser Roman ist voller Wärme, Liebe, Freundschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl, dass es wirklich ein Erlebnis ist, ihn zu lesen. Als Leser fühlt man sich den Protagonisten eng verbunden, man leidet und lebt mit ihnen.
Masche für Masche wurde dieses Werk gestrickt und der Leser ist bei der kompletten Herstellung mit dabei, im Positiven wie auch im Negativen.

Ein absolut empfehlenswertes Buch und das nicht nur für Frauen, die stricken.

Bewertung:

Zur Autorin:
(Text übernommen vom Verlag Rütten & Loening)
Lisa Van Allen arbeitete in einem Verlag, bevor sie an die Uni zurückging, um Literatur zu studieren, und zu schreiben begann. Ihre Texte erschienen in diversen literarischen Zeitungen und wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis der “Best New American Voices”. “Die Wünsche meiner Schwestern” ist ihr Debütroman. Sie lebt mit ihrem Mann und einem Igel als Haustier im nördlichen New Jersey.


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, die mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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