Freitag, 6. Dezember 2013

[Interview] und [Gewinnspiel] Das Katzenpersonal befragt Renate Wagner-Wittula

Nachdem ich voller Freude das Buch "Backen zur Weihnachtszeit" gelesen und ausgetestet habe, hatte ich natürlich auch ein paar Fragen an die Autorinnen. Ich hatte beide angeschrieben, bekam aber von Frau Ingrid Pernkopf keine Antwort.
Ich gehe mal davon aus, dass sie mit ihrem Restaurant und ihrer Kochschule jetzt zur Adventszeit gerade besonders ausgelastet ist.

Umso mehr freue ich mich, dass Renate Wagner-Wittula Zeit hatte, meine neugierigen Fragen zu beantworten.



Wie kam es zur Zusammenarbeit?
Mein verstorbener Mann Christoph Wagner hatte gemeinsam mit Ingrid Pernkopf einige Kochbücher geschrieben, die ich als Lektorin auch schon betreut habe. Als er plötzlich im Jahr 2010 starb, musst ich in die laufenden Projekte einspringen und daraus entwickelte sich eine ganz wunderbare Zusammenarbeit – und vor allem auch Freundschaft. Inzwischen haben wir schon einige Bücher miteinander verfasst.

Wie lange dauerte es, bis es ein Rezept in Ihr Buch geschafft hat?
Das kann Ingrid Pernkopf sicher besser beantworten als ich, doch ich denke, dass das von Fall zu Fall verschieden ist. Manchmal geht man jahrelang mit einer Idee im Kopf herum, manchmal ergibt sich das in ganz kurzer Zeit. Dann werden die Rezepte grob skizziert, in der Küche nachgekocht und für das Buch mit Feinschliff verfasst.

Wie viele Versuche benötigen Sie durchschnittlich pro Rezept, bis es perfekt ist?
Das weiß nur Ingrid Pernkopf, da ich für die textliche Seite verantwortlich bin. Ich überprüfe die von ihr niedergeschriebenen Rezepte, ob alle Zutaten auch wirklich in der Zutatenliste stehen, ob der Prozess auch für unwissende Laien nachvollziehbar ist, ob alles logisch ist. Rezepte, die erst an letzter Stelle Dinge erklären, die man vorher wissen sollte, finde ich nutzlos. Es muss alles Schritt für Schritt nachvollziehbar sein, alles andere wird problematisch. Das sind dann Kochbücher für den Couchtisch, aber nicht zum Nachkochen.

Mögen Sie selbst eigentlich noch Plätzchen essen?
Ja natürlich – und wie! Man sieht es mir auch an;-))

Haben Sie schon als Kind gebacken?
Ja gerne und meine Mutter ließ das auch zu. Ich kann mich an Kokosbusserl und Vanillekipferl erinnern.

Muss Ihr Umfeld überhaupt noch selber backen oder kommen diese zu Ihnen und holen sich die Weihnachtsplätzchen ab?
Von "müssen" sollte man vielleicht in diesem Zusammenhang nicht sprechen, da ein großer Teil der Faszination des Kekserlbackens das gemeinsame, freudvolle Arbeiten an einer Sache ist. Das Endresultat ist da eher Nebensache, aber das gemeinsame Backen macht einfach Spaß und gute Stimmung. Einsames Backen macht mich eher traurig.

Welches sind Ihre absoluten Favoriten?
Rumkugeln, Rumkugeln, Rumkugeln, gefolgt von Florentinern und Nussküsschen.

Kochen oder backen Sie lieber?
Eindeutig kochen, da mir für das kleinteilige Ziselieren von Kekserln oft die Geduld fehlt. Ich würde lieber drei gefüllte Weihnachtsgänse mit Rotkraut und Knödeln kochen als ein Blech Miniatur-Küsschen.

Was macht Ihrer Meinung nach die österreichische Küche aus?
Das Wunderbare an der österreichischen Küche ist ihr multikultureller Zugang, der aus einer Zeit stammt, als es den Begriff noch gar nicht gab. Die Einflüsse das ganzen Kaiserreichs flossen in einem riesigen Kochtopf zusammen, der uns ungarisches Gulasch, italienisches Siedefleisch, nichts Anderes ist der Tafelspitz, das Wiener Schnitzerl und natürlich die böhmischen Mehlspeisen bescherte.

