Montag, 14. Oktober 2013

[Rezension] Gerhard J. Rekel - Die chinesische Dame



Leseprobe

Buchtrailer


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Styria Premium; Auflage: 1 (6. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3222134138
ISBN-13: 978-3222134135
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 2,6 cm

Inhalt gem. Styria Premium:
Durch eine „Notlüge“ gefährdet Christian Selikowsky, der Held des Buches, das Leben seiner Liebsten. Seither verfolgen ihn brutale Albträume. Der junge Architekt beschließt, wahrhaftig zu leben, will reinen Tisch machen. 
Auch mit seinem Vater, für dessen Firma er zwar arbeitet, dem er sich aber entfremdet hat. Christian reist von Wien nach Tirol, wo sein Vater in einem idyllischen Dorf das traditionsreiche Modeimperium leitet. Doch als Christian eintrifft, liegt der Patriarch tot am Schreibtisch. Angeblich Herzinfarkt. Kurz zuvor hatte der alte Herr Besuch von einer chinesischen Dame. Was wollte die attraktive Managerin? Christian stößt auf Lügen. Seine Nachforschungen führen ihn nach Schanghai und in die chinesische Provinz, wo er Wahrheiten über den Vater, die Beziehung zu seiner Verlobten, seiner Familie und sich selbst entdeckt, die er niemals erwartet hätte. „Du sollst nicht lügen“, heißt es in der Bibel. Konfuzius aber entgegnet: „Die Wahrheit ist ein tödliches Schwert!“ Wie viel Wahrheit erträgt der Mensch?

Zum Buch:
Christian ist ein verkappter Architekt, der in seinem Beruf keine Anstellung findet und deswegen für die Firma seines Vaters die Kataloge bearbeitet. 
Seine Psychotherapeutin bescheinigt ihm außerdem, dass er zu "nett" ist, das will er nunmehr ändern, indem er keine Notlügen mehr zulassen will.
Er fährt mit seiner Verlobten Sonja zu seinen Eltern, um sie vorzustellen und um mit seinem Vater über den aktuellen Katalog zu sprechen.
Während er vor der Tür darauf wartet, dass sein Vater Zeit für ihn hat, stirbt dieser und Christian ist derjenige, der ihn findet.
Alles deutet auf einen Herzinfarkt hin, aber Christian kann das nicht glauben und bittet die Polizei, eine Obduktion vorzunehmen.
Während die Polizei feststellt, dass er wirklich keines natürlichen Todes gestorben ist und Christian mit der Hauptverdächtige ist, befindet dieser sich auf den Weg nach China, um die geheimnisvolle Li Hong zu befragen, denn sie war die Letzte, die seinen Vater lebend gesehen hat ...

Als Christian mit seiner Verlobten Sonja ankommt, schlagen zwei Welten aufeinander. 
Die Kultur Chinas gegen die Europas. Christian fällt es nicht leicht zu erkennen, was das Lächeln von Li Hong zu bedeuten hat. Das allseits bekannte Lächeln der Chinesen kann einen sicher schon verunsichern, wenn man weiß, dass sie eigentlich immer lächeln. Ist ihr Lächeln wahr oder falsch? Es ist überhaupt schwer, die Mimik der Chinesen lesen zu können.

Christian, der sich vormals der Firma seines Vaters nur zwangsläufig verbunden fühlte, kämpft nun auf allen Ebenen um den Erhalt derselben.
Er konnte nicht ahnen, dass er in China auch ein Teil des Wesens seines Vaters kennenlernen wird, der ihm bislang verschlossen blieb.

Der Besuch in China bringt aber nicht nur Veränderungen für Christian, er ändert vieles, auch die leidliche Beziehung zu seinem Bruder.

Ein hervorragendes Buch, das tiefer geht, in die Gefühlswelt, in die wirtschaftliche und das auch einen Blick in die Vergangenheit wagt.
Es geht um eine Familie, um einen Todesfall, der nach Mord aussieht und einer Suche nach dem Schuldigen. Aber gefunden wird viel mehr. 
Auch vor gesellschaftskritischen Angelegenheiten macht dieser Roman nicht halt.
Die Chinesen sind ein anderes Völkchen als wir hier in Europa, auch das wird in dem Buch deutlich gemacht. Die Unterschiede sind gravierend und was uns hier rechtens ist, trifft in China auf Unverständnis.

Der Autor hat die verschiedenen Kulturen genau recherchiert und zeigt sie dem Leser auf. Eine andere Art, ein wenig von dem China zu verstehen, das es heute gibt.
Mir hat dieses Buch gut gefallen, so dass ich es gern weiter empfehle.

Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen vom Styria Premium-Verlag)
Gerhard J. Rekel wurde 1965 in Graz geboren. Nach dem Studium an der Filmakademie Wien begab er sich auf ausgedehnte Studienreisen durch China, Indien und Südamerika. Für seine erste Filmkomödie TRAUMA erhielt er neben einer British-Academy-Nomination zahlreiche internationale Auszeichnungen. Drehbücher zu erfolgreichen TV-Reihen: „Tatort“, „Universum“ und „Terra X“. Drei Romane, zuletzt bei dtv-premium „Der Duft des Kaffees“. Rekel lebt in Berlin, hat noch einen Koffer in Wien und ist seit 2006 Gastdozent an der Donau- Universität Krems. 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte



An die Berliner
Der Autor Gerhard J. Rekel stellt sein Buch vor.

Buchpremiere
am Donnerstag, 17. Oktober 2013
Beginn: 20 Uhr
Ort: Der Literarische Salon Britta Gansebohm im orangelab, ehem. IBM-Haus am Ernst-Reuter-Platz 2
10587 Berlin
Eintritt: 8 € / erm. 6 €

 Wer Zeit und Lust hat, sollte sich die Lesung nicht entgehen lassen.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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