Dienstag, 5. November 2013

[Rezension] Jordis Lank - Rauklands Sohn (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 364
ISBN: 978-3-943-59604-5
Erscheinungstermin:
7. März 2013 (1. Auflage)
Preis: 1
2,90 EUR
Format: Taschenbuch

Verlag:
el Gato


Klappentext gem. el Gato:
Für jemanden, der vor einem Kampf davonläuft, hat der 17-jährige Königssohn Ronan nichts als Verachtung übrig. Schlimm genug, dass er gezwungen ist, dem hasenfüßigen Liam das Fechten mit dem Langen Schwert beizubringen: Ronan verliert obendrein den Thron, wenn er dabei versagt. Um im Kampf bestehen zu können, muss Liam jedoch nicht nur sich selbst vertrauen, sondern auch seinem Lehrmeister. Als aus der erzwungen Verbindung langsam Freundschaft wird, ist es auf einmal Ronan, dem der größte Kampf bevorsteht: Wählt er den Thron, oder steht er zu dem einzigen Freund, den er je hatte?


Rezension:
Der 17-jährige Ronan Carinn hat während einer Schlacht versagt und wird von seinem Vater, König Azel Carinn auf das Schreckliste bestraft. Zusätzlich wird er aus Raukland, dem Königreich seines Vaters, nach Lannoch, dem Königreich von Merin Kendrick, verbannt, um die Insel für seinen Vater innerhalb eines Jahres einzunehmen. Nicht einmal sein Lehrmeister Zhodan, bei dem Ronan seit seinem 5. Lebensjahr aufgewachsen ist, kann ihm helfen. Ronan, der weiß, dass er Unrecht getan hat und dieses auch einsieht, nimmt die Strafe auf sich.

Er ist jedoch erstaunt, dass der die Lannoch nicht mit Hilfe seines Schwertes erobern soll, sondern Aufgaben bewältigen muss, die ihm Merin stellt. Schon die erste dieser Aufgaben stellt ihn vor ein Problem: Er muss einen Freund finden. Ein Freund, so was hat Ronan noch nie gehabt in seinem Leben und auch die Menschen auf Lannoch sind dem jungen Mann alles andere als wohl gesonnen. Auch Merins Enkelin Eila macht keinen Hehl daraus, was sie von Ronan denkt, sodass die Aussicht, einen Bewohner Lannochs als Freund zu gewinnen, an sich nicht besteht. Wie es scheint, wird Ronan bereits an der ersten Aufgabe scheitern, doch er braucht unbedingt diesen Freund, da Merin erst anschließend die weiteren Aufgaben enthüllen wird.

Wie der Zufall es will, rettet Ronan wenig später einem jungen Mann namens William, genannt Liam, vor dem Ertrinken. Da dieser nicht von Lannoch stammt, hat er keine Vorurteile gegen Ronan, sodass er einwillig, dessen Freund zu werden. Mit der Zeit werden Liam und Ronan tatsächlich Freunde und es gelingt ihnen, nach und nach die gestellten Aufgaben zu lösen. Ronan bringt Liam den Schwertkampf bei, während er ihn schützt, denn Liam, der vor seiner Ankunft auf Lannoch als Händler arbeitete, ist auf der Flucht.

Der 1. Band der Raukland-Trilogie! Der Plot wurde ausgesprochen bildgewaltig und abwechslungsreich erarbeitet. Gerade die bildhafte Schilderung von Lannoch hat mich selbst fast selbst auf diese besagte Insel versetzt. Die Figuren wurden facettenreich und abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, einen besonderen Liebling meinerseits auszuwählen, ist gar nicht möglich, da mich sowohl Ronan mit seiner Stärke und seinem unbeugsamen Willen, wie auch Liam, mit seiner Sanftmütigkeit und Liebe zum Leben, haben mich tief beeindruckt. Doch nicht nur diese beiden, auch Merin und Eila konnten mein Herz im Sturm erobern und auch die "Bösen" wie Azel üben eine ausgesprochen starke Faszination auf mich aus. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend und angenehm zu lesen, er war in meinen Augen ein gelungenes Wechselspiel zwischen Faszination, Erschrecken und Amüsement. Abschließend kann ich sagen, dass mir der Auftakt der Raukland-Trilogie sehr gut gefallen hat und ich bereits jetzt sehr gespannt auf den 2. Band der Trilogie "Rauklands Blut" bin, der bereits erschienen ist.

Bewertung

Von Jordis Lank bereits gelesen und rezensiert:


Die Autorin: 
Jordis Lank kam Anfang der siebziger Jahre im äußersten Zipfel des Bergischen Landes zur Welt. Nach Abitur und Ausbildung zur Industrieinformatikerin arbeitet sie seither im wissenschaftlich-technischen Bereich als Softwareentwicklerin. Schon als Kind hat die Autorin Romane weitergeträumt, wenn sie enttäuscht war, dass sie zu Ende waren. Wie oft hat sie sich gewünscht die Figur sein zu können, von der sie da las! Bis sie merkte, dass das Schreiben ein noch viel intensiveres Erlebnis ist als das Lesen. Manchmal, wenn alles passt, wenn sich die Geschichte auf einmal von selbst schreibt und die Charaktere Dinge tun, von denen man zwei Sätze vorher noch nichts wusste, dann – so sagt sie – verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit – und man ist wirklich mitten drin: Ein einzigartiges, großartiges Gefühl, das süchtig macht.
 (übernommen von el Gato)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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