Sind Sie auch privat die Haus- und Hofköchinnen bzw. – bäckerinnen in Ihren Familien
Ich koche leidenschaftlich gerne und das auch für meine Familie – vor allem an den Wochenenden. Da nehme ich mir die Zeit dafür, wodurch es Spaß macht. Unter der Woche bin ich eher eine Schnellköchin. Aber auch meine beiden Töchter kochen sehr gerne und auch sehr gut, vor allem eine moderne, urbane Küche. Somit haben wir eine sehr abwechslungsreiches kulinarsches Leben.

Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit für das Buch?

Äußerst angenehm, weil daraus eine Freundschaft entstanden ist. Zudem kennt jede von uns mittlerweile jene Punkte der anderen, auf die man besonders achten sollte. Ich weiß, dass ich genügend Zeit einplanen muss und auch dann noch ein Sicherheitskissen drauflegen muss, weil Ingrid Pernkopf ja nicht nur Kochbücher schreibt, sondern auch noch Wirtin eines vielfrequentierten Betriebes ist und zudem eine gut besuchte Kochschule betreibt. Und meine Schwachstelle müssten Sie bitte von Ingrid Pernkopf erfragen…



Herzlichen Dank an Renate Wagner-Wittula für die Beantwortung der Fragen.

Gewinnspiel:
Zusätzlich zum Interview gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem ich 1 Exemplar des vorgestellten Buches verlosen darf.

           



Der Pichler Verlag stellte es mir freundlicherweise zur Verfügung.

Wenn ihr das Buch gewinnen wollt, müsst ihr nur eine Frage beantworten, bei der es keine falsche Antwort gibt.

Welche Plätzchen sind dein Favorit, die bei keinem Weihnachtsfest fehlen dürfen? Wenn ihr mögt, dürft ihr gern auch das Rezept posten, so dass wir vielleicht noch neugierig werden.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet bitte im Kommentar die Frage und sendet mir zusätzlich eine Mail mit eurer vollständigen Adresse an folgende Mail-Adresse: kleeblatt58 (at) gmail.com (ohne Leerzeichen und Klammern und at als Zeichen) Solltet ihr ein Pseudonym haben, dann gebt es in der Mail bitte mit an, so dass ich euch zuordnen kann.

Hier noch das Kleingedruckte:
1.) Eine Teilnahme ist nur möglich, wenn ihr über 18 Jahre alt seid, ansonsten ist eine Einverständniserklärung der Eltern nötig.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und im Anschluss gelöscht.
3.) Es wird nur innerhalb Deutschlands versendet oder ihr erklärt euch bereit, die Portokosten zu übernehmen. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.) Bei Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
6.) Der Gewinner bestätigt mir bitte den Erhalt des Buches

Ihr dürft das Gewinnspiel gern teilen auf Facebook, Twitter, Google+ und natürlich auf euren Blogs. Neue Leser sind jederzeit willkommen.

Einsendeschluss ist Samstag, der 14.12.2013 - 20:00 Uhr

Die Auslosung erfolgt noch am selben Tag über Random.org, ebenso die Bekanntgabe der glücklichen Gewinner. So kann das Buch noch bei Bedarf zum weihnachtlichen Backeinsatz kommen :-)

Ich wünsche euch einen schönen Tag
Monika (Kleeblatt)

Kommentare:

Kerstin Hohlfeld hat gesagt…

Meine absoluten Lieblingsplätzchen sind Vanillekipfel und Engelsaugen, auch noch Zimtsterne und Schoko-Nussplätzchen und .... Ich glaube, ich liebe alle Plätzchen. :)

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe NaschKATZEN,

da ich voll auf Schokolade stehe, darf auf meinem Plätzchenteller auf keinen Fall das Schokoladebrot fehlen. Das Rezept reicht für 50-60 Stück dieser Leckerei.
Man braucht:

250 g Margarine
250 g Zucker
6 ganze Eier
250 g geriebene, bittere Schokolade
250 g gemahlenen Mandeln
100 g Mehl
Aus diesen Zutaten stellt man einen gerührten Mürbeteig her. Er hat eine weiche und streichfähige Beschaffenheit. Diesen Teig ca. 1,5 cm dick auf ein gefettetes Blech streichen.

Bei 170 °C etwa 25-35 Minuten lang backen.
Noch heiß in 5 cm lange und 1 cm breite Stücke schneiden, abkühlen lassen. Mit Schokoladeglasur überziehen.

Ich schneide die Stücke meist auf 3 x 3 cm zu. Man kann auch schon vor dem Schneiden die Glasur auftragen, allerdings zerspringt die Glasur dann beim Schneiden etwas. Meine Mutter bestreicht das Schokoladebrot nach dem Backen noch dünn mit Aprikosenmarmelade. Schmeckt aber auch ohne einfach köstlich.

LG,
Heidi, die Cappuccino-Mama