Donnerstag, 26. Dezember 2013

[Rezension] Michaela Seul - Luna, Seelengefährtin




Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 272
ISBN: 978-3-778-79246-9
Erscheinungstermin: 30. September 2013 (1. Auflage)
Preis: 17,99 EUR (D), 18,50 EUR (A), 25,90 CHF
Format: Hardcover
Verlag: Integral

Klappentext: gem. Integral

Eine tiefe, innige Freundschaft beginnt, als Michaela Seul kurze Zeit nach dem Tod ihres Mannes einen kleinen Labrador zu sich nimmt. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, der Leben heißt – bis eines Tages der Biss einer Schlange alles verändert … In fesselnder Erzählweise und mit eindringlichen Bildern beschreibt die Autorin, wie sie in Luna eine kluge Freundin findet, die sie lehrt, mehr im Jetzt zu sein und das Leben mit anderen Augen zu betrachten.

Eine ebenso berührende wie lebensfrohe Geschichte mit Tiefgang: vom Füreinander-da-Sein, von der Kraft des Lebens im Augenblick und dem großen Glück, einen Hund an seiner Seite zu haben.


Rezension:

Luna, langjährige Weggefährtin der Autorin Michaela Seul - ihre Seelengefährtin. Doch auch ein Hundeleben ist begrenzt. Bei einem Gassigang wird Luna von einer Schlange gebissen. Die damals 11-jährige Hündin übersteht diesen Vorfall, doch bei einer abschließenden Untersuchung wird eine Unstimmigkeit in der Milz gefunden. Drei Zentimeter und die Diagnose: Tumor - Lebenserwartung 2 Wochen bis 3 Monate. Diese drei Zentimeter, an einer Stelle, wo sie nicht sein sollten, sind der Grund dafür, dass sich die Autorin aufmachte und ihr Leben mit Luna niederschrieb - eine Therapie für sie, denn trotz allem musste sie ihrer Gefährtin weiter wie gewohnt zur Seite stehen, sich nichts anmerken lassen, denn wenn das Frauchen traurig oder verzweifelt ist, überträgt sich das auf den Hund.

Mit Mitte Dreißig wurde Michaela Seul unerwartet und plötzlich Witwe. 16 Stunden nach dem Zusammenbruch ihres damaligen Mannes Leander hatte sie Zeit sich zu verabschieden, dann ging er. Sie wusste, dass ihr eine schwere Zeit bevorsteht, doch aufgeben, stand ihr nie in den Sinn - zu schön ist das Leben. Der erste Urlaub in der Toskana nach dem Tod ihres Mannes sollte ihr Leben nachhaltig verändern. Sie war dort bei Freunden zu Gast und deren Hündin war trächtig. Da nicht sicher war, wohin mit den Jungen, entschied sie sich spontan, einen Welpen aufzunehmen - ein Weibchen sollte es sein und den Namen Luna bekommen. Leider konnte die Mutterhündin Lilly ihre Jungen nicht austragen, doch in Deutschland war schon alles vorbereitet für Luna, inklusive freier Schreibzeit, um der kleinen Luna ihre Eingewöhnung zu erleichtern. Das war im Februar 2001 - doch die geplante Luna gab es ja leider nicht. Auch im gesamten Umkreis gab es scheinbar keinen Welpen, der zu diesem Zeitpunkt ein Zuhause benötigt hätte. Der Zufall kam jedoch zu Hilfe, denn Michaela Seul hatte an allen Stellen nachgefragt und die Betreiberin eines Gnadenhofes kam auf sie zu - 12 schwarze Labradorwelpen suchten bei ihr ein Zuhause. Als Michaela Seul vor Ort war, war nur noch ein Welpe da - ein schwarzes Hundemädchen: Luna.

Zusammen gingen sie durch dick und dünn und Michaela Seul und Luna wurden ein eingespieltes Team. Zum Leitwesen der Hundetrainerin waren sie einander schon zu Beginn ihrer Partnerschaft eng verbunden, sodass Frauchen und Hund nur als Streber galten und sich erstaunlicherweise keiner besonders hohen Beliebtheit erfreuten, aber egal, Luna gehorchte aufs Wort und war ein glücklicher Hund. 11 unbeschwerte gemeinsame Jahre verbrachten Michaela Seul und Luna miteinander - bis zu jenem Tierarztbesuch, der das Leben der beiden auf den Kopf stellen sollte ...


Seelengefährten - in Freud und Leid! Dieses Buch ist der sehr engen und liebevollen Beziehung zwischen der Autorin und ihrer Hündin gewidmet. Michaela Seul lässt den Leser teilhaben an ihrem Leben, sowohl dem Leben, als Luna noch nicht bei ihr war und auch dem Leben, als der Wirbelwind Einzug in ihr Leben halten hat. Besonders schön fand ich die Passagen, in denen die Autorin Revue passieren lies, wie sich das Leben von einem hundelosen Menschen in einen Hundehalter änderte und welche Wandlungen dies nach sich zog im gesamten Denken und Fühlen. Den Schreibstil kann ich nur als warmherzig, liebevoll und gefühlsintensiv beschreiben, sodass ich einfach nur hingerissen von diesem Buch und dem Verhältnis von Luna zu ihrem Frauchen war.



Bewertung
Von Michaela Seul bereits gelesen und rezensiert:
 

Die Autorin:
Mit 12 Jahren begann Shirley Michaela Seul mit dem, was sie bis heute am liebsten tut: schreiben. Seither hat die mit diversen Literaturpreisen ausgezeichnete Autorin zahlreiche Bücher auch unter Pseudonymen veröffentlicht: Romane, Sachbücher, Ratgeber, Biographien, Krimis, Memoirs. Zudem arbeitet sie seit vielen Jahren sehr erfolgreich als Ghostwriterin und Koautorin, womit sie sich einen festen Platz auf der Bestsellerliste erschrieben hat. Die Autorin lebt im Fünfseenland bei München. Dort ist auch ihre Kriminalromanserie beheimatet, in der ein Hund namens Flipper die Hauptrolle spielt. Aktuell erscheint der dritte Fall "Verbiss" für das sechsbeinige Ermittlerduo. Unter dem Namen von Flipper führt die Autorin auch einen gut besuchten Hundeblog. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag




http://www.randomhouse.de/ansataintegrallotos/
und



bedanken, die mir diesen Buch zur Verfügung gestellt haben.

1 Kommentar:

Michaela Seul hat gesagt…

Was für ein schönes Weihnachtsgeschenk! Vielen Dank für diese einfühlsame Rezension sagt die Autorin.